Die Allianz BU - Gesundheitsfragen
- Gesundheitsfragen - Pro & Contra
- Bewertung risikoreicher Hobbys
- Wie läuft die Risikovoranfrage ab
Update: aktualisiert 12.08.2026
Die Gesundheitsfragen und die Risikovoranfrage sind zentrale Bestandteile jeder Berufsunfähigkeitsversicherung.Sie legen fest, ob und unter welchen Bedingungen du Versicherungsschutz erhältst.
Bei der Allianz BU sind die Gesundheitsfragen zwar umfangreich, jedoch klar strukturiert und ohne allgemein gehaltene oder offene Fragestellungen.
In diesem Artikel erfährst du, welche Gesundheitsfragen die Allianz stellt, wie riskante Hobbys eingestuft werden und warum eine anonyme Risikovoranfrage entscheidend sein kann, um den bestmöglichen Versicherungsschutz zu erhalten.
Beratung auf Augenhöhe
Anonyme Risikovoranfrage
Kostenlos & ohne Verkaufsdruck
Klare, aber umfangreiche Gesundheitsfragen
Keine Abfrage abgelehnter Voranträge
Online-Rechner für Freizeit-Risiken (eingeschränkt sinnvoll)
Individuelle, meist moderate Bewertung riskanter Hobbys
Standard-Fragen vs. vereinfachte Prüfung (z. B. bei Immobilienfinanzierung)
Risikovoranfrage möglich
Sehen wir uns doch die Gesundheitsfragen der Allianz BU einmal etwas genauer an:
Die Allianz stellt klare und verständliche Gesundheitsfragen, bei denen nur Krankheiten angegeben werden müssen, die ärztlich behandelt wurden. Im Vergleich zu anderen Anbietern sind die Fragen konkret formuliert und umfassen spezifische Zeiträume:
Du brauchst keine Sorge zu haben, dass eine „Ja“-Antwort automatisch zu einer Ablehnung führt. Sie kann zwar zu Rückfragen oder möglicherweise zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen, doch die Allianz prüft Vorerkrankungen stets differenziert. Oft wird auch bei älteren Diagnosen weiterhin Versicherungsschutz angeboten.
Besonders bei psychischen Erkrankungen erfolgt keine pauschale Ablehnung – jeder Fall wird individuell geprüft, bzw. folgendermaßen unterschieden:
Damit öffnet die Allianz den Zugang zur BU für mehr Betroffene, die früher kaum eine Chance hatten. Wer aktuell in Behandlung ist, sollte vor Antragstellung eine anonyme Risikovoranfrage (siehe unten) erwägen, um das genaue Vorgehen zu klären.

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Für die Beantwortung der meisten allgemeinen Gesundheitsfragen musst du bei einem Arzt oder anderem medizinischen Behandler gewesen sein.
Der Abfragezeitraum beträgt in den vielen Fällen 3 Jahre. Banale Erkältungsgeschichten müssen nicht angegeben werden.
Bei stationären Aufenthalten sind die letzten 10 Jahre relevant.
Die Allianz verzichtet im Antrag selbst (anders als manch anderer Versicherer) auf eine explizite Frage zu abgelehnten Voranträgen oder Erschwernissen bei anderen Gesellschaften.
Was bedeutet das?
Viele Versicherer fragen im Antrag, ob du in den letzten 5 Jahren einen BU-Antrag gestellt hast, der abgelehnt oder nur mit Erschwernissen angenommen wurde.
Diese Information wird oft negativ gewertet und kann dazu führen, dass Gesundheitsangaben auf den Tisch kommen, die im Rahmen der Gesundheitsfragen vielleicht gar nicht abgefragt worden sind. Die Allianz verzichtet auf diese Frage.
Vor 6 Jahren wurdest du wegen einer schwierigen privaten oder beruflichen Situation für ein paar Wochen krankgeschrieben. Der Arzt stellte mangels anderweitiger Symptome eine "F-Diagnose" (z.B. leichte depressive Episode) – danach warst du wieder gesund. In einem BU-Antrag einer anderen Gesellschaft musstest du das angeben (wegen der 10-Jahres-Abfrage), und der Antrag wurde abgelehnt.
Weil bei der Allianz nur 5 Jahre nach psychischen Erkrankungen gefragt wird, musst du diese Erkrankung nicht angeben.
Würde die Allianz allerdings nach abgelehnten Voranträgen fragen, würde auch dieses Thema wieder eine Rolle spielen, weil der Versicherer die Information quasi "durch die Hintertür" bekommen und vermutlich auch verwerten würde.
Dieses Beispiel zeigt gut, wie wichtig es ist, beim Thema BU mit einem Profi zusammenzuarbeiten, der auch die Annahmerichtlinien der vielen Gesellschaften bestens kennt - so lassen sich gewisse "Fehler" bei der Antragstellung vermeiden!
Die Allianz möchte selbstverständlich wissen, ob gefährliche Hobbys die Gefahr einer möglichen Berufsunfähigkeit erhöhen.
Eine einfache „Ja/Nein“-Antwort reicht in der Regel nicht aus, um so ein Risiko vollständig einzuschätzen.
Im Online-Rechner der Allianz hast du die Möglichkeit, dein Risiko einzuschätzen. Zu Beginn wird dein Hobby erfasst, bevor der Rechner weitere Fragen stellt und ein Ergebnis liefert. Dies kann als grobe Orientierung dienen, ersetzt jedoch nicht die detaillierte Selbstauskunft. Eine umfassende Angabe erleichtert dem Risikoprüfer, dein individuelles Risiko besser zu bewerten und könnte zu einem anderen Ergebnis führen.
Insgesamt ist die Allianz dabei weniger streng als manch anderer Anbieter.
Hier einige Hobbys, die bei der Allianz ohne Einschränkung angenommen werden:
| Badminton | Fußball | Segeln (Binnengewässer) |
| Basketball | Handball | Ski Alpin (Urlaub, Hobby) |
| Bergwandern | Judo (ohne Wettbewerbe) | Springreiten (ohne Wettkämpfe) |
| Bodybuilding | Karate (ohne Wettbewerbe) | Tanzen |
| Bouldern | Kart-Sport (ohne Wettkämpfe) | Volleyball |
| Fechten | Motorradfahren (Freizeit) | Voltigieren |
| Feldhockey | Parasailing (Freizeit) | Wandern |
(Hobbys mit Allianz QuickCheck geprüft, im Mai 2024 https://leben-rechner.allianz.de/basic-data)
Ja, die Allianz bietet BU-Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen für folgende Zielgruppen an:
Bei dieser Aktion gibt es keine Einschränkung auf bestimmte Berufe. Der Abschluss ist innerhalb von sechs Monaten nach der Darlehensunterschrift möglich.
Hierfür werden vier Fragen gestellt. Zusätzlich erfolgt keine Anrechnung der finanziellen Angemessenheit.
BU für alle im Bund der Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Mitglieder im Verband der Heilberufe, bis max. 50 Jahre und max. Absicherung von 1.750 €.
Nachversicherungen ohne Anlass sind bei dieser Aktion nicht möglich.
Diese Aktion kommt mit drei "ja" oder "nein" Fragen aus. Zusätzlich ist hier noch der Abschluss einer Bonusrente möglich:
Jede Versicherung hat eigene Kriterien zur Risikoprüfung, was bedeutet, dass sie Gesundheitsfragen, Vorerkrankungen und Einträge im Hinweis- und Informationssystem (HIS) unterschiedlich bewertet. Deshalb kann es sein, dass ein Interessent mit Vorerkrankungen bei einem Versicherer abgelehnt und bei einem anderen angenommen wird.
Eine Risikovoranfrage hilft dir, schon vor der Antragstellung eine verbindliche Einschätzung zu deinem BU-Antrag zu erhalten, besonders bei Vorerkrankungen oder risikoreichen Hobbys.
Das ist wichtig, weil du sonst Äpfel mit Birnen vergleichst - es bringt dir ja herzlich wenig, wenn im Vergleichsportal die Pfefferminzia mit dem günstigsten Beitrag ganz oben steht und die dich dann aber aufgrund einer Erkrankung gar nicht versichern wollen - oder nur mit 50% Risikozuschlag.
Der Vorteil einer Risikovoranfrage: Du bleibst anonym, und eine mögliche Ablehnung müsste bei zukünftigen Anträgen nicht angegeben werden. So kannst du verschiedene Anbieter vergleichen und am Ende den optimalsten auswählen.
Für die anonyme Risikoprüfung ist jedoch deine aktive Mitarbeit gefordert. Eine Voranfrage kann nur erfolgreich sein, wenn alle relevanten Informationen zu Gesundheit, Vorerkrankungen und Risikofaktoren vollständig und innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens bereitgestellt werden.
Wir führen keine Voranfrage durch, wenn wir erwarten, dass sie keine positiven Ergebnisse liefern wird. Wir haben viel Erfahrung auf dem Gebiet der Risikoprüfung und können auch schon im Vorfeld häufig recht gut einschätzen, ob eine Antragstellung erfolgsversprechend ist oder nicht.
Formular ausfüllen: Zunächst füllst du ein Formular mit persönlichen Daten, beruflichen Informationen, deinem Gesundheitszustand und deinen Versicherungswünschen aus.
Wichtige Informationen sind dabei:
Genaue Diagnose
Ursprung der Erkrankung
Zeitraum
Behandlungsmethoden
Seit wann die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist
Erste Einschätzung: Anhand dieser Angaben prüfen wir deinen Fall und informieren dich, ob weitere Unterlagen wie z.B. ärztliche Befunde benötigt werden.
Sei besonders vorsichtig bei versicherungsspezifischen Fragebögen mit Ja/Nein-Antworten! Solche Fragebögen sind oft zu standardisiert und wenig individuell, was häufig zu ungenauen oder schlechten Ergebnissen führt.
Schreib deshalb alle relevanten Details so genau und lückenlos wie möglich auf, damit der Risikoprüfer keine offenen Fragen mehr hat und auf die Idee kommt einen solchen Fragebogen nachzufordern.
Anonyme Anfrage: Mit allen gesammelten Informationen stellen wir dann eine anonymisierte Risikovoranfrage (z.B. bei der Allianz und bei zwei bis drei weiteren passenden Versicherern). Da die Risikobewertung je nach Gesellschaft variiert, erhöht dies deine Chancen auf ein passendes Angebot.
Ergebnisbesprechung: Nach Erhalt der Rückmeldungen besprechen wir gemeinsam deine BU Optionen und wählen das optimale Angebot aus.
Antragstellung: Passen die Annahmekonditionen, stellen wir zusammen den offiziellen BU Antrag. Dank der vorherigen Risikovoranfrage sind meist keine weiteren Rückfragen zu erwarten.
Bei einer gewünschten Absicherung von mehr als 3.000 € pro Monat ist in der Regel eine ärztliche Untersuchung erforderlich. Um mögliche Risiken zu minimieren, empfehlen wir oft, die Absicherung auf zwei Versicherer aufzuteilen. So kannst du unerwartete Befunde und ausführlichere Nachfragen vermeiden.

unabhängige Experten-Beratung
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mit vielen Spezial-Tipps
Die Allianz setzt auf umfangreiche, aber nachvollziehbare Gesundheitsfragen, differenziert dabei nach Zeiträumen (3/5/10 Jahre) und zeigt sich bei psychischen Erkrankungen mit neuen Annahmerichtlinien offener als in der Vergangenheit.
Ein „Ja“ in der Anamnese führt nicht zwangsläufig zur Ablehnung – meist folgen Rückfragen oder es wird ein Beitragszuschlag oder eine Ausschlussklausel vereinbart.
Für Immobilienerwerber sowie für Mitglieder im Bund der Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sowie im Verband der Heilberufe bietet die Allianz vereinfachte Gesundheitsfragen an. Bei beiden Optionen ist jedoch keine Risikovoranfrage möglich.
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