Berufsunfähigkeitsversicherung bei Rheuma
- BU trotz Rheuma abschließen – ist das überhaupt möglich?
- Frühzeitige Vorsorge zahlt sich aus
- Diese BU-Alternativen bieten sich an
Update: aktualisiert 05.05.2026
Rheuma zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland – und wird oft unterschätzt, wenn es um die Arbeitskraft geht. Erste Anzeichen wirken oft harmlos, können aber den Alltag und das Berufsleben zunehmend beeinträchtigen. Der schleichende, schubhafte Verlauf erschwert es, dauerhaft leistungsfähig zu bleiben – gerade in körperlich oder zeitlich fordernden Berufen.
Für viele stellt sich früher oder später die Frage, was passiert, wenn der Beruf nicht mehr wie gewohnt ausgeübt werden kann. Wie lässt sich in einer solchen Situation die eigene finanzielle Existenz absichern – und ist das überhaupt noch möglich, wenn bereits eine Diagnose gestellt wurde?
In diesem Ratgeber geben wir dir einen umfassenden Überblick: Wir zeigen dir, welche Auswirkungen Rheuma auf die Arbeitsfähigkeit haben kann, warum gerade diese Erkrankung häufig zur Berufsunfähigkeit führt und welche Möglichkeiten dir offen stehen, dich dennoch abzusichern.
Ob du bereits betroffen bist oder dich vorsorglich informieren möchtest – du erfährst hier, worauf es bei der Wahl der richtigen Versicherung wirklich ankommt.
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Der Begriff „Rheuma“ beschreibt mehr als 100 verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates. Die bekannteste ist die rheumatoide Arthritis (RA) – eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung.
Dabei greift das eigene Immunsystem fälschlicherweise das eigene Gewebe an. Es kommt zu Gelenkschmerzen, Schwellungen, Steifigkeit und im Verlauf oft zu Verformungen oder Funktionsverlust.
Die genauen Auslöser von Rheuma – insbesondere der rheumatoiden Arthritis – sind bis heute nicht vollständig geklärt. Mediziner gehen davon aus, dass ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren verantwortlich ist. Zum einen spielt die genetische Veranlagung eine Rolle. Zum anderen scheinen äußere Einflüsse wie Virusinfektionen oder Bakterien eine Autoimmunreaktion im Körper auslösen zu können.
Ein wesentlicher Risikofaktor ist zudem Rauchen: Studien zeigen, dass Raucher nicht nur häufiger an Rheuma erkranken, sondern dass bei ihnen auch die Krankheitsverläufe schwerer ausfallen. Auch chronischer Stress oder hormonelle Einflüsse (z. B. nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren) werden als mögliche Mitverursacher diskutiert.
Das Krankheitsbild selbst ist vielschichtig und entwickelt sich meist schleichend. Erste Anzeichen werden oft übersehen oder als „normale“ Abnutzungserscheinung fehlgedeutet. Besonders tückisch: Rheuma verläuft in Schüben, also in wechselnden Phasen von Besserung und Verschlechterung.
Typische Symptome:
Steife Gelenke am Morgen (länger als 1 Stunde)
Schwellungen und Schmerzen – meist an kleinen Gelenken wie Fingern, Händen oder Knien
Erschöpfung, Müdigkeit, depressive Verstimmungen
Schubweiser Verlauf – Symptome treten mal stärker, mal schwächer auf
Diese Symptome führen dazu, dass alltägliche Aufgaben schwerer fallen – und das häufig lange vor einer offiziellen Diagnose.
Rheuma ist keine seltene Krankheit – im Gegenteil: Es zählt zu den am weitesten verbreiteten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Statistiken zeigen:
20 Millionen Menschen leiden an einer rheumatischen Erkrankung
Rund 700.000 sind an rheumatoider Arthritis erkrankt
Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer
Erkrankungsbeginn oft zwischen 40 und 60 Jahren, aber auch Kinder (juvenile idiopathische Arthritis) können betroffen sein
Rheuma entwickelt sich oft schleichend – genau das macht die Erkrankung im Berufsalltag so problematisch. Anfangs lassen sich Beschwerden noch kompensieren, doch mit der Zeit nehmen Einschränkungen zu: Bewegungsabläufe verlangsamen sich, die Belastbarkeit sinkt, Schübe unterbrechen den Arbeitsrhythmus. Viele erleben ein ständiges Wechselspiel zwischen guten Tagen und völliger Erschöpfung.
Besonders in körperlich fordernden Berufen wie Handwerk, Pflege oder Logistik können selbst kleine Einschränkungen dazu führen, dass Aufgaben nicht mehr bewältigt werden können. Aber auch in Büroberufen leidet die Leistungsfähigkeit, etwa durch Schmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme.
Dass Rheuma ein ernst zunehmendes Risiko für die Arbeitskraft ist, zeigen auch die Zahlen: Erkrankungen des Bewegungsapparats – zu denen Rheuma zählt – machen rund 25 % aller Berufsunfähigkeitsfälle aus. Die Erwerbsquote von Menschen mit Rheuma liegt deutlich unter dem Durchschnitt, und Studien belegen, dass bis zu 30 % der Betroffenen mit rheumatoider Arthritis im erwerbsfähigen Alter nicht mehr berufstätig sind.
Je länger die Erkrankung andauert, desto schwieriger wird die Rückkehr in den Beruf – insbesondere, wenn keine geeigneten Anpassungen am Arbeitsplatz möglich sind. Die Folge: finanzielle Einbußen, reduzierte soziale Teilhabe und ein sinkendes Selbstwertgefühl.
Berufsunfähigkeit durch Rheuma ist keine Ausnahme, sondern eine häufige Realität. Deshalb ist es umso wichtiger, sich frühzeitig mit der passenden Absicherung auseinanderzusetzen – idealerweise bevor die Krankheit die eigene Arbeitskraft ernsthaft gefährdet.

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Rheuma beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit, sondern oft auch die finanzielle Stabilität. Wenn du deinen Beruf aufgrund der Erkrankung nicht mehr ausüben kannst, fällt dein Einkommen weg – und das häufig über Jahre hinweg. Besonders für Jüngere, die noch mitten im Berufsleben stehen, kann das existenzbedrohend sein.
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bietet in solchen Fällen nur einen begrenzten Schutz. Mit durchschnittlich 1.000 Euro monatlich reicht sie in der Regel nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Kosten, etwa für Medikamente, Therapien oder Hilfsmittel. Auch die private Altersvorsorge gerät durch fehlende Einzahlungen schnell ins Stocken.
Ohne Absicherung droht langfristig eine finanzielle Schieflage – bis hin zur Altersarmut. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann diese Lücke schließen. Voraussetzung ist jedoch, dass sie rechtzeitig abgeschlossen wird – am besten, bevor ernste gesundheitliche Probleme wie Rheuma auftreten.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte möglichst vor der ersten ärztlichen Abklärung von Beschwerden abgeschlossen werden. Schon Verdachtsdiagnosen oder Untersuchungen wegen Gelenkschmerzen, Steifheit oder Erschöpfung können dazu führen, dass Versicherer den Antrag ablehnen oder nur eingeschränkt annehmen. Wer sich früh – noch vor der Diagnose – absichert, hat die besten Chancen auf umfassenden BU-Schutz.
Gerade bei Rheuma ist das entscheidend: Die Erkrankung verläuft oft unbemerkt und wird erst spät erkannt – dann ist ein Abschluss meist nicht mehr möglich. Deshalb solltest du bereits bei familiärer Vorbelastung oder ersten unspezifischen Beschwerden an Absicherung denken. Je früher du handelst, desto größer ist dein finanzieller Spielraum im Ernstfall.
Die Erfahrung zeigt: Der richtige Zeitpunkt für den Abschluss entscheidet darüber, ob und in welchem Umfang du überhaupt Schutz erhältst – besonders bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma.
Der große Haken bei der Berufsunfähigkeitsversicherung: Wer bereits an Rheuma erkrankt ist, hat schlechte Karten. In der Praxis führen Anträge mit Rheuma-Diagnose oft zur Ablehnung. Das liegt an der Einschätzung der Versicherer, dass Rheuma ein überdurchschnittlich hohes Risiko für eine spätere Leistungspflicht darstellt.
Chronisch-entzündliche Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis gelten als progressiv und langfristig therapiebedürftig. Selbst in stabilen Phasen besteht jederzeit die Gefahr eines erneuten Krankheitsschubs. Zudem ist Rheuma statistisch gesehen eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit – insbesondere bei körperlich tätigen Berufsgruppen.
Aus Sicht der Versicherer bedeutet das: Wer bereits betroffen ist, hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, später Leistungen in Anspruch nehmen zu müssen. Um das Kollektiv der Versicherten – und damit die Beitragshöhe für alle – stabil zu halten, reagieren Anbieter mit Ablehnung oder harten Einschränkungen.
Ein zusätzliches Problem: Viele Versicherer fragen rheumatische Erkrankungen in ihren Gesundheitsfragen sehr offen und weitreichend ab – oft ohne zeitliche Begrenzung. Das macht es schwer, auch milde oder länger zurückliegende Verläufe außen vor zu lassen.
Wer bereits eine Diagnose erhalten hat, sollte daher nicht „auf gut Glück“ einen Antrag stellen – sondern das weitere Vorgehen strategisch planen und mögliche Alternativen in Betracht ziehen (siehe unten).
Ja, eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet grundsätzlich auch bei Rheuma – sofern die vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind. Entscheidend ist dabei nicht die konkrete Diagnose, sondern die tatsächliche Einschränkung deiner beruflichen Leistungsfähigkeit.
Als berufsunfähig giltst du, wenn du aufgrund deiner Erkrankung deinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft (mind. 6 Monate) zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kannst, greift der Versicherungsschutz – auch bei chronischen oder schubweise verlaufenden Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis.
Damit die Versicherung leistet, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Ärztliche Nachweise über die Diagnose und den Grad der Einschränkung
Eine detaillierte Beschreibung deiner bisherigen beruflichen Tätigkeit
Kein Leistungsausschluss für rheumatische oder muskuloskelettale Erkrankungen im Vertrag
Keine abstrakte Verweisung
Der große Vorteil der BU: Du musst nicht im Rollstuhl sitzen oder vollständig erwerbsunfähig sein. Auch dauerhafte Schmerzen, Erschöpfung und funktionelle Einschränkungen im Alltag können ausreichen – wenn sie in der Summe dazu führen, dass du deine beruflichen Hauptaufgaben nur noch zur Hälfte oder weniger erfüllen kannst.
Im Leistungsfall prüft der Versicherer die medizinischen Befunde sowie den tatsächlichen Tätigkeitsumfang in deinem Beruf. Wichtig ist daher, von Anfang an sauber zu dokumentieren, welche konkreten Aufgaben du übernommen hast – insbesondere, wenn es sich um eine Kombination aus körperlicher und geistiger Tätigkeit handelt.
Rheuma ist in diesem Zusammenhang aber oft eine Herausforderung in der Nachweisführung, da die Symptome stark schwanken können. Umso wichtiger ist es, den Leistungsantrag gut vorzubereiten – idealerweise mit Unterstützung durch erfahrene Berater oder Fachanwälte. So erhöhst du die Chancen, dass du im Ernstfall auch tatsächlich die Leistungen erhältst, die dir zustehen.
Wenn der Abschluss einer klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung nicht möglich ist, lohnt sich der Blick auf alternative Absicherungsmöglichkeiten. Auch wenn diese Produkte nicht den umfassenden Schutz einer BU bieten, können sie dennoch einen wichtigen Beitrag leisten, um im Krankheitsfall finanziell abgesichert zu sein.
Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeiten dauerhaft verloren gehen – beispielsweise das Greifen mit den Händen, Gehen, Sitzen oder Treppensteigen. Die genaue Leistung hängt davon ab, welche Fähigkeiten im Vertrag versichert sind.
Gerade bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die Gelenkfunktionen beeinträchtigen, kann die Grundfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zur BU sein. Wenn z. B. durch eine schwere Arthritis die Greiffunktion dauerhaft eingeschränkt ist, könnte das Leistungsauslöser sein – selbst wenn der Patient rein formal noch nicht berufsunfähig ist.
Was ist zu beachten? Auch hier gibt es eine Gesundheitsprüfung. Rheuma wird in vielen Fällen kritisch gesehen, aber nicht so pauschal abgelehnt wie bei der BU. Einzelne Anbieter sind bereit, bei stabilem oder mildem Verlauf Angebote zu machen – ggf. mit einem Zuschlag oder mit Ausschluss einzelner Fähigkeiten (z. B. „Hände“).
Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt dann, wenn du gar keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen kannst – unabhängig vom erlernten Beruf. Damit sind die Leistungsvoraussetzungen strenger als bei der BU, dafür sind die Beiträge oft günstiger und die Gesundheitsprüfung weniger streng.
Wenn du durch Rheuma so stark eingeschränkt bist, dass du weder Vollzeit noch Teilzeit arbeiten kannst – auch nicht in einem anderen Beruf – kann die EU-Versicherung leisten. Da aber viele Rheuma-Patienten noch eine eingeschränkte berufliche Tätigkeit ausüben können (z. B. halbtags im Büro), wird die Schwelle zur Leistung seltener erreicht als bei einer BU.
Je nach Verlauf kann sie auch bei bereits bestehenden rheumatischen Erkrankungen möglich sein – häufig eher als die BU. Gerade bei älteren Personen oder in Berufen, bei denen keine feine Differenzierung der Tätigkeit möglich ist, kann die EUV eine solide Notfalllösung sein.
Rheuma kann im fortgeschrittenen Verlauf zu Einschränkungen führen, die im Pflegefall enden – etwa wenn alltägliche Aufgaben wie Anziehen, Waschen oder Gehen dauerhaft Hilfe erfordern. Eine private Pflegezusatzversicherung (z.B. Pflegetagegeldversicherung) kann hier entlasten, indem sie die oft hohen Eigenanteile für stationäre oder ambulante Pflegekosten abdeckt.
Allerdings ist ein Abschluss mit einer bestehenden Rheuma-Diagnose schwierig. Viele Versicherer lehnen Anträge ab, sobald Rheuma im Antrag angegeben wird – insbesondere bei aktiver Krankheitsphase oder wenn weitere Erkrankungen hinzukommen.
Wer aufgrund seiner Erkrankung keine klassische Pflegezusatzversicherung abschließen kann, hat die Möglichkeit, auf den staatlich geförderten Pflege-Bahr auszuweichen. Dieser kommt ohne Gesundheitsfragen aus und steht grundsätzlich jeder Person offen, die noch keinen Pflegegrad beantragt hat. Die Leistungen sind zwar geringer, bieten aber zumindest eine Basisabsicherung ohne Ausschlussrisiken.
Auch wenn es zunächst nicht offensichtlich erscheint: Eine Risikolebensversicherung kann ein wichtiges Instrument zur finanziellen Absicherung sein – vor allem, wenn du Angehörige hast, die im Todesfall auf dein Einkommen angewiesen sind (z. B. Kinder, Partner oder auch bei Immobilienkredit).
Die Risikolebensversicherung zahlt eine einmalige Todesfallleistung. Sie schützt also keine Arbeitskraft, aber sichert deine Hinterbliebenen im Ernstfall finanziell ab. Das ist besonders relevant, wenn du bereits wegen Rheuma keine BU mehr bekommst – aber deine Familie absichern willst.
Rheuma ist in der Risikoprüfung weniger kritisch als bei der BU, insbesondere wenn keine Organschäden vorliegen. Bei stabilem Verlauf, ohne stationäre Behandlungen oder schwere Begleiterkrankungen, vergeben viele Versicherer noch Policen – eventuell mit einem kleinen Zuschlag.
Die Krankentagegeldversicherung springt ein, wenn du arbeitsunfähig bist und deshalb kein oder nur noch eingeschränktes Einkommen erhältst. Sie zahlt – je nach gewähltem Tarif – einen festen Tagessatz ab dem 43. Krankheitstag (bzw. bei Selbstständigen oft ab Tag 15 oder früher), um den Einkommensverlust auszugleichen.
Für Rheumatiker kann sie besonders dann sinnvoll sein, wenn durch häufige Krankheitsschübe wiederholt längere AU-Phasen entstehen – also noch bevor es zu einer dauerhaften Berufsunfähigkeit kommt.
Wichtig zu wissen: Die Leistung endet, sobald die Arbeitsunfähigkeit in eine dauerhafte Berufsunfähigkeit übergeht– ab diesem Punkt würde nur noch eine BU-Versicherung leisten. Daher ersetzt das Krankentagegeld die BU nicht, sondern kann sie ergänzen.
Die Annahmechancen bei Rheuma sind jedoch nicht unbedingt leichter als bei der BU – die Gesundheitsfragen sind nämlich oft noch umfassender. Also wäre es auch hier wichtig möglichst frühzeitig vorzusorgen.
Wenn du aber bereits Rheuma hast, können sich Krankentagegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen eignen, wie z.B. von der AXA.
Eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Menschen mit einer bestehenden Rheuma-Diagnose leider in den meisten Fällen nicht mehr abschließbar. Der Grund: Rheuma gilt aus Sicht der Versicherer als chronisch-progrediente Erkrankung mit hohem Risiko für Leistungsausfälle.
Doch auch wenn die BU keine Option mehr ist, bist du nicht schutzlos. Mit Produkten wie der Grundfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits-,Pflegezusatz- oder auch einer Risikolebensversicherung lassen sich wichtige finanzielle Risiken dennoch absichern – angepasst an deine individuelle Lebenssituation und den Verlauf deiner Erkrankung.
Wir unterstützen dich gerne dabei, die richtige Lösung für deine persönliche Situation zu finden. Durch unsere Erfahrung mit Vorerkrankungen und unsere enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Versicherern prüfen wir für dich diskret, welche Absicherungswege in deinem Fall sinnvoll und realistisch sind.
Sprich uns an – gemeinsam finden wir eine Absicherung, die zu dir passt.

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Wenn du die BU bereits hast und später Rheuma diagnostiziert wird, bist du abgesichert – vorausgesetzt, du hast die Gesundheitsfragen beim Abschluss vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet. Du musst die Erkrankung dann auch nicht nachmelden.
Ja. Schon andauernde Beschwerden oder ärztliche Abklärungen – auch ohne eindeutige Diagnose – müssen bei der Antragstellung angegeben werden. Deshalb ist es wichtig, deine Patientenakte genau zu prüfen, bevor du Gesundheitsfragen beantwortest.
Bitte deinen Arzt um eine aktuelle Übersicht deiner Diagnosen, Behandlungen und ärztlichen Vermerke. Auch ein Auszug der Krankenkasse oder der kassenärztlichen Vereinigung kann helfen, um nichts zu vergessen, denn Ungenauigkeiten können im Leistungsfall zum Problem werden.
Von einer Kündigung deiner BU raten wir in diesem Fall dringend ab! Die Chancen eine neue BU mit Rheuma abschließen zu können sind sehr gering. Hat dein bestehender Vertrag Lücken oder ist er zu teuer geworden? Dann beraten wir dich gerne zu deinen Möglichkeiten.
Neben einer BU kommen auch die Grundfähigkeitsversicherung, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Krankentagegeld oder Pflegeversicherungen infrage – je nach Verlauf und individuellem Bedarf. Sie alle können wichtige Lücken im Schutz schließen.
Ja, zum Beispiel über Versorgungswerke, berufsständische Gruppenverträge, Arbeitgeber oder im Rahmen von BU-Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen. Hier werden oft nur wenige Fragen gestellt oder es gibt pauschale Vereinfachungen. Diese Angebote sind aber oft zeitlich oder berufsbezogen begrenzt. Rheuma wird hier allerdings auch oft abgefragt.
Wir beraten dich gerne, ob eine solche Möglichkeit für dich infrage kommt.
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