BU-Versicherung für Zahnärzte – Dein umfassender Ratgeber

    •  BU für Zahnärzte: Jetzt vorsorgen
    •  Tarife für Zahnärzte im Vergleich 2025
    •  Clever absichern: 2-Vertrags-Strategie
Autor: Maximilian Waizmann - Experte Zahnzusatzversicherung

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

Update: aktualisiert 01.07.2026

Als Zahnarzt oder Zahnärztin trägst du viel Verantwortung. Deine Arbeitskraft ist deine wirtschaftliche Grundlage. Doch was, wenn du durch Krankheit oder Unfall deinen Beruf nicht mehr wie gewohnt ausüben kannst? Genau hier setzt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) an. Sie sichert dein Einkommen ab – und damit deine Existenz.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum eine BU für Zahnärzte unverzichtbar ist, welche Besonderheiten du kennen musst und welche Tarife sich besonders lohnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • BU für Zahnärzte besonders wichtig: Feinmotorik, Sehvermögen, Konzentration & körperliche Belastbarkeit sind zentrale Voraussetzungen für die tägliche Arbeit
  • Versorgungswerk reicht meist nicht aus: Leistungen gibt es häufig erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit – teilweise mit Rückgabe der Approbation und deutlich strengeren Voraussetzungen als in der privaten BU
  • Private BU leistet früher: Gute Tarife zahlen bereits ab 50 % Berufsunfähigkeit, orientieren sich an deiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit und verzichten auf die abstrakte Verweisung
  • Früher Abschluss lohnt sich: Im Studium oder zu Beginn der Assistenzzeit sind Beiträge meist günstiger und die Gesundheitsprüfung oft leichter zu bestehen
  • Infektionsklausel ist entscheidend: Für Zahnärzte sollte der Tarif auch bei einem behördlichen Tätigkeitsverbot leisten – idealerweise auch bei teilweisem Tätigkeitsverbot
  • Praxisinhaber brauchen starke Bedingungen: Selbstständige Zahnärzte sollten besonders auf den Verzicht der Umorganisationsklausel und klare Regelungen zur Praxisstruktur achten
  • BU-Rente ausreichend hoch wählen: Aufgrund des später oft hohen Einkommens sind 4.000–5.000 € Monatsrente häufig sinnvoll – bei Bedarf auch über eine Zwei-Vertrags-Lösung
  • Tarifvergleich statt Standardlösung: Beiträge, Infektionsschutz, Nachversicherung, AU-Klausel, Dynamik und Umorganisationsregelungen unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich

Ist eine BU für Zahnärzte sinnvoll?

Ja, definitiv! Als Zahnarzt bist du auf deine händische Feinmotorik, dein Sehvermögen und deine Konzentrationsfähigkeit angewiesen. Fällt eines davon weg, bist du womöglich nicht mehr in der Lage, Patienten zu behandeln – und verlierst damit deine wirtschaftliche Basis.

💡 Beispielrechnung

Ein angestellter Zahnarzt mit 6.000 € Bruttoeinkommen verliert durch Berufsunfähigkeit schnell 3.600–4.000 € monatliches Einkommen. Ohne BU-Versicherung muss er auf Ersparnisse oder Angehörige zurückgreifen.

Warum reicht das Versorgungswerk allein nicht aus?

Das Versorgungswerk zahlt erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit. Voraussetzung ist meist die Rückgabe der Approbation. Teilweise Einschränkungen reichen nicht aus. Zudem ist die Rente gedeckelt und nicht inflationsgeschützt.

Nur 0,4–0,8 % der Mitglieder erhalten überhaupt Leistungen. Für dich bedeutet das: Selbst bei erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen gehst du leer aus, wenn du theoretisch noch gutachterlich oder beratend tätig sein könntest.

Im Gegensatz dazu zahlt eine private BU bereits ab 50 % Berufsunfähigkeit – ganz ohne Approbationsverzicht – und bietet eine flexible Absicherung, die sich an deiner Lebens- und Einkommenssituation orientiert.

Wichtig

Auch Verbraucherzentralen und öffentlich-rechtliche Verbrauchermagazine wie der NDR empfehlen daher ausdrücklich den Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Verweise auf Verbraucherschützer

Verbraucherzentrale: Berufsunfähigkeitsversicherung

NDR: Versicherungen - Welche braucht man, welche nicht?

Ab wann gilt man als berufsunfähig?

Du bist berufsunfähig, wenn du deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu 50 % oder mehr nicht mehr ausüben kannst – z. B. durch Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall. Entscheidend ist dabei deine konkrete Tätigkeit im gesunden Zustand – also z. B. als praktizierender Zahnarzt mit operativer Behandlung und Patientenversorgung.

Beispiel: Ein Zahnarzt entwickelt durch einen Nervenschaden in der rechten Hand ein dauerhaftes Zittern (Tremor). Obwohl er körperlich grundsätzlich noch arbeiten könnte, ist eine präzise Behandlung am Patienten nicht mehr möglich. Eine BU-Police mit Verzicht auf abstrakte Verweisung zahlt in diesem Fall – unabhängig davon, ob er theoretisch als Gutachter tätig sein könnte.

Wann ist man berufsunfähig?
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Versorgungswerk vs. private BU

In der folgenden Tabelle siehst du die wichtigsten Unterschiede zwischen einer BU-Rente vom Versorgungswerk und einer privaten BU-Absicherung. Dadurch wird schnell klar, dass eine private BU eine sinnvolle Wahl ist.

 

Versorgungswerk

private BU

Leistungsvoraussetzungen

❌ 100% (vollständige Berufsaufgabe & Rückgabe der Approbation)

​  50%

Wartezeit

❌ bis zu 5 Jahre

​  keine

BU-Rentenhöhe garantiert

❌ Nein, durchschnittlich 2.000 € (abhängig vom Einkommen/gezahlten Beiträgen)

​  ja, frei wählbar

Prognosezeitraum

❌ je nach Versorgungswerk 6-36 Monate dauerhafte BU erforderlich

​  6 Monate

„abstrakte Verweisung“ auf andere Tätigkeiten

❌ ja, innerhalb ärztlicher Tätigkeiten

​  i.d.R. vertraglich ausgeschlossen

Weitere Berufstätigkeit möglich

❌ nein (Rückgabe Approbation/Zulassung)

​  ja (bis 80% Einkommen)

Risiko- und Gesundheitsfragen

​  nein

❌ ja

Beitrag

​  in den Beiträgen für das Versorgungswerk enthalten

❌ je nach Absicherung & Eintrittsalter (je früher, desto günstiger)

Befristung BU-Rente

❌ möglich

​  bei „guten“ Tarifen ausgeschlossen

medizinische Mitwirkungspflichten

❌ zumutbare Handlungen oder Reha

​  nur gefahrlose Maßnahmen mit sicherer Erfolgsaussicht ohne Schmerzen, keine OP

Infektionsklausel

❌ nein (keine BU-Rente bei Tätigkeitsverbot)

​  ja

Versteuerung

❌ Ertragsanteilbesteuerung – jährlich steigend bis auf 100% im Jahr 2058

❌ Ertragsanteilbesteuerung – jährlich steigend bis auf 100% im Jahr 2058

verbindliche Regelungen

❌ nein, Satzung kann jederzeit geändert werden

​  ja, Vertrag ist für die gesamte Laufzeit verbindlich

Ist eine BU-Versicherung schon im Zahnmedizinstudium sinnvoll?

Ja, denn gerade während des Zahnmedizinstudiums kannst du dir besonders günstige Beiträge und einen einfachen Zugang sichern.

Vorteile eines frühen Abschlusses:

  • Du bist meist gesund und bekommst Top-Konditionen

  • Erste Diagnosen (z. B. Rücken, Stress) führen später zu Zuschlägen oder Ausschlüssen

  • Viele Anbieter bieten dir Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen

Wenn du mehr zu diesem Thema wissen möchtest: Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen

 

Starter-Tarife für Zahnmedizin-Studenten: Einige Versicherer bieten eine sogenannte Starter-BU oder Einsteiger-Tarife:

  • Günstige Beiträge für 5 Jahre

  • Danach automatische Umstellung auf volle Absicherung

  • Teilweise ohne erneute Gesundheitsprüfung

🔎 Tipp: Wenn du dir den vollen Schutz heute schon leisten kannst, wähle direkt einen vollwertigen Tarif. So sparst du dir spätere Unsicherheiten und bürokratische Umstellungen.

Zahnarztpraxis, Angestellter oder selbstständig?

Selbstständige Zahnärzte sollten besonders auf eine gute Umorganisationsklausel achten. Andernfalls kann die Versicherung verlangen, dass du deine Praxis umstrukturierst, anstatt BU-Leistungen zu zahlen – etwa durch Delegation an Mitarbeiter oder Änderung der Praxisorganisation.

Angestellte Zahnärzte sind zwar weniger von der Umorganisation betroffen, doch auch sie sollten auf gute Regelungen zu Teilzeit oder Spezialisierung achten. Denn eine abstrakte Verweisung auf theoretisch andere Tätigkeiten ist nicht immer ausgeschlossen.

Risiken und BU-Ursachen in der Zahnmedizin

Auch wenn sich die Hauptursachen für Berufsunfähigkeit bei Zahnärzten nicht grundlegend von anderen akademischen Berufen unterscheiden, gibt es deutliche Unterschiede in der Gewichtung: Orthopädische Beschwerden und psychische Erkrankungen treten durch die besonderen Anforderungen des Praxisalltags häufiger auf. Infektionen mit Tätigkeitsverbot sind ein zahnärztespezifischer Risikofaktor.

Häufige BU-Ursachen bei Zahnärzten:

  • Orthopädische Beschwerden (z. B. Bandscheiben, Schultern, Nacken)

  • Psychische Erkrankungen (Burn-out, Depression)

  • Infektionskrankheiten, die zu einem behördlichen Tätigkeitsverbot führen

Eine gute Infektionsklausel kann hier entscheidend sein: Ohne sie zahlt die BU nicht, wenn du zwar gesund bist, aber dennoch nicht arbeiten darfst (z. B. bei Hepatitis oder HIV).

🦷 Tipp: Achte auf eine Klausel, die auch bei bloßem Tätigkeitsverbot greift – nicht erst bei schwerer Symptomatik.

Was kostet eine BU für Zahnärzte?

Die Kosten für eine BU-Versicherung hängen von verschiedenen Faktoren, wie deinem Alter beim Abschluss, deinem Gesundheitszustand, der gewünschten BU-Rente sowie dem gewählten Tarif, ab. Als Zahnarzt profitierst du aufgrund deines akademischen Berufsbildes meist von günstigen Risikoklassen.

💡 Faustregel

Für je 500 € BU-Rente zahlst du etwa 17–22 € monatlich (netto), wenn du unter 30 Jahre alt bist und keine Vorerkrankungen hast.

Folgende Tabelle zeigt, wie unterschiedlich die Kosten je nach Anbieter ausfallen können (Annahme: Zahnarzt, 28 Jahre. Alle Tarife beinhalten eine Beitragsdynamik von 3 %, eine AU-Klausel und laufen bis zum 67. Lebensjahr):

Anbieter BU-Rente Nettobeitrag (mtl.) Bruttobeitrag (mtl.)
Helvetia Baloise 2.500 € ca. 63 € ca. 80 €
LV 1871 2.500 € ca. 57 € ca. 85 €
Hannoversche 2.500 € ca. 92 € ca. 115 €
Allianz 2.500 € ca. 105 € ca. 130 €
Volkswohl Bund 2.500 € ca. 75 € ca. 105 €
Alte Leipziger 2.500 € ca. 68 € ca. 95 €
Nürnberger 2.500 € ca. 71 € ca. 98 €

*Hinweis: Die tatsächlichen Beiträge können je nach Gesundheitszustand, Hobbys, Tarifgestaltung und weiteren individuellen Faktoren abweichen.

Diese Aufstellung zeigt: Je nach Anbieter und Tarifgestaltung variiert der Beitrag bei gleicher Rentenhöhe erheblich.

Ein Grund für die Preisunterschiede: Während Anbieter wie LV 1871 BU und Baloise BU besonders schlank kalkulieren und sich gezielt an akademische Zielgruppen richten, setzen Allianz BU und Hannoversche BU auf umfangreichere Leistungspakete, längere AU-Leistungszeiträume und eine konservativere Kalkulation mit größeren Sicherheitsmargen. Das führt zu höheren Beiträgen – bietet dafür aber auch ein besonders stabiles Leistungsversprechen.

Was beeinflusst die Beitragshöhe deiner BU-Versicherung?

  • Alter bei Abschluss: Je jünger du bist, desto günstiger sind die Beiträge
  • Gesundheitszustand: Eine BU mit Vorerkrankungen oder anderen Risikofaktoren ist oft teurer
  • Berufliche Tätigkeit: Selbstständige zahlen oft mehr, bei Zahnärzten jedoch meist günstige Risikoeinstufung
  • BU-Rentenhöhe: Je höher die gewählte Absicherung, desto höher der Beitrag
  • Laufzeit: Absicherung bis 67 Jahre ist teurer als eine BU nur bis 60
  • Tarifmerkmale: AU-Klausel, Dynamiken, Infektionsschutz etc. erhöhen die Beitragshöhe, aber auch den Leistungsumfang

Worauf du bei deinem Tarif achten solltest

Damit dein Tarif im Leistungsfall wirklich stark ist, solltest du bereits bei Vertragsabschluss auf folgende Punkte achten:

Früh starten lohnt sich: Je jünger und gesünder du beim Abschluss bist, desto günstiger die Beiträge und höher die Annahmechance.

Vergleich: Die besten BU-Tarife für Zahnärzte (Stand: 07/2026)

Welche Tarife für Zahnärzte wirklich geeignet sind, hängt nicht nur vom Beitrag ab. Entscheidend sind vor allem eine saubere Infektionsklausel, gute Nachversicherungsmöglichkeiten, faire Regelungen bei Praxisgründung oder Selbstständigkeit und eine realistische Annahmepolitik bei Gesundheitsfragen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, welche BU Anbieter für Zahnärztinnen und Zahnärzte fachlich und vertraglich am besten passen.

Gesellschaft Infektionsklausel Umorganisation Nachversicherungsfrist Aktion mit vereinfachten Gesundheitsfragen Besondere Merkmale
Alte Leipziger Teil- & Voll-Leistung ja (ab 3 MA) unbegrenzt ja Bonus für junge Mediziner
HDI Erweiterter Erregerkatalog ja (ab 3 MA) bis 5 Jahre ja Online-Tarifrechner für Ärzte
Condor nur Voll-Verbot ja (ab 10 MA) 3 Jahre nein Hohe Transparenz bei Gesundheitsfragen
LV 1871 inkl. MRSA, COVID-19 ja (ab 5 MA) unbegrenzt ja Flexible Tarifvarianten
Helvetia Baloise Teil-Verbot, max. 6 Monate ja (ab 10 MA) 2 Jahre nein Option auf Pflege-BU-Zusatz
Allianz nur bei vollständigem Tätigkeitsverbot ja (ab 10 MA) 2 Jahre ja Starke Dynamik, guter Kundenservice, eingeschränkte Infektionsdeckung
Nürnberger inkl. COVID-19, Teil-Verbot, min. 6 Monate ja (ab 10 MA) unbegrenzt ja Günstige Beiträge bei jungem Einstieg, starke Erhöhungsmöglichkeiten
Swiss Life auch bei Teil-Verbot ja (ab 5 MA) 5 Jahre nein Stabile Überschüsse, kundenfreundliche Leistungsprüfung
Continentale Voll-Leistung bei behördlichem Verbot ja (ab 3 MA) 3 Jahre nein Gute Leistungen bei Arztberufen, modernes Antragsverfahren

*Hinweis: MA = Mitarbeiteranzahl für Umorganisationsverzicht.

Die Zwei-Vertrags-Lösung für Zahnmediziner

Eine zweite Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen ist eine clevere Strategie für gutverdienende Zahnärzte. Damit kannst du deine Berufsunfähigkeitsrente höher ansetzen, ohne dass die Gesundheitsprüfung übermäßig strenger wird. Statt einer großen Einzelpolice nutzt du zwei kleinere Verträge, um dein Risiko und deine Beitragslast optimal zu verteilen.

Warum zwei Verträge?

  • Geringere Gesundheitsfragen: Versicherer stellen bei kleineren BU-Renten oft weniger detaillierte Gesundheitsfragen.

  • Risikostreuung: Probleme bei einer Gesellschaft betreffen nur einen Teil deiner Absicherung.

  • Doppelte Nachversicherung: Du kannst beide Policen unabhängig anpassen, wenn sich dein Leben ändert (z. B. Praxisgründung, Einkommenserhöhung).

So setzt du die Zwei-Vertrags-Lösung um

  1. Bedarf ermitteln: Berechne deine gewünschte Gesamtrente, z. B. 5.000 € monatlich.

  2. Aufteilung wählen: Teile den Gesamtbetrag auf zwei Policen auf – z. B. 2 × 2.500 €.

  3. Gesellschaften auswählen: Wähle zwei unterschiedliche Anbieter, z. B. LV 1871 und Baloise.

  4. Gesundheitsprüfung durchführen: Jeder Vertrag durchläuft eine eigene Risikoprüfung – oft weniger streng als bei einer großen Einzelabsicherung.

  5. Beitrag vergleichen:

    • Vertrag A (z.B. LV 1871, 2.500 €): 57 €

    • Vertrag B (z.B. Baloise, 2.500 €): 63 €

    • Gesamt: 120 € statt z. B. 140–150 € bei einer Einzelpolice

  1. Zukünftige Anpassung: Nutze bei Lebensereignissen zweimal die Nachversicherungsgarantie, um beide Verträge separat zu erhöhen – ganz ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Praxisbeispiel: Dr. M., Zahnarzt mit eigener Praxis, entschied sich für zwei BU-Verträge bei LV 1871 und Baloise. Er profitierte nicht nur von einfacheren Gesundheitsfragen, sondern spart durch die Aufteilung rund 20 % Beitrag – bei gleicher Gesamtrente.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte im Test

Der Markt bietet einige Versicherer, die Ihre Berufsunfähigkeitsversicherungen speziell auf die Bedürfnisse von Ärzten ausgerichtet haben.

In einer Studie aus dem Jahr 2020 hat das Deutsche Finanz-Service Institut (kurz DFSI) die Berufsunfähigkeits-Policen an Hand von rund 60 Leistungsmerkmalen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) analysiert.  

Dabei wurden die BU-Tarife in fünf Berufsgruppen mit insgesamt 10 Berufsbildern, darunter auch für Allgemeinmediziner, unterschieden. Auch wenn für Zahnärzte keine gesonderten Bewertungen vorliegen, hat dies keinen Einfluss auf die Empfehlung dieser Gesellschaften.

Neben Preis-Leistung, das mit 50% die höchste Gewichtung hatte, wurde auch die Unternehmensqualität (20%), die Flexibilität (20%) und die Transparenz, sowie der Service (10%) der Versicherer bewertet.

Hier ein kleiner Auszug der besten BU-Tarife für Ärzte und Zahnärzte:

Gesellschaft

Tarif

Gesamtbewertung

PremiumBU (PBU)

Hervorragend

EGO Top

Hervorragend

SecurAL (BV10)

Sehr gut

SBU (OBUU)

Sehr gut

GoldenBU (SBU)

Sehr gut

SBU2910DP

Sehr gut

SBU (OBUU)

Sehr gut

Den vollständigen Test findest du hier:  DFSI

Das dir wohl bekannteste Test-Institut "Stiftung Warentest" hat im Jahr 2021 zwar ebenfalls BU-Tarife getestet. Allerdings war dieser Test nicht speziell auf die medizinischen Berufe ausgelegt.   

Wir empfehlen dir daher trotzdem einen individuellen Tarifvergleich, der auf deine speziellen Bedürfnisse angepasst ist.   

Steuerliche Behandlung der BU für Zahnärzte

Die Beiträge zur BU-Versicherung zählen zu den Vorsorgeaufwendungen und sind grundsätzlich steuerlich absetzbar – allerdings nur bis zu bestimmten Höchstgrenzen.

Selbstständige Zahnärzte können bis zu 2.800 € geltend machen, Angestellte bis zu 1.900 €. Da diese Höchstbeträge oft schon durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft sind, ist die steuerliche Wirkung in der Praxis jedoch begrenzt.

💡 Achtung: Im Leistungsfall ist die BU-Rente mit dem Ertragsanteil zu versteuern. Je nach Alter bei Rentenbeginn beträgt dieser z. B. bei 40 Jahren ca. 29 %.

Weitere Details findest du in unserem Ratgeber zur BU und Steuer

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Helden-Fazit: BU für Zahnärzte ist Pflicht!

Ob angestellt oder selbstständig – als Zahnarzt solltest du dich frühzeitig absichern. Dein Beruf ist zu spezifisch und zu sensibel, um ohne Einkommensschutz dazustehen. Eine leistungsstarke BU-Police sichert dich gegen psychische Erkrankungen, orthopädische Beschwerden und Infektionsrisiken ab – und hilft dir, deine Praxis, dein Einkommen und deinen Lebensstandard zu erhalten.

Darüber hinaus lohnt sich der frühe Einstieg doppelt: Du sicherst dir günstige Gesundheitskonditionen und reduzierst dein finanzielles Risiko – gerade bei später hohen Einkommen.

Nutze jetzt den Tarifvergleich auf my-finanzheld.de oder lass dich unverbindlich beraten, damit du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst: deine Patienten.

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FAQ zur BU-Versicherung für Zahnärzte

Wann sollte ich als Zahnarzt eine BU abschließen?

Am besten bereits während des Studiums oder direkt zu Beginn der Assistenzzeit. So sicherst du dir günstige Gesundheitskonditionen.

Was leistet die Infektionsklausel konkret?

Sie zahlt, wenn du aufgrund einer meldepflichtigen Krankheit ein behördliches Berufsverbot erhältst, selbst wenn du keine Symptome hast.

Was bedeutet der Verzicht auf Umorganisation?

Du musst deine Praxis nicht umstrukturieren (z. B. durch Personalverlagerung), um weiterhin zu arbeiten. Stattdessen erhältst du die BU-Rente.

Wie hoch sollte meine BU-Rente sein?

60–80 % deines Nettoeinkommens sind sinnvoll. Als Zahnarzt mit später hohem Verdienst solltest du 4.000–5.000 € absichern.

Was kostet eine gute BU für Zahnärzte?

Je nach Tarif ab etwa 85 € netto für 2.500 € Rente monatlich bei Eintritt mit 28 Jahren.

Greift die BU auch im Ausland?

Gute Tarife bieten weltweiten Schutz. Prüfe jedoch die Vertragsdetails (z. B. Aufenthaltsdauer, Leistungsbedingungen).

Was bringt mir die Zwei-Vertrags-Lösung?

Mehr Flexibilität, doppelte Nachversicherung, unabhängige Prüfung im Leistungsfall – besonders bei später steigenden Einkommenszielen sinnvoll.

Wann lohnt sich die 2‑Vertrags-Lösung?

Ab einem Absicherungsbedarf über 3.500 € Monatsrente, um höhere Summen ohne zusätzliche Prüfungen zu sichern.

Was passiert, wenn ich als Zahnarzt psychisch erkranke?

Psychische Erkrankungen wie Burn-out sind eine der häufigsten BU-Ursachen. Gute Tarife leisten, sobald du deine Tätigkeit zu 50 % oder mehr nicht mehr ausüben kannst – auch bei psychischen Diagnosen.

Welche Nachweise braucht man für die BU-Leistung?

Du benötigst in der Regel ein ärztliches Gutachten, das deine voraussichtlich mindestens sechsmonatige Berufsunfähigkeit bescheinigt. Bei einer AU-Klausel reicht oft eine längere Krankschreibung (z. B. 4+2-Regel).

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