Was kostet eine BU-Versicherung?
- BU-Kosten im Überblick: Preise & Tabelle
- Was den Beitrag treibt: Beruf, Gesundheit, Risiko
- So bleibt’s bezahlbar: planen, sparen, später erhöhen
Update: aktualisiert 12.06.2026
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) lassen sich nicht mit einem einzigen „Durchschnittspreis“ beantworten – dafür ist die BU zu individuell. Aber: Wenn du die wichtigsten Preisfaktoren kennst und Angebote richtig vergleichst, wird das Thema schnell greifbar.
In diesem Ratgeber ordnen wir die BU-Kosten systematisch ein: Wir zeigen typische Beitragsspannen und Beispiele, erklären, wie sich der Preis zusammensetzt, welche Faktoren ihn am stärksten beeinflussen und an welchen Stellschrauben du sinnvoll drehen kannst (und an welchen besser nicht).
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Kosten bei ca. 50 bis 150 € pro Monat: Als grobe Orientierung – je nach Alter, Beruf, Gesundheit und gewünschter BU-Rente
Beruf + Anteil körperlicher Tätigkeit entscheidend: Bürojobs & akademische Tätigkeiten sind häufig deutlich günstiger als körperliche Berufe
Gesundheit maßgeblich über Annahme: Entscheidet über Normalbeitrag, Risikozuschlag, Ausschluss oder Ablehnung – saubere, vollständige Angaben sind entscheidend
Vergleiche Brutto- und Nettobeitrag: Beim Nettobeitrag sind Überschüsse eingerechnet; der Beitrag kann sich bis zum Brutto entwickeln
Beitrags- und Leistungsdynamik wichtig: Sinnvolle Bausteine, weil sie die Kaufkraft deiner BU-Rente gegen Inflation stabilisieren
Wenn das Budget knapp ist: Häufig ist es besser früh bezahlbar zu starten und später über Nachversicherung/Dynamik zu erhöhen, statt zu warten
Eine grobe Spanne hilft fürs Bauchgefühl – sie ersetzt aber keine echte Kalkulation!
Aus unserer Beratung sehen wir aber sehr klar: Bei 1.500 € BU-Rente bis 67 liegen viele Büro- und Akademikerprofile häufig in einem gut kalkulierbaren Korridor von ca. 45 bis 80 € netto pro Monat – oft sogar im „Kernbereich“ um 50 bis 70 €.
Bei schweren körperlichen Tätigkeiten wird es dagegen oftmals dreistellig. Nehmen wir als Beispiel einen 30-jährigen Fliesenleger: Bei einer BU-Rente von 1.500 € und einer Laufzeit bis 67 Jahren liegt der Beitrag bei ca. 219 € monatlich (Zahlbeitrag) – und das ist genau die Liga, in der viele körperlich belastende Berufe typischerweise landen können.
Entscheidend ist dabei weniger „der Durchschnitt“, sondern wie günstig du dich heute noch einstufen lassen kannst – und ob du dir die BU sicherst, bevor Alter und neue Einträge in der Gesundheitsakte die Konditionen spürbar verschlechtern.
Wenn bei deinem Kind schon absehbar ist, dass der Weg später eher in einen körperlich anspruchsvollen Beruf führt (z. B. Handwerk, Pflege, Gastronomie), kann es sinnvoll sein, die BU frühzeitig zu sichern – idealerweise noch vor dem Schulabschluss.
BU-Beiträge schwanken in der Praxis so stark, weil Versicherer immer dein individuelles Risiko berücksichtigen. Dabei orientieren sie sich an verschiedenen Risikofaktoren: deinem Beruf (inkl. körperlichem Anteil), deiner Gesundheit, deinem Raucherstatus und Freizeitrisiken. Gerade Rauchen und bestimmte Hobbys sind typische „Preis-Treiber“, da sie das statistische Risiko für Krankheiten oder Unfälle deutlich erhöhen können.
Damit du ein Gefühl bekommst, was das konkret bedeutet, hier eine vereinfachte Beispielrechnung (so in etwa wirkt ein Risikozuschlag in der Praxis – je nach Versicherer kann die Berechnung im Detail abweichen):
Beispiel „Raucherzuschlag“: Ausgangsbeitrag 60 € pro Monat
Raucherzuschlag +10 % → 66 € (+6 €)
Raucherzuschlag +20 % → 72 € (+12 €)
Raucherzuschlag +30 % → 78 € (+18 €)
Beispiel „Sportliches Risiko“: Ausgangsbeitrag 70 € pro Monat
+25 % (z. B. erhöhtes Verletzungsrisiko ohne Wettkämpfe) → 87,50 € (+17,50 €)
+50 % (z. B. deutlich erhöhtes Risiko / Wettbewerbe) → 105 € (+35 €)
+100 % (sehr hohes Risiko) → 140 € (+70 €)
Wichtig: Bei manchen Aktivitäten entscheidet der Versicherer nicht über einen Zuschlag, sondern über einen Ausschluss (das Hobby ist dann nicht mitversichert) – oder lehnt den Antrag ab.
Genau deshalb arbeiten wir in solchen Fällen häufig mit einer anonymen Risikovoranfrage: Wir stellen dein Profil (Sportart, Häufigkeit, Niveau, Sicherheitsstandards, plus Beruf und Gesundheit) ohne Namensnennung bei ausgewählten Versicherern vor und prüfen, zu welchen Konditionen eine Annahme möglich ist.
Das ist in der Praxis oft der sauberste Weg, um unnötige Ablehnungen zu vermeiden und direkt bei den passenden Anbietern zu landen.

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Damit du ein schnelles Gefühl für die BU-Kosten nach Zielgruppe bekommst, haben wir die durchschnittlichen Monatsbeiträge aus unseren Beispielrechnungen auf zwei Standard-Absicherungen heruntergebrochen: 1.000 € und 1.500 € BU-Rente, jeweils mit Laufzeit bis 67. Die Werte sind gerundet und dienen als Orientierung. Dein tatsächlicher Beitrag hängt immer von Berufsausprägung, Gesundheit, Rauchstatus und Hobbys ab.
| Zielgruppe | Ø Beitrag/Monat bei 1.000 € BU-Rente (bis 67) | Ø Beitrag/Monat bei 1.500 € BU-Rente (bis 67) |
|---|---|---|
| Schüler | ca. 45 € | ca. 65 € |
| Studenten | ca. 30 € | ca. 45 € |
| Azubis | ca. 60 € | ca. 90 € |
| Angestellte & Akademiker | ca. 45 € | ca. 65 € |
| Handwerker | ca. 70 € | ca. 105 € |
| Beamte | ca. 45 € | ca. 70 € |
| Selbstständige | ca. 45 € | ca. 60 € |
Alle Werte sind Orientierungen auf Basis des Zahlbeitrags (netto); je nach Überschüssen kann der Beitrag bis zum Bruttobeitrag steigen. Außerdem beeinflussen Berufsausprägung, Gesundheit, Raucherstatus und Hobbys den Preis teils deutlich.
Jede BU hat zwei Beiträge:
Nettobeitrag (Zahlbeitrag): Das zahlst du heute, weil Überschüsse bereits verrechnet werden.
Bruttobeitrag (Tarifbeitrag): Das ist die Beitrags-Obergrenze, bis zu der der Beitrag steigen kann, wenn Überschüsse sinken.
Praktisch bedeutet das: Zwei Angebote können heute gleich teuer wirken, aber langfristig unterschiedlich „robust“ sein, wenn der Abstand zum Bruttobeitrag groß ist. Auch Kalkulationsgrundlagen wie der Garantiezins spielen dabei eine Rolle.
Wenn du verstehen willst, worauf du beim Vergleich achten solltest (und warum „nur nach Netto“ oft zu kurz greift), erklären wir das hier ausführlich: Brutto- vs. Nettobeitrag in der BU
Folgende Faustregel gilt: Decke etwa 60–80 % deines letzten Nettoeinkommens ab, um nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen deinen gewohnten Lebensstandard zu sichern. Zudem benötigst du einen finanziellen Puffer für unerwartete Ausgaben wie Heilmittel, Haushaltshilfen oder Therapiekosten, die nicht vollständig von der Krankenkasse übernommen werden.
Rechenbeispiel:
Nettoeinkommen 3.000 € → empfohlene BU-Rente 1.800 €–2.400 €
1.800 € (60 %) deckt Grundbedarf ab
2.400 € (80 %) ermöglicht komfortablere Absicherung inkl. Puffer
Tipp: Ein aktives Familienleben, laufende Kredite oder private Zusatzversicherungen erhöhen deinen Bedarf. In solchen Fällen tendiere eher zur oberen Spanne von 80 %.
Indem du deine individuelle Netto-Bedarfsrechnung aufstellst und dabei fixe Kosten (Miete, Kredite) sowie variable Ausgaben (Freizeit, Familie) berücksichtigst, findest du die optimale Rentenhöhe, die sowohl bezahlbar als auch bedarfsgerecht ist.
Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber: Berufsunfähigkeitsversicherung - in welcher Höhe abschließen?
Bausteine erhöhen deinen Schutz in kritischen Situationen. Sie kosten zwar mehr, können dir im Leistungsfall aber entscheidende Vorteile verschaffen. Sinnvolle Optionen können sein:
Allerdings kann eine Basis-Variante ohne alle Zusatzbausteine günstiger sein, sollte dein Budget dies erfordern.
Dynamiken sind kein „Nice-to-have-Marketing“, sondern ein wichtiger Bestandteil langfristiger BU-Planung – vor allem, weil Lebenshaltungskosten und Einkommen über die Jahre typischerweise steigen.
Die Beitragsdynamik in der BU erhöht deine versicherte Rente in regelmäßigen Abständen (oft jährlich um einen festen Prozentsatz) – und dein Beitrag steigt entsprechend mit. Ziel: Kaufkraft erhalten und die Rente automatisch mitwachsen lassen, ohne dass du jedes Jahr aktiv nachsteuern musst.
Wichtig in der Praxis: Du kannst einer Erhöhung grundsätzlich widersprechen. Aber bei vielen Tarifen gilt: Wenn du die Dynamik zu oft hintereinander nicht annimmst (z. B. 3× in Folge), kann das Dynamikrecht entfallen oder es gelten Zusatzregeln. Das ist je nach Versicherer/Tarif unterschiedlich geregelt.
Unser Tipp ist daher schlicht: Dynamik nicht „dauerhaft wegklicken“, sondern bewusst steuern – und im Zweifel in die Bedingungen schauen.
Die Leistungsdynamik erhöht deine BU-Rente während du bereits BU-Rente bekommst. Das ist Inflationsschutz im Leistungsbezug: Wenn du länger berufsunfähig bist, soll die Rente nicht real schrumpfen.

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Wenn du den Beitrag deiner BU senken oder bezahlbar gestalten willst, hast du mehrere Optionen. Aber Vorsicht: Entscheidend ist, wo du ansetzt. Manche Stellschrauben sind unkritisch, andere machen den Vertrag im Ernstfall schwächer oder verhindern später, dass du deinen Schutz sinnvoll ausbauen kannst.
Früh starten und bezahlbar einsteigen: Gerade bei jungen Leuten ist der Einstieg oft günstiger. Auch wenn die Höhe der BU-Rente noch eingeschränkt ist, ist das häufig besser, als zu lange zu warten. Worauf es bei einer günstigen BU wirklich ankommt, ist dabei nicht nur der niedrige Beitrag, sondern auch eine saubere Ausgestaltung mit Dynamiken und Nachversicherungsgarantien.
BU-Rente realistisch planen: Du sparst zwar Beitrag, wenn du eine niedrigere Rente wählst, aber im Ernstfall solltest du auch davon leben können. Plane so, dass Fixkosten und Alltag gut abgedeckt sind. Als Faustregel gilt 70–80% deines Nettogehalts.
Tätigkeitsbild korrekt und präzise beschreiben: Nicht alleine der Jobtitel entscheidet, sondern das was du wirklich machst, also z.B. der Anteil deiner Büro- oder körperlichen Tätigkeit. Eine saubere Beschreibung verhindert Fehlklassifikationen. Arbeitest du bereits reduziert oder planst später eine Arbeitszeitreduzierung, sollte deine BU bei Teilzeit trotzdem so gestaltet sein, dass Rentenhöhe, Tätigkeitsbild und Leistungsprüfung zusammenpassen.
Gesundheitsangaben strukturiert vorbereiten: Beziehe dich auf deine Unterlagen (z.B. Patientenakte) und halte alle Diagnosen & Behandlungen (inkl. Zeiträume) sowie Medikamente bereit. Das reduziert Rückfragen, Missverständnisse und kann bessere Konditionen ermöglichen.
Beitragsdynamik und Nachversicherung bewusst nutzen: So wächst die BU-Rente mit Einkommen und Lebenshaltungskosten – ohne dass du jedes Mal neu „von vorn“ anfangen musst.
Bei Risikofaktoren anonyme Risikovoranfrage nutzen: Gerade bei Vorerkrankungen oder Risiko-Hobbys ist das oft der sauberste Weg, um Konditionen (Normal, Zuschlag, Ausschluss) vorab zu prüfen.
Vorerkrankungen verschweigen
Brutto-Beitrag ignorieren
BU-Rente zu niedrig setzen
Nachversicherung & Dynamik weglassen
Laufzeit/Endalter nicht zu kurz wählen
Nachversicherung stark planen
Netto und Brutto gemeinsam bewerten
Leistungsdynamik nicht leichtfertig streichen
Besser nicht. Und zwar aus einem einfachen Grund: Genau an dieser Stelle passieren in der Praxis die teuersten Fehler.
Zum einen bist du in der Wartezeit nicht abgesichert. Wartest du zu lange mit einem Abschluss und wirst davor berufsunfähig, ist es leider zu spät. Die Versicherung hilft weder konkret in diesem Fall, noch zu einem späteren Zeitpunkt. Es bleiben nur staatliche Hilfen, die deutlich begrenzter sind.
Zweitens sind Alter und Gesundheitszustand mitunter die wichtigsten Hebel. Je älter du wirst, desto wahrscheinlicher werden Vorerkrankungen, z.B. Rückenprobleme, psychische oder schwere körperliche Erkrankungen. Je mehr in deiner Akte steht, desto schwieriger wird ein BU-Abschluss. Es kommt dann häufiger zu Zuschlägen, Ausschlüssen oder gar Ablehnungen.
Deshalb gilt: Je früher du abschließt, desto besser – und günstiger.
Du stehst am Anfang deiner Karriere und kannst mithilfe einer Starter-BU bereits jetzt von günstigen Tarifen profitieren.
Ob als Auszubildender oder Studierender: Günstige Starter-Tarife machen den Berufsunfähigkeitsschutz direkt am Anfang deiner Karriere erschwinglich. Standard-Tarife bieten dagegen langfristige Konsistenz zu marktüblichen Preisen:
| Person | Alter | BU-Rente | Starter-Tarif | Standard-Tarif |
|---|---|---|---|---|
| Mechatronikerin (Azubi) | 16 Jahre | 1.000 € | ca. 46 € | ca. 60 € |
| Humanmedizin-Student | 20 Jahre | 1.000 € | ca. 32 € | ca. 42 € |
| BWL-Student | 20 Jahre | 1.000 € | ca. 30 € | ca. 40 € |
Starter-Tarife senken zwar die Anfangsbeiträge, enthalten aber häufig verkürzte Laufzeiten und weniger umfassende Nachversicherungsrechte!
Zudem gelten die niedrigeren Beiträge nur eine begrenzte Zeit lang. Danach steigen sie oft sprunghaft an – auf einen Beitrag der deutlich über dem Standard-Tarif liegt. Rein rechnerisch zahlst du so auf die gesamte Laufzeit betrachtet mehr ein als bei einem regulären Tarif.
Deshalb empfehlen wir – wenn möglich – direkt einen Standard-Tarif abzuschließen und diesen später über Nachversicherungen auszubauen.
Wenn es finanziell eng wird, etwa durch Arbeitslosigkeit oder eine längere Einkommenslücke, muss das nicht automatisch bedeuten, dass du deine BU kündigen solltest. Je nach Versicherer/Tarif gibt es typische Stellschrauben – mit jeweils eigenen Konsequenzen.
Wenn die Dynamik gerade nicht ins Budget passt, kann man Erhöhungen ablehnen.
Aber: Mache das nicht zu oft hintereinander, weil bei vielen Tarifen sonst das Dynamikrecht entfällt (tarifabhängig).
Viele Versicherer bieten Möglichkeiten, Beiträge vorübergehend auszusetzen (Stundung/Beitragspause).
Die Details sind tarifabhängig. Häufig gelten Voraussetzungen, Zeitlimits und Nebenwirkungen (z. B. Dynamik ausgesetzt, Nachversicherung eingeschränkt).
Wenn es der Vertrag zulässt, kann eine Reduktion der BU-Rente kurzfristig Luft geben. Das ist in der Regel sinnvoller als den Vertrag komplett kündigen. Jedoch sinkt damit auch dein Schutz.
Beitragsfreistellung führt oft zu deutlich reduziertem Schutz. Das kann als Notlösung dienen, ist aber meist die „härteste“ Variante.
Es gibt Alternativen zur BU wie Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Grundfähigkeitsversicherung, Dread-Disease, Unfall oder Multi-Risk – aber: Sie sind in der Regel kein gleichwertiger Ersatz für eine BU und haben jeweils andere Leistungsauslöser.
Welche Lösung in deinem Fall sinnvoll ist, hängt stark davon ab, warum BU nicht geht (Budget, Beruf, Gesundheit) und welche Lücke du konkret schließen willst. Genau dafür ist eine individuelle Prüfung sinnvoll.
Referenz festlegen (z. B. 1.500 € bis 67, Nichtraucher)
Gesundheitsdaten strukturiert sammeln (Diagnosen, Behandlung, Verlauf, Ausfallzeiten)
Tätigkeitsbild sauber beschreiben (Anteile Büro/körperlich)
Angebote vergleichen: Netto/Brutto, Nachversicherung, Dynamiken, Laufzeit/Endalter
Bei Vorerkrankungen Risikovoranfrage gezielt nutzen, statt unüberlegt Anträge „zu streuen“
Die Kosten einer BU sind kein Zufallsprodukt: Sie hängen vor allem von Beruf/Tätigkeitsbild, Gesundheit, Alter und der gewählten BU-Rente ab. Für viele Büro- und Akademikerprofile ist eine solide Absicherung oft schon in einem gut planbaren Rahmen möglich. Bei schweren körperlichen Tätigkeiten oder riskanterem Profil kann es deutlich teurer werden. Entscheidend ist deshalb nicht, den „billigsten Beitrag“ zu finden, sondern eine Lösung, die sauber leistet und die du langfristig bezahlen kannst.
Unser wichtigster Rat aus der Praxis: Starte so früh wie möglich. Nicht, weil du heute schon „maximal“ absichern musst, sondern weil du dir häufig bessere Konditionen sicherst, solange Alter und Gesundheitsakte noch günstig sind. Mit Nachversicherung und sinnvoll eingesetzter Dynamik kann deine BU dann Schritt für Schritt mit deiner Karriere mitwachsen. Und wenn es finanziell eng wird, gibt es oft bessere Optionen als zu kündigen – von der Dynamik-Anpassung bis zur Stundung, je nach Tarif.
Wenn du willst, prüfen wir gemeinsam, welche BU-Rente für dich realistisch ist, welche Stellschrauben sinnvoll sind und welche Anbieter zu deinem Profil passen. Damit du am Ende nicht nur „einen Preis“, sondern einen verlässlichen Schutzschirm bekommst.

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Im Durchschnitt liegen die Beiträge (bis 67 Jahre) je nach Zielgruppe oft bei ca. 50 bis 150 € pro Monat. Am günstigsten ist die Absicherung für junge Leute (Schüler, Azubis, Studenten) sowie für Bürojobs und Akademiker.
Dreistellig wird es meist erst bei schweren körperlichen Tätigkeiten, riskanten Hobbys oder wenn die Gesundheit Zuschläge erfordert. Deshalb lohnt sich ein früher Abschluss: Du sicherst dir häufig bessere Konditionen und kannst später gezielt erhöhen.
Die Kosten einer Schüler-BU liegen je nach Alter, gewünschter BU-Rente und Anbieter bei ungefähr 45 bis 65 € im Monat. Der große Vorteil: Schüler können sich den Gesundheitszustand und häufig auch eine günstige Berufsgruppeneinstufung früh sichern. Das kann später wichtig werden, wenn nach Schule, Ausbildung oder Studium ein körperlicherer Beruf folgt oder erste Vorerkrankungen dazukommen. Entscheidend ist aber immer, wie gut sich der Vertrag später anpassen lässt – zum Beispiel über Nachversicherungsgarantien und Dynamik.
Für Azubis liegt der BU-Beitrag häufig bei etwa 60 bis 90 € monatlich, je nach Ausbildungsberuf, BU-Rente, Eintrittsalter und Gesundheit. Gerade in körperlichen oder sozialen Berufen kann die BU schon in der Ausbildung vergleichsweise teuer sein. Trotzdem ist ein früher Abschluss oft sinnvoll: Denn auch wenn die Absicherung als Azubi nicht günstig wirkt, ist sie meist immer noch günstiger, als wenn du sie erst später im ausgeübten Beruf abschließt. Wichtig ist daher, früh bezahlbar zu starten und den Schutz später über Nachversicherung und Dynamik auszubauen.
>> mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Azubis
Studenten zahlen für eine BU oft nur rund 30 bis 45 € im Monat bei einer soliden Grundabsicherung. Das liegt häufig daran, dass viele Studiengänge in günstige Berufsgruppen fallen und junge Menschen meist noch eine vergleichsweise „saubere“ Gesundheitshistorie haben. Genau deshalb kann das Studium ein sehr guter Zeitpunkt für den Abschluss sein. Wer früh startet, sichert sich oft günstigere Konditionen und kann die BU später über Dynamik oder Nachversicherung an das steigende Einkommen anpassen.
>> mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten
Für Angestellte mit überwiegend sitzender Tätigkeit liegen die BU-Kosten oft bei etwa 45 bis 65 € pro Monat für eine Absicherung in marktüblicher Größenordnung. Büro- und Akademikerberufe sind meist günstiger als körperliche Tätigkeiten, weil das statistische Risiko niedriger eingeschätzt wird. Wichtig ist aber nicht nur der Jobtitel, sondern das konkrete Tätigkeitsbild. Wer zum Beispiel viel reist, technisch-praktisch arbeitet oder Personalverantwortung mit hoher Belastung hat, kann anders eingestuft werden als ein klassischer Sachbearbeiter.
>> mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Bürojob
Eine BU ist für Handwerker oft deutlich teurer, weil Versicherer bei körperlichen Berufen ein höheres Risiko für gesundheitliche Einschränkungen und Berufsunfähigkeit kalkulieren. Rücken, Gelenke, Verschleiß, Unfälle oder dauerhafte Belastungen spielen hier eine größere Rolle als in typischen Bürojobs. Deshalb landen viele handwerkliche Berufe schnell im dreistelligen Monatsbereich, vor allem bei längerer Laufzeit und höherer BU-Rente. Umso wichtiger ist ein früher Abschluss – idealerweise bevor Alter, Vorerkrankungen oder ein ungünstiger Berufseinstieg die Beiträge zusätzlich erhöhen.
Für Beamte liegen die BU-Kosten häufig bei etwa 45 bis 70 € im Monat, je nach Laufbahn, Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewünschter Rentenhöhe. Wichtig ist hier aber nicht nur der Beitrag, sondern vor allem die passende Vertragsgestaltung. Gerade Beamte sollten genau prüfen, ob eine Dienstunfähigkeitsklausel enthalten ist und wie sauber diese formuliert ist. Denn eine günstige BU hilft wenig, wenn sie im Ernstfall nicht zur speziellen Situation im Beamtenverhältnis passt.
Selbständige zahlen häufig etwa 40 bis 60 € monatlich, je nach Berufsprofil auch mehr oder weniger. Der Beitrag hängt stark davon ab, was du konkret beruflich machst: Ein beratender IT-Freiberufler wird anders eingestuft als ein selbständiger Handwerksmeister oder Gastronom. Wichtig ist außerdem, die BU-Rente realistisch zu planen. Gerade Selbständige haben oft laufende Fixkosten und sollten deshalb nicht nur auf einen niedrigen Beitrag schauen, sondern darauf, ob die Absicherung im Ernstfall wirklich trägt.
>> mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige
Eine BU ab 50 Jahren kostet für 1.500 € monatliche BU-Rente bis 67 häufig etwa 100 bis 300 € im Monat. Je nach Beruf kann der Beitrag aber deutlich abweichen: In einem typischen Bürojob, etwa als Bürokaufmann oder Sachbearbeiter, liegen die Beiträge häufig bei rund 100 bis 170 € monatlich. Eine Pflegefachkraft kann dagegen je nach Anbieter zum Beispiel rund 210 bis 492 € monatlich kosten.
Die Beispiele gelten für gesunde Nichtraucher ohne Risikozuschläge. Vorerkrankungen können die Aufnahme in die Berufsunfähigkeitsversicherung erschweren oder zu Risikozuschlägen führen. Worauf du ab 50 Jahren bei der Absicherung sonst noch achten musst, erfährst du in unserem Ratgeber zur BU ab 50 Jahren.
Die Beitragsdynamik erhöht BU-Rente (und den Beitrag) in regelmäßigen Abständen vor dem Leistungsfall – meist um ca. 3–5 %. Die Leistungsdynamik dagegen erhöht die BU-Rente im Leistungsfall (ca. 1–3 %). Beides dienst als Inflationsschutz und sichert deine Kaufkraft über Jahre hinweg.
Ja, du kannst der Dynamik grundsätzlich widersprechen. Aber: Viele Tarife haben Regeln, wie oft du das hintereinander machen darfst, bevor das Dynamikrecht entfällt. Die genauen Regelungen sind tarifabhängig. Prüfe also deine Vertragsunterlagen, bevor du widersprichst.
Theoretisch ja, jedoch erhöht Warten meist sowohl das Risiko, als auch die Kosten. Das liegt am höheren Eintrittsalter, sowie möglicher neuer Diagnosen, die den Vertragsabschluss deutlich erschweren. Zudem bleibst du bis dahin ohne Schutz. Wirst du in dieser Zeit berufsunfähig bleiben dir meist nur staatliche Hilfen, die jedoch deutlich begrenzter sind. Ein früher BU-Abschluss kann demnach mehrere Vorteile bringen.
Je nach Tarif sind Dynamik-Anpassung, Beitragsstundung/Beitragspause oder Beitragsreduktion möglich – jeweils mit Konsequenzen (z. B. Dynamik ausgesetzt, Optionen eingeschränkt).
Bei guten Tarifen, nein. Der günstige Beitrag einer Schüler-BU bleibt so dauerhaft erhalten. Wird allerdings die BU-Rente im Zuge einer Nachversicherungsgarantie erhöht, steigt auch der monatliche Beitrag.
Das kann unter Umständen sinnvoll sein, insbesondere wenn dein Kind bereits Vorerkrankungen hat. Jedoch macht es keinen Sinn bei möglichst vielen Gesellschaften anzufragen. Besser ist es sich auf einige wenige zu konzentrieren – wir unterstützen dich dabei gerne.
Ja, die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung können grundsätzlich steuerlich absetzbar sein – meist aber nur eingeschränkt. In der Regel zählen sie zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Das Problem: Dieser Höchstbetrag ist bei vielen Angestellten durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bereits weitgehend ausgeschöpft, sodass sich die BU steuerlich oft kaum oder gar nicht zusätzlich auswirkt.
Anders kann es bei bestimmten Vertragskombinationen aussehen, zum Beispiel wenn die BU mit einer Basisrente verbunden ist. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber BU und Steuern.
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