Berufsunfähigkeitsversicherung nach Burnout – Abschluss möglich?
- Eine BU nach einem Burnout ist durchaus unmöglich
- Darauf kommt es bei der Antragstellung an
- BU-Leistung wegen Burnout - so ist der Ablauf
Update: aktualisiert 30.07.2026
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BU-Ursachen: Burnout zählt zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit
BU-Abschluss trotz Burnout: Oft möglich, aber nur mit Zuschlägen oder Ausschlüssen
Schlechte Chancen: während der Akutphase eines Burnout ist eine Antragstellung wenig aussichtsreich
Gesundheitsprüfung: Ehrliche und vollständige Angaben sind wichtig
Anonyme Risikovoranfrage: Hilft Ablehnungen zu vermeiden
Ein Burnout (engl. "Ausgebrannt-sein") beschreibt einen chronischen Erschöpfungszustand, der durch langanhaltenden, nicht bewältigten Stress verursacht wird. Dabei handelt es sich nicht lediglich um eine kurze stressige Phase, sondern eine Dauerbelastung, die sich über Monate und Jahre hinzieht.
Im medizinischen Sinne wurde Burnout aber lange nicht als eigenständige Krankheit spezifiziert, sondern als Zusatzdiagnose Z73.0: "Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung". Seit 2022 erst wird Burnout im neuen ICD-11 als explizites Syndrom definiert.
Dennoch erkennen Versicherer schon länger Burnout aufgrund seiner gravierenden Folgen als Krankheit an, insbesondere wenn damit diagnostizierte Symptome einer psychischen Erkrankung wie z.B. Depressionen (z.B. F32 depressive Episode) einhergehen.
Die Ursachen für einen Burnout sind vielfältig. Häufig spielen hohe Arbeitsbelastung und Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit, mangelnde Anerkennung und unzureichende Erholungsphasen eine Rolle.
Auch soziale Konflikte oder Isolation am Arbeitsplatz können langfristig zu Problemen führen. Besonders betroffen sind Menschen, die ihre Grenzen dauerhaft überschreiten und Schwierigkeiten haben, sich von ihrem Arbeitsalltag abzugrenzen.
Typische Symptome eines Burnouts sind:
chronische Müdigkeit
verminderte Leistungsfähigkeit
Konzentrationsstörungen
Schlafprobleme
Kopf- und Rückenschmerzen
Verspannungen
Magen-Darm-Probleme
Gereiztheit
Gefühl innerer Leere
Zynismus
depressive Verstimmungen
Der Krankheitsverlauf eines Burnouts beginnt meist schleichend und verschlechtert sich zunehmend, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Was zunächst mit Stress und gelegentlicher Erschöpfung beginnt, kann über Monate und Jahre zu einer schweren psychischen Erkrankung führen, die in einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit mündet.
Mit rechtzeitiger professioneller Hilfe und Therapie ist die Prognose allerdings gut: Die meisten Betroffenen können mit entsprechender Unterstützung wieder vollständig genesen und ins Berufsleben zurückkehren.
Psychische Erkrankungen wie Burnout und Depression sind heute die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Laut aktuellen Studien machen psychische Erkrankungen rund ein Drittel aller BU-Fälle aus – damit liegt Burnout klar vor körperlichen Erkrankungen wie Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Auch in der Wahrnehmung der Arbeitnehmer ist Burnout als Risiko angekommen. Aktuelle Studien zeigen, dass 2/3 der Arbeitnehmer in Deutschland einen Burnout befürchten, 21% schätzen ihr persönliches Risiko sogar als hoch ein.
Kein Wunder: Ein ausgeprägter Burnout-Zustand kann die Arbeitsfähigkeit so stark einschränken, das Betroffene oft monate- oder gar jahrelang ihren Beruf nicht ausüben können.
Doch wann gilt jemand als berufsunfähig? Eine Berufsunfähigkeit liegt dann vor, wenn du dauerhaft (mind. 6 Monate) deinen Beruf nicht mehr zu mindestens 50% ausüben kannst. Kommt es so weit, ist eine ausreichende Absicherung entscheidend. Denn: Fällst du krankheitsbedingt für eine längere Zeit aus, kommt es zu erheblichen Einkommenseinbußen.
Bei einer Arbeitsunfähigkeit wird dir als Arbeitnehmer noch 6 Wochen der volle Lohn ausgezahlt. Anschließend erhälst du noch max. bis zur 78. Woche Krankengeld – aber nur noch rund 70% von deinem bisherigen Bruttogehalt.
Bist du darüber hinaus weiter arbeitsunfähig, bleibt dir staatlicherseits nur noch die Erwerbsminderungsrente. Sie lag 2022 durchschnittlich gerade mal bei 933€ im Monat. Ohne private Vorsorge droht dir so neben der gesundheitlichen auch noch eine finanzielle Krise.
Genau hier springt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein und zahlt dir eine monatliche Rente, die deinen Einkommensverlust abfedert.
Die Prognose bei Burnout ist insgesamt positiv, vorausgesetzt, du erhältst rechtzeitig professionelle Hilfe und bist finanziell abgesichert, um dich ohne zusätzlichen Druck auf deine Genesung konzentrieren zu können. Gerade deshalb ist eine frühzeitige Absicherung mit einer BU besonders empfehlenswert.
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Ein Burnout kann grundsätzlich jeden treffen – unabhängig von Beruf oder Position. Allerdings zeigen Statistiken, dass Menschen in Berufen mit hoher sozialer oder emotionaler Belastung sowie Führungsverantwortung deutlich häufiger betroffen sind als andere. Zu den Risikogruppen gehören insbesondere:
Führungskräfte und Manager
Ärzte, Pflegekräfte und Rettungsdienst
Polizeibeamte
Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter
Pflege- und Heilberufe, Therapeuten
Dienstleistungsberufe mit intensivem Kundenkontakt (z.B. Call-Center-Mitarbeiter, Servicepersonal)
Arbeitnehmer mit hoher Arbeitsbelastung und geringer Anerkennung
Hausfrauen/-männer und pflegende Angehörige
Ein Bürojob schützt nicht vor Burnout – geistige Dauerbelastung kann ebenso krank machen wie körperliche Arbeit.
Bemerkenswert ist, dass es bei Burnout eine geschlechtsspezifische Differenz gibt. So sind Frauen häufiger als Männer wegen Burnout und anderen psychischen Erkrankungen berufsunfähig. Mögliche Ursache: Männer scheuen sich eher, Hilfe zu suchen oder eine psychische Erkrankung zuzugeben (Stichwort Stigma), während Frauen oft offener damit umgehen.
Damit es gar nicht erst zu einer Berufsunfähigkeit wegen Burnout kommt, kannst du bereits heute einiges unternehmen.Wichtig ist, Warnsignale deines Körpers ernst zu nehmen und Maßnahmen zu ergreifen, bevor deine Belastungsgrenze überschritten ist.
Die wichtigste Prävention ist eine gesunde Work-Life-Balance. Setzte eine klare Grenze zwischen Arbeit und Freizeit, halte Arbeitszeiten ein und minimiere Überstunden. In der Freizeit sind Erholung, Hobbys und Ausgleichwichtig.
Stressmanagement-Techniken wie Entspannungsübungen, Meditation oder regelmäßige Bewegung können helfen Stress vorzubeugen. Achte dabei auch auf ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung, und nimm erste Warnsignale wie anhaltende Müdigkeit oder Gereiztheit ernst.
Daneben ist auch soziale Unterstützung wichtig, um Stress entgegenzuwirken. Tausche dich mit Kollegen, Freunden und Familie aus und hole dir rechtzeitig therapeutische Hilfe, wenn du merkst, dass du mit der Belastung nicht mehr zurecht kommst.
Ausgleich schaffen (Sport, Hobbys)
Rechtzeitig Hilfe suchen
Stressmanagement-Techniken lernen
Offene Kommunikation am Arbeitsplatz
Gesunde Lebensweise pflegen
Die gute Nachricht: Ja, eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Burnout-Vorgeschichte ist oft möglich. Bedenke aber, dass eine bereits diagnostizierte oder durchgemachte Burnout-Erkrankung als kritische Vorerkrankung betrachtet wird.
Die Versicherer bewerten dein Risiko individuell. Je länger dein Burnout zurückliegt und je stabiler du aktuell bist, desto besser sind deine Chancen auf einen Vertrag ohne oder nur mit leichten Einschränkungen, wie beispielsweise bei der HDI, der Alten Leipziger oder der BarmeniaGothaer.
Aber: Psychische Erkrankungen gehören nach wie vor zu den häufigsten Ablehnungsgründen beim BU-Antrag – denn die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit ist deutlich höher als bei einem gesunden Menschen.
Dennoch ist ein BU-Abschluss keinesfalls unmöglich. Allerdings musst du mit schlechteren Vertragsbedingungen rechnen. So kann dein Versicherer mit Risikozuschlägen oder Ausschlüssen arbeiten, auch Rückstellungen sind durchaus üblich. In bestimmten Fällen ist aber leider auch eine Ablehnung deines BU-Antrags möglich.
In vielen Fällen wird bei einer BU mit Burnout ein Prämienaufschlag verlangt. Das bedeutet du zahlst einen gewissen Prozentsatz mehr. Wie hoch ein solcher Zuschlag ausfällt, hängt von der Schwere deines Burnouts, seinem Verlauf und dem damit verbundenen Risiko für die Versicherung ab. Auch bei wem du den Vertrag abschließt spielt eine Rolle – jede Versicherung bewertet Risiken anders und hat andere Kriterien.
Auch wenn du monatlich tiefer in die Tasche greifen musst, ist ein Risikozuschlag meist die beste Option – sofern du dir die Beiträge leisten kannst. Denn du bist so ganz normal versichert und erhälst den vollen Schutz, auch wenn du irgendwann mal doch aufgrund eines Burnouts berufsunfähig wirst.
Beachte aber, dass nur wenige Versicherungen im Falle eines Burnouts mit Risikozuschlägen arbeiten. Meistens nur wenn du einen schwachen Verlauf hattest oder wenn du wieder fest im Leben stehst. Das ermöglich beispielsweise die HDI BU. Hier kannst du dich oft ganz normal mit einem geringen Zuschlag versichern lassen, wenn du nur eine milde oder einmalige psychische Episode hattest.
Alternativ kann deine Versicherung auch eine Ausschlussklausel vereinbaren. Dann steht im Vertrag, dass psychische Erkrankungen bzw. Burnout als Leistungsursache ausgeschlossen sind. Das bedeutet die BU würde nicht zahlen, wenn du aufgrund eines Burnouts berufsunfähig wirst. Sie leistet aber sehr wohl, wenn andere Krankheiten, wie z.B. Krebs oder ein Unfall die Ursache sind.
Das ist natürlich nur suboptimal. Aber: Ein Teil-Schutz ist immer noch besser als kein BU-Schutz. So sind zumindest andere Risiken abgedeckt.
Viele Versicherer, wie die Allianz BU, die Alte Leipziger BU oder die Gothaer BU, reagieren bei psychischen Erkrankungen wie Burnout mit solchen Leistungsausschlüssen. Jedoch sind auch hier eine leichte bzw. bereits überwundene Erkrankung das Kriterium. Doch mit der Psyche-Klausel der Alten Leipziger kann die BU auch bereits bei laufender Psychotherapie abgeschlossen werden.
Eine weitere Möglichkeit ist ein zeitlicher Aufschub der Antragstellung. Das kann vorkommen, wenn deine Diagnose noch sehr frisch ist oder auch wenn du aktuell in psychotherapeutischer Behandlung bist. Denn dein Gesundheitszustand kann in einem solchen Fall noch nicht abschließend bewertet werden.
Also stellen Versicherungen die Entscheidung auf eine bestimmte Zeit zurück, meist 1-2 Jahre oder bis die Therapie beendet ist. Danach wird erst die finale Entscheidung getroffen. Für den Versicherer ist das oft sinnvoll, da er so dein Risiko besser abschätzen kann.
Für dich bedeutet das jedoch, dass du in dieser Zeit ohne Versicherungsschutz dastehst. Ob du später aufgenommen wirst und zu welchen Bedingungen ist offen. Aber je nach Ausgang deiner Behandlung ist eine normale Aufnahme oder eine mit Risikozuschlag bzw. Ausschlussklausel möglich.
In schweren Burnout-Fällen, z.B. bei wiederholten Episoden, langen Klinikaufenthalten oder andauernder Arbeitsunfähigkeit, kann es leider passieren, dass Versicherer deinen Antrag ablehnen. Dann bleibt dir nur noch der Weg über alternative Absicherungen (siehe unten).
Damit du eine BU mit Burnout dennoch erfolgreich abschließen kannst, solltest du unbedingt einige Dinge beachten. Um deine Chancen zusätzlich zu erhöhen, empfehlen wir dir einen erfahrenen Makler mit ins Boot zu holen – gerne uns ;). Wir sind bestens vernetzt und kennen die Fallstricke, die einen BU-Antrag erschweren können.
Ein großer Stolperstein ist, wenn man übereilt BU-Anträge stellt und Ablehnungen kassiert. Jede Ablehnung hat nachhaltige Auswirkungen. Zum einen fragen zukünftige Versicherer im Antrag, ob schon mal ein BU-Antrag abgelehnt wurde. Das musst du wahrheitsgemäß angeben und das kann sich negativ auf deine Annahme auswirken.
Zum anderen vermerken viele Versicherer Ablehnungen in einer zentralen Hinweis- und Informationssystem (HIS)-Datenbank, auf die alle Versicherungen Zugriff haben. Das HIS dient eigentlich der Betrugsprävention, stellt aber auch ein Risiko dar. Eine Ablehnung aufgrund eines hohen Gesundheitsrisikos kann dort auftauchen und macht es nahezu unmöglich, woanders unterzukommen.
Verschicke daher nie unvorbereitet Anträge nur auf gut Glück. Insbesondere, wenn du bereits eine Burnout-Diagnose hast, solltest du immer mit einem konkreten Plan vorgehen.
Bevor du einen offiziellen Antrag stellst, sollte unbedingt eine anonyme Risikovoranfrage durchgeführt werden. Denn: Jede Versicherung hat ihre eigenen Kriterien, wann und unter welchen Umständen ein BU-Antrag mit Burnout akzeptiert wird.
Das läuft so ab: Ein Versicherungsmakler bereitet dein Gesundheitsprofil anonymisiert auf und fragt bei mehreren Versicherungen (meist 3 bis 5) an, wie dein Fall eingeschätzt werden würde. Er gibt dabei alle relevanten Fakten zum Burnout an (z.B. Jahr der Diagnose, Dauer der Arbeitsunfähigkeit, Therapien etc.).
Die Versicherer prüfen die Angaben und antworten dann ob und zu welchen Konditionen sie den Antrag annehmen. So erfährst du vorab, wo du am besten einen Vertrag abschließen kannst.
Ob anonyme Voranfrage oder echter Antrag – Ehrlichkeit ist das oberste Gebot. Die vorvertragliche Anzeigepflichtverpflichtet dich, alle abgefragten Vorerkrankungen und Behandlungen anzugeben.
Versicherer fragen üblicherweise die letzten 5 bis 10 Jahre ab (je nach Fragekomplex). Dazu zählen auch psychische Beschwerden und Therapien. Konkret wird etwa gefragt: „Waren Sie in den letzten 5/10 Jahren wegen seelischer Probleme in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung?“ – das musst du mit „Ja“ beantworten, wenn ein Burnout diagnostiziert oder eine Therapie stattfand.
Auch Fragen nach Medikamenten, Klinikaufenthalten oder Krankschreibungen aufgrund psychischer Probleme werden gestellt. Damit du alle Fragen richtig beantworten kannst, empfehlen wir, dass du vorab deine Patientenakte von deinem Arzt anforderst und alle wichtigen Nachweise sammelst. So stellst du sicher, dass du keine Angabe vergisst.
Das ist wichtig, weil selbst ein unwissentliches Verschweigen zu großen Problemen führen kann. Der Versicherer könnte beim Leistungsfall die Zahlung verweigern oder den Vertrag wegen Anzeigepflichtverletzung anfechten.
Gerade in Burnout-Fällen schauen Versicherer genau hin, ob in der Vorgeschichte alles offen gelegt wurde. Also: So schwer es fällt – den Burnout unbedingt angeben, sofern er im abgefragten Zeitraum liegt.
Liegt das Burnout-Syndrom schon länger zurück als abgefragt wird, musst du es nicht mehr angeben. In so einem Fall hast du eine realistische Chance, wie ein „Gesunder“ angenommen zu werden, da der Versicherer offiziell nichts davon erfährt.
Aber Vorsicht: Manche Anträge stellen offene Gesundheitsfragen ohne einen bestimmten Zeitraum, wie z.B. „Haben oder hatten Sie jemals eine psychische Beschwerde?“ Das ist natürlich nicht so vorteilhaft, weil du dann verpflichtet bist dein Burnout anzugeben, selbst wenn es schon viele Jahre zurückliegt.
Offiziell entfällt die Pflicht zur Angabe nach Ablauf der Frist, und Versicherer dürfen später auch keine älteren Unterlagen verwerten, die sie ungerechtfertigt erhalten haben. Dennoch schadet es nicht, eine Strategie mit deinem Makler zu besprechen.
Gegebenenfalls kann es sich für dich lohnen, bewusst abzuwarten, bis der Abfragezeitraum überschritten ist, bevor du den Antrag stellst. Beispiel: Du hast vor 4 Jahren deine Therapie beendet. In einem Jahr müsstest du es eventuell nicht mehr deklarieren, was eine Annahme viel leichter macht.
Warten birgt allerdings auch ein Risiko. Denn es kann immer noch vorkommen, dass in der Zwischenzeit etwas passiert und du ohne BU dastehst. Ob du dieses Risiko eingehen willst, musst du individuell abwiegen.
Es kann sinnvoll sein, dem Antrag direkt einige ärztliche Atteste beizufügen, die deine aktuelle Gesundheit attestieren.Gerade Berichte deines Psychotherapeuten sind wertvoll. Sie können genau auf deine Krankheit, ihren Schweregrad und ihren Verlauf eingehen.
Ein solches Schreiben kann wie folgt aussehen: „Patient XY befand sich 2018 wegen Burnout in Behandlung, Therapie erfolgreich abgeschlossen, seither keine Rückfälle, volle Belastbarkeit gegeben.“
Zwar verlangen Versicherer solche proaktiven Infos nicht, aber sie können beim Risikoprüfer einen positiven Eindruck hinterlassen. Gebe solche Dokumente aber nur auf Anraten deines Maklers ab, um nichts Unerwünschtes preiszugeben. Denn das kann schlimmstenfalls gegen dich verwendet werden.
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Sollte es absolut nicht gelingen, eine BU-Versicherung zu erhalten – oder nur zu Bedingungen, die für dich nicht akzeptabel sind – gibt es einige Alternativen, um zumindest einen Basisschutz aufzubauen.
Dabei muss klar sein: Keine Alternative ersetzt die BU vollständig. Insbesondere psychische Erkrankungen werden von vielen anderen Versicherungen entweder gar nicht abgedeckt oder nur indirekt.
Dennoch können diese Lösungen sinnvoll sein, um wenigstens andere Risiken abzudecken oder die Zeit zu überbrücken, bis vielleicht doch ein BU-Abschluss möglich wird.
Ein Burnout ist längst keine Modeerscheinung mehr, sondern eine ernsthafte Gefahr für deine Erwerbsfähigkeit. Ohne ausreichende Absicherung kann eine Berufsunfähigkeit durch einen Burnout einen finanziellen Absturz bedeuten. Ein BU schützt in so einem Fall dein Einkommen.
Hast du aber bereits eine Burnout-Diagnose erhalten und möchtest eine BU abschließen, ist es oft sehr schwer angenommen zu werden. Meist musst du schlechtere Bedingungen akzeptieren oder wirst komplett abgelehnt. Daher ist es wichtig klug vorzugehen, damit deine Chancen für einen BU-Schutz erhöht werden.
Wir von my-finanzheld beraten dich gerne und unterstützen dich einen passenden Tarif für zu finden.
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Nein, der Beitrag und die Bedingungen bleiben unverändert bestehen, wenn die Versicherung einmal abgeschlossen wurde. Eine Kündigung aufgrund einer Krankheit ist nicht zulässig.
Ja, die meisten Versicherer bieten BU-Versicherungen in der Regel bis zu einem Eintrittsalter von 55 bis 60 Jahren an. Danach ist ein Neuabschluss kaum noch möglich.
Experten empfehlen eine monatliche BU-Rente in Höhe von etwa 70 bis 80 Prozent deines Nettoeinkommens, um deinen Lebensstandard aufrechterhalten zu können.
Teilweise. Je nach dem welche Medikamente du wie oft nimmst. Das hat Einfluss auf die Risikoeinschätzung der Versicherer, sofern der Einnahme eine bestimmte Diagnose zugrunde liegt. Wichtig ist, jegliche Medikamente im Antrag wahrheitsgemäß anzugeben.
Unwissentlich falsche oder unvollständige Angaben können im Ernstfall dazu führen, dass die Versicherung die Leistung verweigert oder den Vertrag anfechtet. Daher ist es ratsam, ärztliche Dokumentationen sorgfältig zu prüfen. Denn später auf Unwissenheit zu plädieren wird dir nicht nutzen.
Beitragsbefreiungen werden meist erst im Leistungsfall gewährt, nicht jedoch bei bestehender Erkrankung ohne anerkannten Leistungsfall.
Eine Erhöhung ist meist schwierig, wenn bereits Erkrankungen vorliegen. Häufig werden erneute Gesundheitsprüfungen verlangt, die zu Ausschlüssen oder Zuschlägen führen können.
Ja, die BU leistet auch bei Burnout. Voraussetzung ist, dass du dauerhaft zu mind. 50% berufsunfähig bist und dies mit ärztlichen Dokumenten belegen kannst. Besteht zudem kein Leistungsausschluss für die Psyche oder eine Verletzung deiner vorvertraglichen Anzeigepflicht steht der Zahlung deiner BU-Rente nichts im Weg.
In der Regel dauert es einige Wochen bis mehrere Monate bis der Leistungsantrag bearbeitet ist und die BU-Rente ausgezahlt wird. Je klarer und vollständiger deine medizinischen Nachweise sind, desto schneller erfolgt die Zahlung. Wichtig ist aber auch, den Antrag rechtzeitig zu stellen.
Versicherer dürfen regelmäßige Nachprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass deine Berufsunfähigkeit weiterhin besteht.
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