Starter-BU - sinnvoller Einstieg für junge Leute?

    •  Starter-BU: Was ist damit gemeint?
    •  Für wen macht die Starter-BU Sinn?
    •  Worauf ist beim Abschluss zu achten?
Autor: Maximilian Waizmann - Experte Zahnzusatzversicherung

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

Update: aktualisiert 12.08.2026

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist essenziell, aber auch nicht gerade billig. Besonders junge Menschen wie Studenten oder Azubis haben oft nicht das nötige Budget für eine klassische BU.

Hier kommt die Starter-BU ins Spiel: Sie bietet günstige Einstiegsbeiträge, die später ansteigen. Doch ist diese Lösung wirklich sinnvoll oder zahlst du langfristig drauf?

In den meisten Fällen ist eine normale BU die bessere Wahl, denn über die gesamte Laufzeit betrachtet, ist die Starter-BU oft teurer. Oft lässt sich nämlich auch eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung mit soliden Leistungen finden, ohne auf ein Startermodell ausweichen zu müssen. Dennoch kann sie in bestimmten Situationen eine sinnvolle Übergangslösung sein.

Doch es gibt auch einige Stolpersteine bei der Starter-BU zu beachten.

Das Wichtigste in Kürze

​ Starter-BU: Anfangs günstige Beiträge, später teurer

​ Für junge Menschen mit begrenztem Budget gedacht

​ Langfristig meist teurer als eine klassische BU

​ Genau auf die Vertragsbedingungen achten, da es Fallstricke geben kann

​ Empfehlung: Wenn möglich wähle lieber direkt eine klassisch kalkulierte BU mit gleichbleibendem Beitrag

Was ist eine Starter-BU?

Die Starter-BU ist eine Variante der Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute mit vergünstigtem Einstiegstarif. Sie richtet sich vor allem an Personen mit einem geringen Einkommen– etwa Schüler, Azubis, Studenten oder Berufseinsteiger.

Sie ermöglicht damit jungen Menschen einen frühen BU-Schutz zu niedrigeren Kosten, da die Beiträge in der Startphase reduziert sind. Nach einigen Jahren steigen die Beiträge jedoch sprunghaft oder stufenweise an, bis sie das Niveau einer klassischen BU erreichen oder sogar darüber liegen.

Die Versicherungsleistung bleibt gleich, nur die Kosten verändern sich. Während einige Tarife eine Startphase von drei bis fünf Jahren bieten, kann diese bei anderen Anbietern bis zu zehn Jahre dauern. Manche Versicherer setzen auf feste Beitragssprünge, andere auf eine kontinuierliche Erhöhung.

Die Grundidee erscheint zunächst attraktiv, da der Einstieg erleichtert wird, doch langfristig kann diese Lösung kompliziert und teuer sein.

Die gesparten Beiträge müssen später ausgeglichen werden, was die Gesamtkosten oft erhöht. Zudem enthalten einige Starter-Tarife versteckte Nachteile, sodass eine genaue Prüfung der Bedingungen notwendig ist.

MY.FINANZHELD
Helden-Tipp

Wer dauerhaft Kosten sparen will, sollte seine BU möglichst früh abschließen. Denn oft gilt die Devise: Je jünger, desto günstiger! Deshalb empfehlen wir eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits für Schüler - eine sogenannte Schüler-BU – abzuschließen.

MY-FINANZHELD

Nachteile einer Starter-BU

Auch wenn der günstige Einstieg verlockend ist, solltest du die Nachteile kennen:

Nachteile

Hohe Kosten später: Nach der Startphase steigt der Beitrag oft erheblich. Langfristig zahlst du mehr als bei einer klassischen BU

Komplexität: Viele Starter-BU-Verträge erfordern eine manuelle Umstellung in einen Normaltarif. Verpasst du die Frist, riskierst du den Verlust deines BU-Schutzes.

Neue Prüfungen möglich: Je nach Anbieter wird beim Wechsel in die klassische BU der Beruf oder riskante Hobbys erneut geprüft. Dies kann zu höheren Beiträgen oder Ablehnung führen.

Keine automatische Dynamik: In der Startphase wächst dein Schutz nicht mit der Inflation, was später zu einer zu niedrigen BU-Rente führen kann.

Risikostruktur im Bestand des Versicherungsunternehmens verschlechtert sich: Ohne Meldepflicht oder Risikoprüfung behalten Versicherte günstige Tarife, selbst in gefährlichen Berufen. Übrig bleiben jene, die wegen Job oder Gesundheit nicht wechseln können, während gesündere Kunden das Kollektiv verlassen – ein Ungleichgewicht, das Starter-Tarife problematisch macht.

Tierversicherung

Du benötigst eine wirklich kompetente Beratung zum Thema BU?

unabhängige Experten-Beratung

kostenlos & unverbindlich

mit vielen Spezial-Tipps

Kontakt aufnehmen

Für wen lohnt sich eine Starter-BU?

Angesichts der genannten Nachteile fragst du dich vielleicht, warum man überhaupt eine Starter-BU wählen sollte. Es gibt tatsächlich einige Situationen, in denen sich eine Starter-BU lohnen kann – nämlich dann, wenn die Alternative kein oder zu wenig Schutz wäre.

Typische Fälle, in denen eine Starter-BU sinnvoll sein kann:

Azubis, Studenten und Berufsanfänger

Wenn du noch in der Ausbildung, im Studium oder frisch im Berufsleben bist und nur ein kleines Einkommen hast, ist eine normale BU oft kaum bezahlbar. Damit du trotzdem schon früh BU-Schutz hast, kann ein Starter-Tarif die Lösung sein. Du zahlst z.B. während Studium/Ausbildung einen minimalen Beitrag und erhöhst ihn erst, wenn du später im Job genug verdienst. So bist du von Anfang an abgesichert, ohne dich finanziell zu übernehmen.

Für Azubis: Dein Schutz während der Ausbildung

Sichere dir schon in der Ausbildung den vollen Schutz zum Sparpreis. Da besonders im Handwerk oder Pflege körperliche Belastungen das Berufsrisiko erhöhen, ist eine frühe Absicherung entscheidend. Eine Starter-BU bietet eine Option, die dein dein Azubi-Gehalt durch minimale Einstiegsbeiträge in den ersten Versicherungsjahren schont. Erfahre mehr zu deinen Möglichkeiten in unserem Ratgeber Berufsunfähigkeitsversicherung für Azubis.

 

Die Starter-BU für Studenten: Günstiger Akademiker-Status

Die Starter-BU bietet dir die Option, bereits als Student den niedrigen Beitrag eines Akademikers einzufrieren. Das schont dein Budget während der Uni durch minimale Kosten – erst mit dem Berufseinstieg und dem ersten festen Gehalt passen sich die Beiträge an. Unser Ratgeber zur BU für Studenten zeigt dir, ob eine Starter-BU für dich sinnvoll ist und wie du deine finanzielle Zukunft clever absicherst.

Für Berufseinsteiger: Voller Schutz ab dem ersten Gehalt

Sichere dir direkt zum Karrierestart den vollen Schutz für deine Arbeitskraft. Da die staatliche Erwerbsminderungsrente erst nach fünf Jahren Einzahlung voll greift, schließt die Starter-BU diese riskante Lücke sofort. Dein Budget wird in der Einstiegsphase durch reduzierte Beiträge geschont – erst wenn du finanziell etabliert bist und mehr verdienst, passt sich auch die Prämie an. Alles zur BU für Berufseinsteiger findest du in unserem Ratgeber. Erfahre, ob eine Starter-BU die richtige Wahl ist und welche Tarife sich anbieten.

Kein BU-Schutz oder Starter-BU

Bevor du ganz auf eine BU verzichtest, weil sie zu teuer erscheint, ist eine Starter-BU auf jeden Fall sinnvoll. Etwas Schutz ist immer besser als keiner. Insbesondere junge Leute neigen dazu, den BU-Abschluss aufzuschieben – das Risiko dabei: Tritt in der Zwischenzeit etwas ein (Krankheit, Unfall), bekommst du später vielleicht gar keine BU mehr. Ein Startertarif kann hier als erste Absicherung dienen, bis du dir den vollen Beitrag leisten kannst. Gerade wenn dein Einkommen noch gering ist, lohnt sich ein BU-Schutz, damit du auch in unsicheren Zeiten, wie etwa bei Arbeitslosigkeit, geschützt bist.

Besser als Minimallösungen

Manche kommen auf die Idee, aus Kostengründen die BU-Rente extrem niedrig anzusetzen (z.B. nur 500 € monatlich) oder die Versicherungsdauer drastisch zu verkürzen (z.B. BU-Schutz nur bis zum 60. Lebensjahr). Solche Kompromisse sind gefährlich: Mit 500 € BU-Rente könntest du deinen Lebensunterhalt nicht bestreiten (und staatliche Stellen würden diese geringe Privatrente ggf. auf Sozialleistungen anrechnen – Netto-Nutzen gleich null).

Wichtiger ist es, die Höhe der BU-Rente passend zu deinem tatsächlichen Bedarf zu wählen, statt an der falschen Stelle zu sparen. Auch eine BU, die nur bis 60 läuft, lässt dich ab 61 ungeschützt, obwohl das Berufsrisiko dann immer noch besteht.

Hier lohnt sich eine Starter-BU: Du erhältst von Anfang an die volle Absicherung (z.B. 1.500 € BU-Rente bis 67) und zahlst zunächst weniger Beitrag. So vermeidest du Unterversicherung.

Klares zeitliches Budgetproblem

Wenn du genau weißt, dass dein Einkommen in Kürze steigen wird (z.B. Übernahme in Festanstellung nach dem Studium in 2 Jahren), du aber jetzt sofort BU-Schutz brauchst, kann die Starter-BU diese Lücke überbrücken. Du genießt früh Schutz und planst von Beginn an ein, in einigen Jahren auf den höheren Beitrag zu wechseln, sobald es finanziell geht.

Kurzum

Eine Starter-BU lohnt sich vor allem für junge Menschen mit knappem Budget, damit sie überhaupt eine BU haben. Sie ist das kleinere Übel, wenn die normale BU momentan nicht erreichbar ist. Wichtig ist aber, dass du perspektivisch in den regulären Tarif wechselst, sobald möglich.

Für wen macht die Starter-BU keinen Sinn?

In vielen Fällen ist die klassische BU die bessere Wahl. Wer sie sich leisten kann oder ein stabiles Einkommen hat, sollte direkt darauf setzen. Zahle lieber von Anfang an den vollen Beitrag – das spart langfristig Geld und Aufwand.

Eine klassische BU muss dabei nicht automatisch teuer sein. Gerade für junge Menschen gibt es häufig eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung mit guten Leistungen, sodass ein Startertarif nicht unbedingt notwendig ist.

Falls es finanziell eng wird, kann es sich lohnen, mit den Eltern oder Großeltern zu sprechen. Sie erkennen oft den Wert einer BU und sind vielleicht bereit zu unterstützen. Ein offenes Gespräch schadet nicht 😉.

Auch für Personen, die langfristige Planungssicherheit wünschen oder kein Risiko eingehen möchten, den Tarifwechsel zu verpassen, ist die klassische BU vorzuziehen.

Beim Startermodell musst du immer dran denken: Wann endet die Startphase? Habe ich die Umstellung veranlasst? Läuft alles zu den gewünschten Bedingungen? Wenn dir das zu unsicher ist, bleib lieber bei der unkomplizierten Lösung von Anfang an.

Ein fester Beitrag ohne spätere Erhöhungen sorgt für mehr finanzielle Berechenbarkeit.

Zudem bringt die Starter-BU nicht in jedem Fall eine extreme Entlastung am Anfang. Manche Starter-Tarife sind in der Startphase gar nicht so viel günstiger als ein normaler Tarif – dann lohnt der ganze Aufwand kaum. Beispiel: Du sparst vielleicht nur 10 € im Monat, hast aber alle beschriebenen Nachteile an der Backe.

In der Regel richten sich die Starter-BUs an sehr junge Kunden. Bist du schon Ende 20 oder über 30, wird dir kaum noch ein Startertarif angeboten – und selbst wenn, wäre die Ersparnis gering, da du nicht mehr so viele "günstige Jahre" vor dir hast. Auch dann ist eine klassische BU sinnvoller.

Worauf muss man beim Abschluss einer Starter-BU achten?

Wenn du dich für eine Starter-BU entscheidest (oder entscheiden musst), solltest du sehr genau auf die Vertragsdetails schauen. Nicht jeder Tarif ist gut – einige enthalten fiese Klauseln, die dich später teuer zu stehen kommen können. Auf diese Punkte musst du besonders achten:

Keine Meldepflicht bei Berufswechsel

Optimal ist ein Tarif, bei dem du nicht melden musst, wenn du nach Ausbildung/Studium in einen Beruf startest oder später den Job wechselst. Manche Versicherer verlangen in ihren Starter-BU-Bedingungen, dass du z.B. den Wechsel von der Schule in den Beruf mitteilst. Folge: Der Beitrag wird neu berechnet und schnellt evtl. nach oben, insbesondere wenn dein neuer Beruf riskanter ist als der alte Status. Wähle lieber einen Anbieter, der auf diese Meldepflicht verzichtet– so bleibt dein Beitrag planbar und es droht keine plötzliche Verteuerung beim Jobeinstieg.

Automatischer Übergang ohne Hürden

Idealerweise geht der Vertrag nahtlos in eine normale BU über, ohne dass du aktiv werden musst. Einige Versicherer regeln die Umstellung automatisch nach Ende der Startphase. Wenn ein aktiver Antrag von dir nötig ist, besteht das Risiko, dass du die Frist verpasst. Achte auch darauf, welche Versicherungsbedingungen nach der Umstellung gelten – die ursprünglichen oder die dann aktuellen? Es ist besser, wenn von Anfang an die heutigen Bedingungen für die gesamte Laufzeit garantiert sind (sonst kaufst du die Katze im Sack, da künftige Bedingungen schlechter sein könnten).

Kein neue Risikoprüfung beim Wechsel

Gute Starter-BU-Tarife garantieren den Wechsel in den Normaltarif ohne erneute Gesundheitsprüfung. Achte auf dieses Umtauschrecht. Allerdings, lies das Kleingedruckte: Werden wirklich gar keine neuen Risikofragen gestellt? Manche verzichten zwar auf Gesundheitsfragen, prüfen aber anderes (Beruf, Hobby, Raucherstatus, BMI). Je weniger neue Prüfungen, desto besser. Optimal ist, wenn lediglich die Beiträge dem neuen Alter angepasst werden, aber dein Gesundheitszustand von Vertragsbeginn bleibt weiterhin Grundlage.

Lange Vertragslaufzeit

Die Starter-BU sollte von Beginn an eine Laufzeit bis ins Rentenalter vorsehen (meist bis 65 oder 67 Jahre). Finger weg von Tarifen, die nach wenigen Jahren enden! Ein negativer Ausreißer ist z.B. ein Tarif, der nur 15 Jahre läuft (siehe HDI weiter unten) – so etwas möchtest du nicht. Deine BU-Versicherung soll dich das ganze Arbeitsleben begleiten. Also: Endalter mindestens 65+, und bestenfalls die Option, auch die BU-Rente im Laufe der Zeit erhöhen zu können (Stichwort Nachversicherungsgarantie).

Keine verringerte BU-Leistung

Manche Tarife bauen Tricks ein, um die Beiträge stabil zu halten, z.B. indem sie die versicherte BU-Rente absenken, wenn du die Startphase verlässt. Das heißt, der Beitrag bleibt zwar gleich, aber dafür hast du plötzlich weniger Leistung. So ein Konstrukt ist ungünstig – schließlich sollte deine BU-Rente immer hoch genug sein, um deinen Lebensstandard abzusichern. Achte also darauf, dass die BU-Rente nicht sinkt, wenn der Beitrag steigt. Lieber zahlst du dann etwas mehr, behältst aber vollen Schutz.

Beitragsdynamik (optional)

Wie erwähnt haben Starter-BUs meist keine Dynamik in der Anfangszeit. Falls doch eine Beitragsdynamik angeboten wird (z.B. Volkswohl Bund Perfect Start hat eine Dynamik trotz Startertarif), prüfe, ob du dieser widersprechen kannst. Eine Dynamik erhöht nämlich jährlich sowohl Beitrag als auch Leistung. In der Starterphase willst du eigentlich niedrige Beiträge – da kann eine Dynamik sogar kontraproduktiv sein. Wenn sie abschaltbar ist, okay. Ansonsten ist das Fehlen einer Dynamik kein Ausschlusskriterium, sondern eher normal in diesem Segment.

Vergleiche Angebote

Zum Schluss – schau dir verschiedene Versicherer an. Die Starter-Tarife sind sehr unterschiedlich gestrickt. Vergleiche sowohl die Kostenentwicklung als auch die Bedingungen (Meldepflicht, Nachversicherung, Zusatzbausteine etc.). Nur so findest du den Tarif mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für deine Situation.

Wenn du all diese Punkte beachtest, kannst du die Spreu vom Weizen trennen. Eine gute Starter-BU sollte dir möglichst viel Flexibilität geben und keine Fallen stellen – schließlich willst du am Ende mit einer vollwertigen BU dastehen, ohne unnötig mehr gezahlt zu haben.

Empfehlenswerte Starter-BUs

Aktuell gibt es am Markt eine Reihe von Starter-BU-Tarifen. Doch nicht alle sind gut. Hier ein Überblick über empfehlenswerte Tarife und was sie auszeichnet:

1. Golden BU Start (LV1871)

Unser Favorit: Die LV 1871 BU bietet mit der "Golden BU Start" einen der fairsten Starter-Tarife. Obwohl die LV1871 in der Startphase etwas teurer wirkt als manch anderer Anbieter, hat sie hervorragende Bedingungen.

Vorteile: Sehr gute Nachversicherungsgarantien (du kannst deine BU-Rente später ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen, z.B. bei Gehaltssteigerung), eine spezielle Karrieregarantie (automatische Erhöhung beim Jobeinstieg), und sogar ein Einstiegsalter ab 6 Jahren ist möglich – einzigartig, falls Eltern schon früh für ihre Kinder BU-Schutz wollen.

Außerdem gibt es keine extremen Beitragssprünge nach der Startphase; die Beiträge bleiben moderat und planbar.

Nachteil: In der Startphase bietet die LV1871 keine Dynamik an (wie fast alle Startertarife) – das heißt, du musst Nachversicherungen manuell anstoßen, um die Rente zu erhöhen. Das Fehlen der Dynamik ist aber verschmerzbar, da es dir ermöglicht, den Beitrag in der Ausbildungszeit wirklich niedrig zu halten. Insgesamt überzeugt die Golden BU Start durch ein sehr ausgewogenes Konzept ohne fiese Fallen.

2. BU Perfect Start (Volkswohl Bund)

Solide und dynamisch: Die Volkswohl Bund BU hat mit "BU Perfect Start" ebenfalls einen empfehlenswerten Starter-Tarif.

Alle wichtigen Kriterien wie Nachversicherungsgarantien sind erfüllt.

Besonderheit: Anders als die meisten verzichtet der Volkswohl Bund nicht auf die Dynamik in der Startphase. Du kannst also auf Wunsch jährlich deine BU-Rente steigern lassen (Beiträge steigen dann natürlich mit). Die ersten 5 Jahre bleiben die Beiträge stabil; ab dem 6. Jahr gibt es insgesamt fünf moderate Erhöhungen.

Positiv: Du kannst jeder Erhöhung widersprechen, wenn es dir zu viel wird. Das gibt Flexibilität. Durch die Dynamik wächst deine Absicherung automatisch mit, was langfristig sinnvoll ist – allerdings musst du dir bewusst sein, dass dadurch auch während der Starter-Phase die Kosten leicht steigen.

Unterm Strich ist der Perfect Start Tarif sehr ordentlich und kommt (fast) an das Niveau der LV1871 heran. Er ist eine gute Wahl für alle, die Wert darauf legen, dass ihre BU-Rente von Anfang an mitwachsen kann.

3. Weitere empfohlenswerte Tarife

Einige andere Anbieter haben ebenfalls brauchbare Starter-BUs im Portfolio. Zu nennen wäre z.B. Swiss Life "SBU 4U", die eine kürzere Startphase von etwa 3 Jahren bietet – gut für diejenigen, die nur einen kurzen Rabattzeitraum brauchen.

Auch Allianz BU, Gothaer BU, Condor BU und Nürnberger BU haben Starter- oder Stufentarife (oft unter Namen wie "BerufsunfähigkeitsStart", "Starter-BU" oder "Einsteiger-BU").

Diese sind grundsätzlich Optionen, aber in Sachen Bedingungen und Preisgestaltung konnten sie unsere Favoriten nicht übertreffen. Wenn du einen dieser Tarife ins Auge fasst, prüfe sie besonders sorgfältig auf die erwähnten Punkte.

In vielen Fällen wirst du feststellen, dass entweder die Beitragsersparnis geringer ausfällt oder kleine Haken in den Bedingungen sind. Dennoch sind sie deutlich besser als gar keine BU – nur das Optimum holst du mit den erstgenannten heraus.

Zusammengefasst

Die beste Starter-BU am Markt sehen wir bei der LV1871, dicht gefolgt vom Volkswohl Bund. Diese beiden Tarife zeigen, dass Einsteiger-BU auch fair und dauerhaft tragbar gestaltet werden kann. Andere Tarife können im Einzelfall ebenfalls passen, kommen aber oft mit Kompromissen.

Mogelpackungen vermeiden

Ein prominentes Negativ-Beispiel ist HDI "EGO Young" (der Startertarif der HDI Versicherung). Hier gilt tatsächlich: Finger weg!

Warum ist ausgerechnet dieser Tarif so problematisch? Das Hauptproblem bei HDI EGO Young ist die auf 15 Jahre begrenzte Vertragslaufzeit. Dein BU-Vertrag endet hier also spätestens 15 Jahre nach Abschluss automatisch. Wenn du innerhalb dieser 15 Jahre berufsunfähig wirst, zahlt HDI zwar bis zum 67. Lebensjahr die Rente – aber wirst du nicht berufsunfähig (was ja der Regelfall ist), stehst du nach 15 Jahren ohne BU-Schutz da. Du musst dann also spätestens nach 15 Jahren in einen anderen Tarif wechseln.

HDI verspricht zwar ein Umtauschrecht in den Top-Tarif (HDI EGO Top) ohne neue Gesundheitsprüfung. Aber Vorsicht: Dabei dürfen sie dennoch gewisse Faktoren prüfen, z.B. deine Hobbys, den aktuellen Beruf, Raucherstatus sowie Größe/Gewicht. Außerdem ist unklar, zu welchen Bedingungen dieser Top-Tarif in 15 Jahren angeboten wird – du kaufst die sprichwörtliche Katze im Sack.

Der Umstieg muss zudem aktiv von dir beantragt werden, sonst verfällt er. Man stelle sich vor, jemand schließt als Jugendlicher die EGO Young ab, die Eltern kümmern sich zunächst um den Vertrag, und Jahre später denkt der nun Erwachsene nicht mehr an die Frist – dann endet der Schutz einfach. Das Risiko, den rechtzeitigen Wechsel zu verschlafen, ist groß.

Was bedeutet das für dich als Kunden? Im schlimmsten Fall verlierst du den BU-Schutz komplett, wenn du die Umstellung verpasst. Dann stehst du trotz früher Beiträge ohne Absicherung da und hast keinen Vorteil mehr vom frühen Abschluss – im Gegenteil, du müsstest mit dann höherem Alter und eventuellen Vorerkrankungen einen neuen Vertrag suchen (wenn überhaupt möglich).

Kurz gesagt: HDI EGO Young macht genau das kaputt, was eine BU leisten soll – nämlich dich dauerhaft zu begleiten. Hier wurde aus unserer Sicht am falschen Ende gespart. Die normale HDI BU (EGO Top) ist übrigens ein guter Tarif; nur die Starter-Variante ist so unglücklich konstruiert.

Ähnlich kritisch sollte man alle Tarife sehen, die eine befristete Laufzeit oder ähnliche Stolperfallen haben. So etwas verdient das Prädikat "Mogelpackung" und gehört nicht in den Warenkorb.

MY.FINANZHELD
Helden-Tipp

Wir kennen den Markt und wissen, worauf es ankommt! Mit unserer Expertise findest du die BU, die wirklich zu dir passt – ohne versteckte Haken oder unnötige Kompromisse. Lass uns gemeinsam die beste Lösung für dich finden!

MY-FINANZHELD
fazitLogo

Helden-Fazit

In den meisten Fällen solltest du direkt eine klassische BU abschließen, weil sie langfristig oft günstiger und unkomplizierter ist. Eine Starter-BU ist nur ein Notbehelf für junge Leute, die sich sonst gar keinen BU-Schutz leisten könnten. Wichtig ist, dass der Tarif fair gestaltet ist und du bereit bist, später in den teureren Normaltarif zu wechseln.

Achte darauf, die gesamte Berufslaufzeit abzudecken und plane den Umstieg frühzeitig. Bei Fragen oder Unsicherheiten kann ein unabhängiger Versicherungsmakler helfen, das richtige Angebot zu finden. Am Ende kommt es darauf an, dass die BU dann zahlt, wenn du sie brauchst, und dass du sie dir dauerhaft leisten kannst.

Tierversicherung

Du benötigst eine wirklich kompetente Beratung zum Thema BU?

unabhängige Experten-Beratung

kostenlos & unverbindlich

mit vielen Spezial-Tipps

Kontakt aufnehmen

FAQ – Häufige Fragen rund um Burnout und Berufsunfähigkeit

Was bedeutet „Starter-BU“?

Das ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit niedrigen Beiträgen zu Beginn. Du hast die volle BU-Rente, zahlst aber in den ersten Jahren weniger. Später steigen die Beiträge auf normales oder sogar höheres Niveau.

Warum ist eine Starter-BU langfristig teurer?

Der Versicherer gibt dir anfangs einen Rabatt, den du später nachzahlst. Oft bezahlst du über die gesamte Laufzeit sogar mehr als bei einer normalen BU, weil der fehlende Anteil nach der Startphase aufgeschlagen wird.

Wie lange bleibt der Beitrag in der Starter-BU niedrig?

Meist 3 bis 10 Jahre, je nach Tarif. Manche erhöhen nach 5 Jahren, andere nach 10. Sobald diese Phase endet, steigt dein Beitrag deutlich an, was im Vertrag festgelegt ist.

Muss ich beim Wechsel in den normalen Tarif eine neue Gesundheitsprüfung machen?

In guten Tarifen nicht. Eine solide Starter-BU garantiert den Wechsel ohne neue Gesundheitsfragen. Einige Versicherer prüfen aber Beruf oder Hobbys neu. Achte auf ein Umtauschrecht ohne Gesundheitsprüfung.

Was passiert, wenn ich die Umstellung vergesse?

Bei manchen Anbietern musst du den Wechsel selbst beantragen. Tust du das nicht, verfällt der Schutz. Ideal sind Tarife, die automatisch in den Normaltarif übergehen, damit nichts schiefgeht.

Welche Starter-BU ist empfehlenswert?

Die LV1871 „Golden BU Start“ und der Volkswohl Bund „BU Perfect Start“ gelten als solide Tarife. Beide bieten faire Bedingungen. Lass dich dennoch beraten, um das beste Angebot für deine Situation zu finden.

Ist eine Starter-BU besser als gar keine BU?

Ja. Irgendwie abgesichert zu sein ist immer besser als gar kein Schutz. Sieh die Starter-BU aber als Einstieg und plane, später in einen regulären Tarif zu wechseln, sobald dein Einkommen es zulässt.

Du benötigst eine kompetente Beratung rund um deine Versicherungen?

unabhängige Experten-Beratung

kostenlos & unverbindlich

mit vielen Spezial-Tipps

Kontakt aufnehmen
Copyright 2026 my-Finanzheld.de
 Schließen
Kostenlose Beratung 08142 651 39 28 Mo - Fr 8.30 - 18.00 Uhr