Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Diabetes abschließen
- BU bei gut eingestellter Typ-1-Diabetes oft möglich
- So läuft Antragstellung & Gesundheitsprüfung
- Warum eine anonyme Risikovoranfrage wichtig ist
Update: aktualisiert 19.05.2026
Diabetes begleitet dich jeden Tag und erfordert ständige Achtsamkeit im Alltag.
Doch was passiert, wenn du eines Tages nicht mehr arbeiten kannst – gerade wegen deines Diabetes oder seinen Folgeerkrankungen? In solchen Momenten springt normalerweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ein und sichert deine Existenz.
Allerdings stellt sich immer wieder die Frage: „Kann ich überhaupt eine BU abschließen, wenn ich bereits Diabetes habe?“
Genau diese Frage klären wir in unserem Ratgeber. Wir zeigen dir, wie du trotz Diabetes deinen Weg zu einer passenden Absicherung findest. Denn du verdienst es, deine Zukunft sorglos planen zu können.
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BU-Abschluss trotz Diabetes ist bei Typ-1-Diabetikern prinzipiell möglich – je nach Gesundheitszustand
Diabetes gilt als Vorerkrankung: Gilt als erhöhtes Risiko und führt zu Zuschlägen & Ausschlüssen
Gesundheitsprüfung: Diabetes wird ausführlich geprüft, ärztliche Nachweise positiv
Anonyme Risikovoranfrage: Wichtig um einen geeigneten Tarif zu finden
Diabetes als Ursache: BU leistet bei Berufsunfähigkeit durch Diabetes & Folgeerkrankungen
Diabetes mellitus, auch Diabetes oder umgangssprachlich "Zuckerkrankheit" genannt, ist streng genommen ein Sammelbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen. Betroffene haben dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte, da das Hormon Insulin entweder gar nicht mehr oder nur unzureichend produziert wird.
Unterschieden wird Diabetes in zwei Fomen:
Merkmal |
Typ-1-Diabetes |
Typ-2-Diabetes |
|---|---|---|
Alter bei Ausbruch |
Meist im Kindes- & Jugendalter |
Häufig im Erwachsenenalter (40+), zunehmend auch bei Jüngeren |
Ursache |
Autoimmunerkrankung – Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen |
Insulinresistenz, oft in Verbindung mit erhöhter Insulinproduktion |
Therapie |
Lebenslange Insulintherapie (Spritzen oder Pumpe) |
Lebensstiländerungen, orale Antidiabetika, ggf. Insulin bei späterem Bedarf |
Häufigkeit |
Etwa 5–10% aller Diabetesfälle |
Ca. 90–95% aller Diabetesfälle |
Risikofaktoren |
Genetische Veranlagung, Umweltfaktoren (geringer Einfluss) |
Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, familiäre Vorbelastung |
Folgeerkrankungen |
Akute Komplikationen (z. B. Ketoazidose), mögliche langfristige Schäden bei schlechter Einstellung |
Häufige Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenschäden, Retinopathie und Neuropathie |
Versicherer betrachten statistische Wahrscheinlichkeiten. Bei Diabetikern ist das Risiko, berufsunfähig zu werden, objektiv höher als bei Gesunden.
Das liegt daran, dass Diabetes unheilbar ist und schlimmstenfalls zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen kann. Aus Sicht der Versicherung steigt damit die Kostenwahrscheinlichkeit – also das BU-Risiko.
Deshalb war es lange mit Diabetes nahezu unmöglich eine BU-Police zu bekommen – die meisten Anträge werden direkt abgelehnt.
Heute hat der medizinische Forstschritt auch bei den Versicherern zu einem Umdenken geführt. Viele prüfen das Risiko nun individuell. Aber sie unterscheiden dennoch nach Typ.

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Die kurze Antwort: Ja, auch Diabetiker können in manchen Fällen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Aber die Hürden sind deutlich größer als bei gesunden Menschen. Denn jede Vorerkrankung birgt für die Versicherung ein Risiko – insbesondere chronische Krankheiten wie Diabetes.
Deshalb ist Diabetes nur sehr schwer versicherbar. Insbesondere Typ-2-Diabetiker haben hier schlechte Karten und werden fast immer direkt abgelehnt. Denn das Risiko für schwere Folgeerkrankungen, wie z.B. Niereninsuffizienz, ist für die Versicherer zu hoch.
Manche Versicherungen, wie die Allianz BU, lehnen aber auch Typ-2-Diabetes nicht pauschal ab. Sie prüfen stets individuell und so kann eine gute Einstellung der Krankheit dennoch zu einer Annahme führen – wenn auch mit gewissen Einschränkungen (z.B. begrenzter Laufzeit).
Bei Typ-1-Diabetes sind einige Versicherungen kulanter, dazu gehören z.B. die Volkswohl Bund BU, die Alte Leipziger BU oder auch die spezialisierte myLife Diabetes-BU. Hier sind die individuellen Umstände entscheidend.
Sprich, ein gut eingestelltes Typ-1-Diabetes mit niedrigem Blutzuckerwert (meist unter 6%) und günstigem Verlauf kann versichert werden. Dennoch gelten auch in solchen Fällen meist Einschränkungen wie Risikozuschläge oder eingeschränkte Laufzeiten.
Damit eine Versicherung deinen BU-Antrag mit Diabetes Typ 1 akzeptiert musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die genauen Annahmerichtlinien variieren zwar von Versicherung zu Versicherung, aber im Wesentlichen sind folgende Punkte entscheidend:
Wie du siehst, zählt viel Eigenverantwortung. Ein guter Allgemeinzustand samt konstant niedrigen Laborwerten erhöht deine Chance auf eine ordentliche BU-Police.
Wenn du alle Voraussetzungen erfüllst, steht einer Annahme nichts im Weg – jedoch werden Diabetiker fast nie zu Normalkonditionen aufgenommen. Um das erhöhte Risiko auszugleichen setzten BU-Versicherungen auf spezielle Vertragskonditionen.
Am verbreitetsten ist ein Prämienzuschlag. Der Versicherer verlangt also einen erhöhten Beitrag, um das erhöhte Risiko abzudecken. Bei Typ-1-Diabetes liegt dieser Risikozuschlag oft bei rund 100 % – das heißt, die BU-Prämie verdoppelt sich. In Einzelfällen können Zuschläge sogar noch höher ausfallen (deutlich über 100 %).
Die tatsächliche Höhe ist abhängig vom Schweregrad und der Dauer der Erkrankung sowie vom Alter des Antragstellers und anderen Risikofaktoren.
Wichtig zu wissen: Wenn ein Risikozuschlag vereinbart wird, sind dafür aber sämtliche durch Diabetes bedingte Risiken mitversichert. Du zahlst also zwar deutlich mehr, erhälst aber vollen BU-Schutz.
Eine andere Möglichkeit ist, bestimmte Ursachen vom Versicherungsschutz auszuschließen. Bei Diabetes kommen typischerweise Ausschlussklauseln für bestimmte Folgeerkrankungen in Betracht – z. B. könnte der Vertrag festhalten, dass BU infolge diabetischer Neuropathie, Sehbehinderung durch Diabetes oder Nierenerkrankung nicht gedeckt ist. Tritt dann genau so ein Fall ein, würde die Versicherung nicht zahlen.
Solche Ausschlüsse sind bei Diabetes aber keine gängige Praxis.
Da das BU-Risiko mit zunehmender Diabetesdauer steigt, begrenzen manche Gesellschaften den Versicherungsschutz zeitlich, z.B. bei der Alten Leipziger oder Allianz. Sie versichern Diabetes nur bis 30 Jahre nach Krankheitsbeginn.
In der Praxis bedeutet das: Liegt deine Erstdiagnose 10 Jahre zurück, bietet der Versicherer den BU-Schutz für maximal 20 weitere Jahre an. Danach endet der Vertrag, selbst wenn du das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht hast.
In Einzelfällen kann auch die versicherbare Rentenhöhe beschränkt werden. Generell empfiehlt sich eine Absicherung von maximal ca. 60–70 % des Bruttoeinkommens.
Jedoch sind spezifische Einschränkungen bei Diabetes nicht üblich. Auch als Diabetiker kannst du in der Regel eine ausreichende BU-Rente in nötiger Höhe versichern, sofern du grundsätzlich versicherbar bist.
Bei der Antragstellung musst du eine ausführliche Gesundheitsprüfung durchlaufen. Dabei stellt die Versicherung schriftliche Gesundheitsfragen, um deinen Gesundheitszustand und damit dein Risiko einzuschätzen.
Üblich sind detaillierte Fragen zum Krankheitsverlauf. Geprüft werden sämtliche Erkrankungen, Behandlungen, Arztbesuche und Medikamente innerhalb eines bestimmten Zeitraums (meist 5 bzw. 10 Jahre). Eine typische Frage zu Diabetes könnte lauten: "Bestanden in den letzten 5 Jahren Krankheiten oder Störungen des Stoffwechsels (auch Diabetes, Cholesterin-, Harnsäureerhöhung)?"
Wird eine solche Frage mit "Ja" beantwortet, folgt i.d.R. ein zusätzlicher Fragebogen speziell zur Diabetes. Darin werden detaillierte Angaben zu Folgendem abgefragt:

Art des Diabetes (Typ 1 oder 2)
Diagnosedatum
aktuelle Therapie
letzte bekannte HbA1c-Werte
behandelnde Ärzte
Krankenhausaufenthalte
vorhandene Folgeprobleme
Neben dem Fragebogen verlangen Versicherer bei Diabetes zusätzlich ärztliche Unterlagen, Befunde und Laborwerte. Auch Befunde vom Augenarzt zum Zustand der Netzhaut werden gefordert. Sie klären ab wie gut dein Diabetes kontrolliert ist oder ob bereits Schäden bestehen.
Manche Versicherer bieten zeitlich begrenzte Sonderaktionen an, bei denen deutlich weniger Gesundheitsfragen gestellt werden. Meist sind diese an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt, z.B.:

bestimmtes Eintrittsalter (z.B. für "junge Leute" bis 30 Jahre)
bestimmte Rentenhöhe (z.B. nur bis 1.500 oder 2.000€)
bestimmte Berufe / Berufsgruppen (z.B. für ITler)
für die Schüler-BU (z.B. nur für Gymnasium)
für Studenten (z.B. bestimmte Studiengänge)
bestimmte Kombitarife (z.B. Basis-Rente + BU)
bei Immobilienerwerb (z.B. wenn in den letzten 6 Monaten eine Immobilie gekauft wurde)
für "kleine" BU-Verträge zur Beitragsbefreiung (z.B. bis 300€)
im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV)
Bei solchen Aktionen werden die Gesundheitsfragen (oft stark) verkürzt – etwa nur Krankheiten der letzten 12 Monate statt 5 Jahre. Einige Aktionen schließen bestimmte Krankheiten wie Diabetes in ihrem Fragekatalog sogar gar nicht mit ein.
Ausführlich Infos zu solchen Aktionen findest du in unserem Artikel: BU mit vereinfachten Gesundheitsfragen
Allerdings gelten solche Aktionen meist nur für bestimmte Berufsgruppen oder haben eine begrenzte Rentenhöhe. Unser Team hat einen guten Marktüberblick und findet für dich die optimale BU-Aktion.
Mittlerweile gibt es einen speziell für Diabetiker entwickelten Tarif, der es ermöglicht trotz Diabetes einen zuverlässigen Schutz zu erhalten: die mylife Diabetes-BU.
Sie bietet einen umfangreichen, maßgeschneiderten Schutz für Typ-1-Diabetiker und berücksichtigt dabei den medizinischen Fortschritt und die Möglichkeit einer guten Blutzuckerkontrolle.
Besonders ist hier die Präventionsrente. Sie aktiviert sich, wenn du regelmäßige Kontrollen beim Diabetologen nachweisen kannst. So kann deine BU-Rente zusätzlich steigen.
Besonders für Kinder und Jugendliche kann sich ein Abschluss lohnen. Für sie bietet mylife spezielle Tarife mit vergünstigten Konditionen.
Aber: dieser BU-Schutz ist nicht billig: Für eine monatliche BU-Rente von 2.000€ werden schnell Beiträge von etwa 245€ fällig.
aktuelle Befunde & Blutwerte bereithalten
Ärztliche Stellungnahmen einholen
Gesundheitszustand vor Antragstellung optimieren
Makler einschalten & Risikovoranfrage nutzen
Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen nutzen
Alle Fragen ehrlich beantworten
keine "freiwilligen" Angaben, die nicht gefragt sind
So verlockend es auch sein mag, verschweige dein Diabetes bei Antragstellung auf keinen Fall. Als Antragsteller bist du dazu verpflichtet, alle Fragen zu Vorerkrankungen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten. Das ist gesetzlich verankert (§19 VVG – vorvertragliche Anzeigepflicht).
Wird bekannt, dass du gelogen hast, verlierst du deinen Schutz. Dein Versicherer kann die Leistung verweigern, vom Vertrag zurücktreten oder ihn kündigen. Schlimmstenfalls kann er dir arglistige Täuschung vorwerfen und dich anzeigen.
Daher ist es immer besser von Anfang an mit offenen Karten zu spielen, auch wenn du mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen rechnen musst.
Falls bestimmte Vorerkrankungen nicht abgefragt werden, brauchst du sie nicht proaktiv nennen. Allerdings sind die Fragen meist klar formuliert. Im Zweifelsfall solltest du aber lieber mehr angeben, um Missverständnisse zu vermeiden.
Da jede Versicherung Risiken anders bewertet, ist eine anonyme Risikovoranfrage besonders sinnvoll für Menschen mit chronischen Vorerkrankungen wie Diabetes. Sie ermöglicht eine unverbindliche Risikoeinschätzung bei mehreren Versicherungen.
Dabei erstellt dein Versicherungsmakler ein anonymisiertes Profil mit Angaben zu deinen Gesundheitsdaten, Beruf und anderen Risikofaktoren. Dies wird mehreren Versicherungen geschickt um anzufragen, ob und zu welchen Konditionen sie dich versichern würden.
Der Vorteil: Du erhälst unverbindliche Angebote, ohne dass eine offizielle Ablehnung in deinem HIS-Vermerk landet. Das ist ein zentrales System der Versicherer, in dem alle Angaben von Antragstellern vermerkt werden. Sieht eine Versicherung bei einem künftigen Antrag, dass du bereits abgelehnt wurdest, kann das zu einer erneuten Ablehnung führen.
Anschließend kannst du das beste Angebot für dich auswählen und einen offiziellen Antrag stellen.
Als erfahrene Versicherungsmakler unterstützen wir dich gerne dabei einen passenden Tarif für dich zu finden. Durch unser langjähriges Know-How und enge Beziehungen zu verschiedenen Versicherungen können wir gezielte Risikovoranfragen durchführen. Dazu ist aber deine Mithilfe erforderlich.
Wichtiger Hinweis: Wir führen keine Voranfrage durch, wenn absehbar ist, dass sie keine vorteilhaften Ergebnisse bringen wird. Durch unsere Erfahrung können oft schon im Vorfeld relativ gut beurteilen, ob eine Antragstellung Erfolg verspricht oder nicht.
So läuft die anonyme Risikovoranfrage bei uns ab:
Früh starten: Je jünger du bist und je stabiler deine Werte, desto höher die Chance auf gute Konditionen
Anonyme Risikovoranfrage: Schützt dich vor unnötigen Ablehnungen
Gesundheitswerte optimieren: Zeig der Versicherung, dass du deinen Diabetes im Griff hast
Spezialisierte Makler einschalten: Sie wissen, welche Anbieter sich gerade offen zeigen und wie man Anträge optimal aufbereitet
Plan B haben: Falls BU nicht klappt, nutze Alternativen wie GFV oder EUV – besser als gar nichts
Nichts verschweigen: Vorvertragliche Anzeigepflicht einhalten
Dranbleiben: Falls es nicht auf Anhieb klappt, kann sich manchmal ein erneuter Versuch lohnen
Trotz aller Bemühungen können nicht alle Diabetiker eine gute BU abschließen, gerade Typ-2-Diabetiker haben besonders schlechte Chancen. In diesem Fall solltest du dich über alternative Absicherungsmöglichkeiten informieren.
Es gibt mehrere Alternativprodukte, aber sie können nur Teilbereiche absichern. Keine Versicherung bietet einen solch umfassenden Schutz wie eine BU. Aber auch ein Teil-Schutz ist besser als gar keiner.
Die wichtigsten Alternativen für Diabetiker sind:
Ja, die BU leistet wenn du wegen Diabets berufsunfähig wirst. Voraussetzung ist, dass die Vertragsbedingungen erfüllt sind. Das heißt:
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, hast du auch mit Diabetes oder einer Folgeerkrankung Anspruch auf Auszahlung deiner BU-Rente.
Dann heißt es so früh wie möglich einen Leistungsantrag zu stellen. Am besten sobald sich eine Berufsunfähigkeit durch Diabetes abzeichnet.
Wir raten dir in einem solchen Fall, alle ärztlichen Dokumente über Diagnosen, Therapien und Nachsorge bereit zu halten, um den Leistungsantrag sorgfältig auszufüllen. Dann ist Geduld gefragt: Die Prüfung deiner Unterlagen kann mehrere Monate dauern.
In der Regel solltest du dann einen Bescheid und die monatliche Auszahlung deiner BU-Rente bekommen. Manchmal kommt es aber zu einer Ablehnung. Aber keine Panik: in vielen Fällen kannst du noch dagegen vorgehen.
Prüfe zunächst den Ablehnungsgrund. Sieht die Versicherung die Voraussetzungen noch nicht erfüllt? Dann können oftmals erneute Atteste, Stellungnahmen oder Gutachten helfen.
Du kannst dann Widerspruch einlegen und neue Unterlagen zur Prüfung bereitstellen. In vielen Fällen kann das schon ausreichen. Falls der Versuch scheitert kannst du dich auch an einen Versicherungsombudsmann oder einen Fachanwalt für Versicherungsrecht wenden.
Hast du aber deine Anzeigepflicht verletzt oder ist Diabetes von der Leistung ausgeschlossen, stehen deine Chancen schlechter. Hier kann eventuell nur juristischer Beistand helfen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Diabetes ist heutzutage für Typ-1-Diabetiker oft möglich – vorausgesetzt du hast dein Diabetes gut im Griff.
Natürlich musst du etwas mehr Vorbereitung in einen Antrag investieren: Halte aktuelle Werte und ärztliche Stellungnahmen griffbereit und nutze die anonyme Voranfrage. Dieser Aufwand lohnt sich, wenn du am Ende mit einer BU-Police dastehst, die dich wirklich schützt.
Wir von my-finanzheld.de wissen, wie wichtig dir deine finanzielle Sicherheit ist. Wir wollen, dass du trotz Diabetes zuversichtlich in die Zukunft blicken kannst. Denn mit der richtigen Strategie und ein bisschen Ausdauer steht dir auch als Diabetiker eine solide Berufsunfähigkeitsversicherung offen.

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Das variiert stark– je nach Versicherer, Schwere der Diabetes-Erkrankung und möglichen Begleiterkrankungen. Üblich sind Zuschläge zwischen 50% und 150%. In Einzelfällen kann der Zuschlag auch höher liegen oder es kommt zur Ablehnung.
Der HbA1c-Wert ist ein zentraler Indikator für die Blutzuckereinstellung. BU-Versicherer ziehen ihn in ihrer Risikobewertung ein. Ideal ist ein Wert unter 6%. Ein Wert innerhalb dieses Bereichs signalisiert eine stabile Stoffwechsellage und kann die Annahme deutlich erleichtern. Abweichende Werte dagegen führen zu höheren Zuschlägen oder sogar zur Ablehnung.
Je kürzer die Krankheitsdauer, desto besser sind in der Regel die Chancen – vorausgesetzt, die Erkrankung ist gut eingestellt. Viele Versicherer bevorzugen Diabetiker, die ihre Diagnose in einem frühen Stadium (z. B. weniger als 10 Jahre) erhalten haben und seitdem keine schwerwiegenden Komplikationen entwickelt haben.
Bedenke auch, dass Einschränkungen der Laufzeit bei Diabetes üblich sind. Auch deshalb ist es wichtig so früh wie möglich an eine BU-Versicherung zu kommen.
Nein, in der Regel nicht. Denn eine vollwertige BU ohne Gesundheitsfragen gibt es grundsätzlich nicht.
Ja, einige Versicherer berücksichtigen bei nachfolgenden Prüfungen oder bei einer eventuellen Nachversicherungsgarantie positive Veränderungen. Eine konsequente Verbesserung der Gesundheit kann dazu beitragen, dass spätere Anträge günstiger bewertet werden oder dass Zuschläge bei zukünftigen Vertragsänderungen reduziert werden.
Im Normalfall greift die im Vertrag vereinbarte Vertrauensregel: Hat der Versicherer den Vertrag auf Grundlage der vorvertraglichen Angaben abgeschlossen, ändert eine spätere Verschlechterung nicht automatisch den Versicherungsschutz.
Allerdings können im Leistungsfall zusätzliche Prüfungen erfolgen – im schlimmsten Fall kann dies zu Streitigkeiten führen, wenn der Zusammenhang zur ursprünglichen Risikoeinschätzung unklar bleibt.
Wenn neben Diabetes weitere Risikofaktoren vorliegen, steigt das Gesamtrisiko. Das führt meist zu höheren Risikozuschlägen oder zu einem Ausschluss einzelner Leistungen führen. In besonders schwerwiegenden Fällen kann dein Antrag auch abgelehnt werden.
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