Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Übergewicht abschließen
- Übergewicht & Folgeerkrankungen als Risikofaktoren für BU
- BMI als ausschlaggebendes Kriterium
- So klappt der Abschluss trotz Übergewicht
Update: aktualisiert 30.07.2026
Viele Menschen, die mit Übergewicht leben, fragen sich irgendwann, ob sie überhaupt eine Chance auf eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Dabei ist klar: Gerade wenn du ein paar Kilo mehr wiegst, ist es umso wichtiger, dich rechtzeitig und umfassend abzusichern – denn gesundheitliche Herausforderungen treten oft unerwartet auf.
Wir zeigen dir in diesem Ratgeber, wie Versicherer Übergewicht bewerten, welche Folgen dein BMI auf einen BU-Abschluss haben kann und mit welchen Strategien du trotzdem einen optimalen Schutz bekommst.
Denn dein persönlicher Versicherungsschutz sollte nicht von einer Zahl auf der Waage abhängen – sondern von der richtigen Vorgehensweise.
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Definition Übergewicht: Ab einem BMI von 25 gilt man als übergewichtig, ab 30 als adipös
Folgeerkrankungen: Herz-Kreislauf-Probleme, Gelenkverschleiß oder Diabetes erhöhen das Risiko einer Berufsunfähigkeit
Gesundheitsprüfung: Entscheidend ist dein individueller Gesundheitszustand
Annahme trotz Übergewicht: Oft wird ein Risikozuschlag berechnet; direkte Ausschlüsse sind selten
Wahrheitsgemäße Angaben: Du musst dein Übergewicht korrekt angeben – sonst droht Leistungsverweigerung
Tipps und Strategien: Frühzeitige Beratung, anonyme Risikovoranfrage & Sonderaktionen erleichtern Annahme
Übergewicht bezeichnet ein Körpergewicht, das über dem gesundheitlichen Normbereich liegt. Um das zu berechnen wird meist der Body-Mass-Index (BMI) verwendet. Dafür wird das Körpergewicht in kg durch die Körpergröße in m² geteilt.
Bei einem BMI über 25 spricht man von Übergewicht, ab 30 von Adipositas (Fettleibigkeit). Prinzipiell wird der BMI bei Erwachsenen wie folgt eingeteilt:
BMI-Bereich |
Einteilung |
Beschreibung |
|---|---|---|
<18,5 |
Untergewicht |
Niedriger als der Normalbereich; kann auf Mangelernährung oder kritische Erkrankungen hindeuten |
18,5-24,9 |
Normalgewicht |
Optimaler Bereich; in der Regel gesundheitlich unbedenklich |
25,0-29,9 |
Übergewicht |
Erhöhter Wert; vermehrtes Körperfett, aber noch nicht als Adipositas klassifiziert |
30,0-34,9 |
Adipositas Grad I |
Leichte Fettleibigkeit; erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen |
35,0-39,9 |
Adipositas Grad II |
Mittlere Fettleibigkeit; deutlich gesteigertes Gesundheitsrisiko |
≥40,0 |
Adipositas Grad III |
Schwere Fettleibigkeit; hohes Risiko für schwerwiegende gesundheitliche Probleme |
Der BMI dienst nur als grober Richtwert, denn er berücksichtigt nicht die genaue Körperzusammensetzung, wie z.B. deine Muskelmasse. Dennoch wird der Wert von BU-Versicherungen genutzt, da er eine einfache Einteilung ermöglicht.
Übergewicht entsteht in der Regel durch einen langfristigen Energieüberschuss: Mehr Kalorien werden aufgenommen als verbraucht.
Neben ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel spielen auch genetische Faktoren, hormonelle Störungen und psychischer Stress eine Rolle. Auch der sozioökonomische Hintergrund (z.B. Lebensstil und Status) kann das Risiko erhöhen.
Wir empfehlen, diese Faktoren im Blick zu behalten, um frühzeitig gegenzusteuern und langfristig gesünder zu leben.
Starkes Übergewicht belastet fast alle Organsysteme und führt oft zu verschiedenen Begleiterkrankungen wie:
Diese Krankheiten können langfristig zu einer Berufsunfähigkeit führen, wenn sie nicht ausreichend behandelt werden. Deshalb ist es wichtig, bereits früh vorzusorgen.
Übergewicht kann deine körperliche Leistungsfähigkeit direkt beeinträchtigen. Du könntest aufgrund von eingeschränkter Mobilität, schneller Erschöpfung und Atemproblemen nicht mehr in deinem Beruf arbeiten. Das gilt besonders bei körperlich anstrengenden Jobs, wie Handwerk oder Pflege.
Doch auch indirekte Folgen spielen eine wichtige Rolle: (Chronische) Folgeerkrankungen wie Bandscheibenvorfälle, Herzinfarkte oder Diabetes können langfristig zur Berufsunfähigkeit führen. Und dabei so ziemlich jeden, unabhängig vom Beruf treffen.
Zudem erhöht Übergewicht das Risiko für fast jede der häufigsten Ursachen von Berufsunfähigkeit – von psychischen Krankheiten, Krebs, Erkrankungen des Skeletts bis hin zu Herzkrankheiten.
Daher gilt: Auch wenn Übergewicht an sich nicht immer unmittelbar zur Berufsunfähigkeit führt, ist es häufig Auslöser für weitere, schwerwiegendere Gesundheitsprobleme.

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Bei der Beantragung einer BU musst du eine Gesundheitsprüfung durchlaufen und unter anderem Angaben zu Größe, Gewicht und BMI machen. Versicherer stellen dabei gezielte Fragen, auch zu Gewichtsschwankungen, Blutdruckwerten und bereits bestehenden Erkrankungen (z. B. Diabetes oder Fettleber).
Beispiele für typische Fragen sind:
Auf Basis der Ergebnisse wird zusammen mit anderen Risikofaktoren (z.B. Alter, Beruf und Hobbys) dein persönliches BU-Risiko berechnet.
Auch wenn es vielleicht verlockend sein mag, verschweige keine Risikofaktoren wie Übergewicht und beantworte alle Fragen ehrlich! Denn laut §19 VVG gilt eine vorvertragliche Anzeigepflicht. Das bedeutet du musst alle relevanten Gesundheitsdaten vollständig und wahrheitsgemäß angeben.
Verschweigst du Informationen, kann das schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. So können bewusste Falschangaben später zur Leistungsverweigerung führen. Auch kann die Versicherung deinen Vertrag kündigen, zurücktreten oder dich in schweren Fällen anzeigen.
Damit dir so etwas nicht versehentlich passiert, empfehlen wir dir vor Antragstellung deine Patientenakte anzufordernund weitere wichtige Dokumente zu sammeln. So hast du einen Überblick und vergisst keine relevanten Informationen.
Ob und zu welchen Konditionen du eine BU bekommen kannst, hängt im Wesentlichen von deinem BMI-Wert und möglichen Begleiterkrankungen ab. Prinzipiell gilt: Je gesünder du bist, desto leichter ist eine Annahme zu guten Konditionen.
Grob lässt sich die Bewertung der Versicherer so beschreiben:
Neben dem BMI spielt auch dein Alter eine wichtige Rolle. So sehen Versicherungen Übergewicht bei jüngeren Menschen strenger als bei älteren. Denn: Ein 25-Jähriger mit einem BMI von 32 hat deutlich mehr Berufsjahre vor sich als ein 50-Jähriger mit selbem BMI.
Es lässt sich auch abzeichnen, dass jüngere Menschen mit steigendem Alter vermutlich weitere Erkrankungen aufgrund des Übergewichts bekommen werden. Dieses Risiko wird deshalb von den Versicherungen bereits mitgerechnet.
Ein 25-Jähriger mit einem BMI von 32 kann so ein Angebot für eine BU mit 25% Risikozuschlag angeboten bekommen, ein 50-Jähriger wiederum erhält den gleichen Tarif zu Standardkonditionen. Bei einem BMI von 40 kassiert der Jüngere sogar eine Ablehnung und der Ältere einen Beitragszuschlag von 100%.
Um dir eine Orientierung zu geben, haben wir die Annahmerichtlinien verschiedener Versicherer zusammengefasst. Bitte beachte: die tatsächlichen Konditionen hängen von deiner persönlichen Risikobewertung ab und können daher abweichen.
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag ca. 25–50 % |
35,0–39,9 |
Zuschlag ca. 75–100 % |
≥ 40 |
Häufig Ablehnung oder sehr hoher Zuschlag |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zusätzliche Unterlagen benötigt |
35,0–39,9 |
Ärztlicher Bericht benötigt |
≥40 |
Häufig Ablehnung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag bis 50% |
35,0–39,9 |
Zuschlag ca. 75% |
≥40 |
Entscheidung nach individueller Prüfung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag ca. 25–50% |
35,0–39,9 |
Ärztlicher Bericht benötigt |
≥40 |
Entscheidung nach individueller Prüfung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag ca. 25–50% |
35,0–39,9 |
Zuschlag bis 100% |
≥40 |
Entscheidung nach individueller Prüfung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag ca. 25–50% |
35,0–39,9 |
Zuschlag ca. 50–100% |
≥40 |
Entscheidung nach individueller Prüfung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag ca. 25–50% |
35,0–39,9 |
Individuelle Prüfung |
≥40 |
Ablehnung oder sehr hoher Zuschlag |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag ca. 25–50% |
35,0–39,9 |
Individuelle Prüfung |
≥40 |
Individuelle Prüfung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Individuelle Prüfung; Zuschlag bis ca. 50% |
35,0–39,9 |
Individuelle Prüfung; Zuschlag bis 75% |
≥40 |
Entscheidung nach individueller Prüfung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag bis ca. 50% |
35,0–39,9 |
Zuschlag ca. 75–100% |
≥40 |
Entscheidung nach individueller Prüfung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag bis ca. 50% |
35,0–39,9 |
Ärztlicher Bericht |
≥40 |
Ablehnung |
BMI-Bereich |
Konditionen / Risikozuschlag |
|---|---|
18,5–30 |
Normale Annahme |
30,0–34,9 |
Zuschlag ca. 25–50% |
35,0–39,9 |
Zuschlag bis 100 % |
≥40 |
Ablehnung oder extrem hohe Zuschläge |
Wie du bereits siehst, ist es auch mit Übergewicht durchaus möglich erfolgreich eine BU abzuschließen. Damit das problemlos klappt, gibt es einige Dinge, die du unternehmen kannst.
Allgemein gilt: Kümmere dich so früh wie möglich um eine BU, idealerweise bevor erste Folgeerkrankungen auftreten. Zwar ist im jüngeren Alter Übergewicht aus Sicht der Versicherer ein höheres Risiko, aber in der Regel bist du trotzdem gesünder, weil du weniger andere Vorerkrankungen hast.
Warte also nicht bis dein Hausarzt z.B. Diabetes oder Bluthochdruck feststellt – dann wird ein BU-Abschluss deutlich schwieriger bis unmöglich.
Fange also frühzeitig an zu planen und suche dir einen fachkundigen Berater oder Versicherungsmakler, der dich beraten kann.
Bevor du wild Anträge losschickst und möglicherweise Ablehnungen kassierst, solltest du, gerade bei Übergewicht, eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler durchführen.
Dabei werden deine relevanten Gesundheitsdaten anonymisiert aufbereitet und an So mehrere Versicherungen geschickt. Sie prüfen deine Angaben und teilen mit, ob und zu welchen Konditionen sie dich annehmen würden.
Das hat zweierlei Vorteile: Zum einen findest du so ganz einfach, die beste Versicherung für dich und deine Bedürfnisse. Zum anderen schützt du dich vor einer Ablehnung, die im HIS-System gespeichert wird.
Das ist ein zentrales Hinweis- und Informationssystem der Versicherungen, in dem Daten von Antragstellern sowie Ablehnungen gespeichert werden. Möchtest du zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Antrag bei einer anderen Versicherung stellen, könntest du Probleme bekommen. Versicherungen prüfen normalerweise ob du bereits abgelehnt wurdest – das führt dann meist automatisch zu erneuter Ablehnung.
Gerne führen wir für dich eine Risikovoranfrage durch. Wir haben mehrjähriges Know-How und enge Beziehungen zu verschiedenen Versicherungen und können Anfragen gezielt durchführen. Wir brauchen aber deine Mithilfe.
Wir führen keine Voranfrage durch, wenn absehbar ist, dass sie keine vorteilhaften Ergebnisse bringen wird. Durch unsere Erfahrung können oft schon im Vorfeld relativ gut beurteilen, ob eine Antragstellung Erfolg verspricht oder nicht.
Formular ausfüllen: Zuerst trägst du deine persönlichen Daten, beruflichen Informationen, deinen Gesundheitszustand und deine Versicherungswünsche in ein Formular ein.
Erste Einschätzung: Wir überprüfen deinen Fall und teilen dir unserere Einschätzung mit. Ggf. benötigen wir dann weitere Unterlagen, wie z.B. ärztliche Befunde.
Anonyme Anfrage: Mit den gesammelten Informationen stellen wir eine anonymisierte Risikovoranfrage bei ca. 3-5 Versicherungsgesellschaften, mit denen wir zusammenarbeiten und wo wir gute Chancen für dich sehen.
Ergebnisbesprechung: Nach Eingang der Rückmeldungen besprechen wir gemeinsam deine BU-Optionen und wählen das optimale Angebot aus.
Antragstellung: Wenn alle Annahmebedingungen für dich passen, stellen wir den offiziellen BU-Antrag an die gewählte Versicherung.
Die Bewertung deines Übergewichts variiert stark von Versicherer zu Versicherer.
Vergleiche deshalb verschiedene Angebote, um den Anbieter zu finden, der deinen BMI am kulantesten bewertet.
Einige Gesellschaften bieten sogar Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen für bestimmte Berufsgruppen, bei denen auf die Abfrage von Gewicht verzichtet wird – das kann für übergewichtige Antragsteller ein echter Vorteil sein.
Eine solche Aktion bietet aktuell die HDI Berufsunfähigkeitsversicherung für verschiedene Berufsgruppen aus Medizin, Wirtschaft, Recht und Naturwissenschaft an. Das sind:
Ärzte, Mediziner, Zahnärzte & Medizinstudenten (Humanmedizin)
Wirtschaftsingenieure (Voraussetzung ist Mitgliedschaft im VWI – Verband deutscher Wirtschaftsingenieure)
Rechtsanwälte & deren kaufmännische Angestellte
Steuerberater & deren kaufmännische Angestellte
Notare
Berufe in den Bereichen Biotechnologie, Chemie, Pharmazie (Mitgliedschaft im bts Verband nötig)
Schüler (je nach Beruf der Eltern)
Vorteil: Auch Ehepartner und kindergeldpflichtige Kinder können die Aktion mit abschließen – ihre Berufe spielen dabei keine Rolle.
Frage uns gerne nach aktuellen Aktionen und nutze diese Möglichkeit, um auch bei stärkerem Übergewicht eine gute BU zu bekommen.
Wenn bei dir ein sehr hoher BMI (z. B. Adipositas Grad III) vorliegt, kannst du in der Regel keine BU abschließen. In solchen Fällen gibt es Alternativen, die zumindest einen Teil des Risikos abdecken – eine BU aber nicht vollständig ersetzen können:
Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Sie zahlt, wenn du überhaupt keine Erwerbstätigkeit mehr ausüben kannst. Die Hürden eine Leistung zu bekommen sind daher deutlich höher. Dafür sind die Gesundheitsanforderungen oft niedriger, wodurch Übergewicht eher akzeptiert wird als bei der BU.
Grundfähigkeitsversicherung: Zahlt eine Rente, wenn bestimmte grundlegende Fähigkeiten verloren gehen und du z. B. nicht mehr gehen oder sprechen kannst. Adipositas an sich ist keine Leistung, aber falls dein Übergewicht etwa zum Verlust deiner Gehfähigkeit führt, würde die Versicherung leisten. Die Gesundheitsfragen sind etwas einfacher als bei der BU, aber Gewicht wird auch hier abgefragt. Allerdings sind manche Tarife in ihrer Annahme kulanter als eine BU.
Dread-Disease-Versicherung: Sie leistet eine Einmalzahlung bei Diagnose bestimmter schwerer Krankheiten (wie Herzinfarkt oder Diabetes). Das bedeutet du kannst zwar nicht das Übergewicht selbst versichern, dafür aber viele Begleiterkrankungen. Um die Leistung zu erhalten genügt die Diagnose, eine Berufsunfähigkeit ist keine Voraussetzung.
Multi-Risk-Versicherung: Einige Versicherer bieten kombinierte Lösungen mit beispielsweise Elementen der Grundfähigkeits- und der Dread-Disease-Versicherung an. Diese können für Übergewichtige einfacher abzuschließen sein als eine BU, da die Gesundheitsfragen weniger streng sind. Aber: Multi-Risk-Versicherungen sind noch ein recht neues Produkt, daher gibt es auch noch nicht so viele Anbieter auf dem Markt.
Lass dich umfassend beraten, welche Alternativen oder welche Kombination für deine individuelle Situation am besten geeignet ist.
Ja, die BU leistet auch bei Berufsunfähigkeit durch Übergewicht – sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind:
Berufsunfähigkeit von mindestens 50%
Mindestens 6 Monate andauernd
Keine Verweisung in einen anderen Beruf
Keine Ausschlussklausel für Übergewicht oder Begleiterkrankungen
Sind diese Bedingungen gegeben, wird deine vereinbarte BU-Rente ausgezahlt.
Wichtig ist, dass du so früh wie möglich – am besten sobald sich eine Berufsunfähigkeit abzeichnet – einen Leistungsantrag bei deiner Versicherung stellst. Halte dafür alle notwendigen Nachweise, wie Arztberichte und Krankschreibungen bereit. Denn die Versicherung wird deine Angaben genau überprüfen.
Ist alles korrekt angegeben, erhälst du deine Leistung. Manchmal kann es aber dazu kommen, dass dein Antrag abgelehnt wird. In solchen Fällen solltest du nochmal alles genau prüfen und den Ablehnungsgrund verstehen.
Oft kannst du noch Widerspruch einlegen, neue ärztliche Atteste bereitstellen oder dich im Zweifelsfall an einen Versicherungsombudsmann oder Fachanwalt wenden.
Ein BU-Abschluss ist auch mit Übergewicht möglich. Durch frühzeitige Beratung, ehrliche Angaben und gezielte Voranfragen findest du den passenden Tarif. Auch wenn ein Risikozuschlag anfällt, bekommst du vollen BU-Schutz.
Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist essenziell, denn sie schützt dich finanziell, wenn du aufgrund gesundheitlicher Probleme, die direkt oder indirekt durch Übergewicht bedingt sind, nicht mehr arbeiten kannst.

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Der BMI wird aus deinem Gewicht (in kg) und deiner Körpergröße (in m²) berechnet. Er gibt an, ob du normalgewichtig, über- / untergewichtig oder adipös bist. Wir empfehlen, immer aktuelle Messwerte bei einem BU-Antrag anzugeben.
Neben den üblichen Angaben zu Größe und Gewicht verlangen Versicherer oft aktuelle ärztliche Atteste, Blutwerte und Dokumentationen zu eventuell bestehenden Folgeerkrankungen. So können sie dein Risiko genauer einschätzen.
Bestehen in deiner Familie Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme kann das dein individuelles Risiko erhöhen. Das kann zu höheren Risikozuschlägen führen, selbst wenn du selbst momentan keine akuten Beschwerden hast.
Bei anonymen Voranfragen werden in der Regel grundlegende Daten wie Alter, Geschlecht, Beruf, Größe, Gewicht und bekannte Vorerkrankungen abgefragt – ohne deinen Namen preiszugeben. So erhältst du eine unverbindliche Einschätzung, wie dein Risiko von verschiedenen Versicherern bewertet wird.
Je nach BMI, Alter und weiteren Begleiterkrankungen können Risikozuschläge von ca. 25–100% auf den Normaltarif erhoben werden. Jüngere Antragsteller werden meist strenger bewertet als Ältere. Ein Vergleich der Anbieter hilft hier, den besten Tarif zu finden.
Einige Versicherer bieten nach einer gewissen Zeit eine erneute Bewertung an, sofern du nachweislich abgenommen hast oder sich deine gesundheitlichen Werte verbessert haben. Die genauen Konditionen hängen jedoch vom jeweiligen Tarif und Anbieter ab.
Es empfiehlt sich, regelmäßig (zum Beispiel einmal jährlich) zu kontrollieren, ob sich dein Gesundheitszustand oder dein Gewicht signifikant verändert hat. So kannst du prüfen, ob sich dein Risikoprofil geändert hat und ob eventuell eine Tarifüberprüfung sinnvoll wäre.
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