Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich: So findest du die passende BU
- Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich
- BU-Kosten & Leistungen
- BU-Tarife richtig vergleichen
Update: aktualisiert 09.07.2026
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BU-Vergleich wichtig: Nur ein Vergleich zeigt dir passende Tarife, Leistungen und Preise für deine berufliche Situation
BU schützt Einkommen: Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine Rente, wenn du deinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kannst
Gesetzliche Leistung gering: Die Erwerbsminderungsrente deckt nur einen kleinen Teil deines Einkommens – BU schließt die Lücke
Häufige BU-Ursachen: Vor allem Psyche, Rücken und Krebs – entscheidend für jeden BU-Vergleich, da Tarife hier stark variieren
Früh BU vergleichen: Junge und gesunde Menschen erhalten im Vergleich die besten Bedingungen und dauerhaft günstige Beiträge
Wichtige BU-Klauseln: Verzicht auf abstrakte Verweisung, Dynamik & Nachversicherung sind zentrale Kriterien im BU-Vergleich
Kostenfaktoren im Blick: Beitrag hängt von Beruf, Alter, Gesundheit und BU-Rente ab – Vergleiche lohnen sich deutlich.
Antrag korrekt stellen: Gesundheitsfragen ehrlich beantworten; bei Unsicherheit hilft eine anonyme Risikovoranfrage über einen erfahrenen Makler
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sichert dein Einkommen ab, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausüben kannst. Sie ersetzt damit genau das, wovon dein Alltag, deine Miete, deine Kredite und dein Lebensstandard abhängen: deine Arbeitskraft.
Die BU zahlt dir eine monatliche Rente, sobald du deinen Beruf nicht mehr im vollen Umfang ausüben kannst. Dabei zählt, wie du deinen Beruf tatsächlich ausgeübt hast – nicht, ob du theoretisch „irgendetwas anderes“ arbeiten könntest.
Ohne private BU bist du auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente angewiesen. Sie greift jedoch nur, wenn du gar keinen Job mehr mindestens drei Stunden täglich ausüben kannst. Die Hürde ist somit deutlich höher und selbst wenn du sie bekommst, ist die Rente meist deutlich zu niedrig, um deinen bisherigen Lebensstandard zu halten.
Laut Deutscher Rentenversicherung lag die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente 2024 bei rund 1.041 € monatlich.
Die Infografik zeigt sehr deutlich, wodurch Berufsunfähigkeit in der Praxis tatsächlich entsteht: Die überwiegende Zahl der BU-Fälle ist krankheitsbedingt. Unfälle spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
psychische Erkrankungen
Rücken- und Gelenkprobleme
Krebserkrankungen und andere organische Krankheiten
Herz-Kreislauf- oder neurologische Erkrankungen
Unfälle (deutlich seltener als oft angenommen)
Berufsunfähigkeit betrifft damit nicht nur körperlich belastende Tätigkeiten, sondern praktisch alle Berufsgruppen – von kreativen Jobs über Bürotätigkeiten bis hin zu sozialen oder technischen Berufen.

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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert dein Einkommen, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben kannst. Die BU zahlt eine monatliche Rente, sobald du mindestens zu 50 % berufsunfähig bist und dieser Zustand mindestens sechs Monate anhält. Je nach Tarif umfassen die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung darüber hinaus weitere Bausteine wie Sofort- oder Wiedereingliederungshilfen.
Die BU zahlt, wenn du zu mindestens 50 % berufsunfähig bist und dieser Zustand voraussichtlich sechs Monate anhält.
Viele gute Tarife leisten rückwirkend ab Beginn der Einschränkung.
👉 Weiterlesen: „Ab wann zahlt die BU?“
Die BU-Rente wird solange gezahlt, wie deine Berufsunfähigkeit besteht – maximal bis zum vereinbarten Endalter. Sinnvoll ist eine Absicherung bis zum gesetzlichen Renteneintritt um gefährliche Versorgungslücken nach Ablauf des Endalters zu vermeiden.
Die Rente sollte etwa 60–80 % des Nettoeinkommens abdecken, damit du Fixkosten, Alltag und Vorsorge weiter finanzieren kannst.
👉 Weiterlesen: BU wie hoch abschließen?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle Menschen sinnvoll, die auf ihr Einkommen angewiesen sind. Denn sobald du deinen Beruf aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr ausüben kannst, entsteht schnell eine finanzielle Lücke, die du ohne private Absicherung kaum schließen kannst.
Unabhängig davon, ob du körperlich arbeitest oder einen typischen Bürojob hast – deine Arbeitskraft ist die Grundlage deines Lebensunterhalts. Deshalb ist eine BU für nahezu alle Erwerbstätigen ein wichtiger Bestandteil der finanziellen Vorsorge.
Ein früher Abschluss lohnt sich besonders: Die Beiträge sind niedriger, die Gesundheitsprüfung fällt leichter aus, und viele Tarife bieten flexible Möglichkeiten zur späteren Anpassung. So sicherst du dir langfristig stabile Bedingungen und eine Absicherung, die mit deinem Leben mitwachsen kann.
Schon in jungen Jahren lässt sich der BU-Schutz zu besonders günstigen Konditionen sichern. Eine früh abgeschlossene BU friert den guten Gesundheitszustand ein und sorgt dafür, dass dein Kind dauerhaft von niedrigen Beiträgen profitiert – unabhängig davon, welchen Berufsweg es später einschlägt oder welche gesundheitlichen Veränderungen noch kommen.
Als Student sicherst du dir mit einer frühen BU besonders viel Spielraum für deine Karriere. Du startest mit günstigen Beiträgen und kannst deinen Versicherungsschutz später über Nachversicherungs- und Karriereoptionen flexibel an steigendes Einkommen, Karrieresprünge und mehr Verantwortung anpassen – ganz ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Gerade als Azubi lohnt sich ein früher BU-Abschluss besonders. In vielen handwerklichen oder sozialen Ausbildungsberufen steigen die BU-Beiträge später deutlich an. Wenn du dich schon während der Ausbildung absicherst, sicherst du dir den Schutz zu vergleichsweise günstigen Konditionen – und behältst diese Beiträge dauerhaft, egal wie sich dein Beruf oder dein Risiko später entwickelt.
Für Beamte – insbesondere für Anwärter – ist eine BU mit DU-Klausel besonders wichtig. In den ersten Dienstjahren ist die staatliche Absicherung bei Dienstunfähigkeit oft gering oder gar nicht vorhanden. Scheidet man vorzeitig aus dem Dienst aus, entsteht schnell eine erhebliche Versorgungslücke. Eine BU mit echter Dienstunfähigkeitsklausel sorgt dafür, dass dein Einkommen auch dann abgesichert bleibt, wenn der Beamtenstatus früher endet als geplant.
Das ärztliche Versorgungswerk greift oft erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit und bietet insbesondere in den ersten Jahren oder bei teilweiser Einschränkung nur begrenzten Schutz. Gerade Praxisinhaber tragen zudem ein hohes finanzielles Risiko. Eine BU sichert das laufende Einkommen ab, wenn medizinische Tätigkeiten – etwa durch Krankheit oder psychische Belastung – nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich sind.
Längere Ausfälle durch psychische Belastungen oder Rückenbeschwerden zählen auch bei Schreibtischtätigen zu den häufigsten BU-Ursachen. Gleichzeitig profitieren Büroangestellte von einer niedrigen Risikoklasse und damit von besonders günstigen Beiträgen.
Anders als Angestellte haben Selbstständige in der Regel keinen Anspruch auf ausreichende gesetzliche Leistungen. Gleichzeitig laufen betriebliche Fixkosten weiter und Rücklagen sind schneller aufgebraucht, als viele erwarten. Eine BU sorgt dafür, dass dein Einkommen auch dann abgesichert bleibt, wenn du dein Unternehmen krankheitsbedingt nicht mehr aktiv führen kannst.
Körperlich anstrengende Tätigkeiten erhöhen das Risiko einer Berufsunfähigkeit deutlich, etwa durch Rücken-, Gelenk- oder Verschleißerkrankungen. Gleichzeitig gehören handwerkliche Berufe zu höheren Risikoklassen, was eine BU später oft deutlich teurer macht. Wer sich früh absichert, kann den Schutz noch zu vergleichsweise günstigen Konditionen sichern und diese Beiträge dauerhaft behalten – ein entscheidender Vorteil für die langfristige Existenzsicherung.
Ein BU-Vergleich ist wichtig, weil sich Tarife nicht nur im Preis, sondern vor allem in den Bedingungen unterscheiden. Und genau diese Bedingungen entscheiden im Ernstfall darüber, ob du deine BU-Rente bekommst – oder nicht. Deshalb solltest du beim Vergleich nicht zuerst auf den Preis achten, sondern auf die Qualität der Klauseln, die dich später schützen.
Testergebnisse, wie der aktuelle BU-Test der Stiftung Warentest, können dir dabei eine erste Orientierung geben. Für die konkrete Tarifauswahl reichen sie jedoch nicht aus, weil dein Beruf, Gesundheitszustand und die jeweilige Annahmepolitik der Anbieter individuell geprüft werden müssen. Dafür eignet sich am besten eine Beratung durch einen BU-Experten!
Die folgenden Punkte zählen zu den wichtigsten Kriterien, die du beim BU-Vergleich und der Beratung berücksichtigen solltest.
Der Versicherer darf dich nicht auf irgendeinen anderen Beruf verweisen , den du theoretisch noch ausüben könntest (abstrakte Verweisung). Entscheidend ist allein dein zuletzt ausgeübter Beruf. Das sorgt dafür, dass du im Leistungsfall verlässlich geschützt bist.
Eine Nachversicherungsgarantie ermöglicht dir, deine BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen – z. B. bei Gehaltssprüngen, Familienzuwachs oder Hauskauf. So wächst deine Absicherung flexibel mit deinem Leben mit.
Mit einer jährlichen Dynamik steigt deine BU-Rente automatisch um beispielsweise 3% an. Das schützt deine Absicherung langfristig vor Inflation und sorgt dafür, dass du nicht selbst aktiv werden musst.
Eine Leistungsdynamik erhöht die BU-Rente auch während eines Leistungsbezugs, sodass deine Kaufkraft im Laufe der Jahre erhalten bleibt. Das ist besonders wertvoll bei früh eintretender und langfristiger Berufsunfähigkeit.
Eine gute BU definiert Berufsunfähigkeit klar und deutlich. Standard ist eine Einschränkung von mind. 50 % über (voraussichtlich) sechs Monate. Tarife mit zusätzlichen Hürden solltest du vermeiden – sie erschweren den Leistungsanspruch unnötig.
Gute Tarife verzichten auf eine Meldepflicht von später auftretenden Krankheiten, Berufswechseln oder neuen Hobbys. Dein Schutz bleibt stabil – ohne Risiko von Beitragserhöhungen oder Leistungskürzungen durch veränderte Risiken.
Hochwertige Tarife gehen sogar einen Schritt weiter: Wechselst du später in eine risikoärmere Tätigkeit, ermöglichen sie eine Besserstellung. Wichtig ist, dass der Antrag fristgerecht innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach dem Berufswechsel erfolgt.
Mit der AU-Klausel erhältst du bereits eine Leistung, wenn du über einen längeren Zeitraum krankgeschrieben bist – auch bevor die BU offiziell anerkannt wurde. Sie überbrückt die Zeit bis zur Leistungsanerkennung und schließt früh Versorgungslücken.
Eine gute Teilzeitklausel stellt sicher, dass bei der Leistungsprüfung deine tatsächliche Teilzeittätigkeit als Maßstab gilt. Der Versicherer bewertet also nicht, was du theoretisch in Vollzeit leisten könntest, sondern ob du deinen Beruf in deinem realen Arbeitsumfang noch ausüben kannst. So entstehen keine Nachteile gegenüber Vollzeitkräften.
Für Beamte ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel entscheidend. So wird die BU automatisch anerkannt, sobald der Dienstherr eine Dienstunfähigkeit feststellt. Die private BU folgt dem Bescheid, ohne zusätzliche oder aufwändige Prüfungen, die die Leistung verzögern.
Die Umorganisationsklausel betrifft vor allem Selbstständige. Sie regelt, ob der Versicherer verlangen darf, dass du deinen Betrieb so umgestaltest, dass du trotz gesundheitlicher Einschränkungen weiterarbeiten könntest. Gute Tarife gehen hier verbraucherfreundlich vor: Sie verlangen nur zumutbare Anpassungen und kein Einstellen neuer Mitarbeiter oder tiefgreifende Strukturänderungen. So bleibt der BU-Schutz auch für Selbstständige praxistauglich.
Die Infektionsklausel schützt besonders ärztliche, pflegerische oder hygienerelevante Berufe. Sie greift, wenn ein behördliches Tätigkeitsverbot aufgrund einer Infektionsgefahr ausgesprochen wird – selbst wenn du körperlich noch einsatzfähig wärst. Gute Tarife erkennen dieses Tätigkeitsverbot als Grund für die Leistung an und schützen dich so auch bei infektionsbedingten Einschränkungen.
Stellt sicher, dass dein BU-Schutz auch dann gilt, wenn du im Ausland lebst, reist oder vorübergehend beruflich unterwegs bist. Besonders relevant bei längeren Auslandsaufenthalten.
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung können stark variieren. Während einige Menschen nur 40–60 € pro Monat zahlen, liegen die Beiträge bei anderen deutlich höher. Entscheidend ist dabei nicht der Versicherer selbst, sondern dein persönliches Risiko – also Faktoren wie Beruf, Alter, Gesundheit und die gewählte Rentenhöhe.
Alter beim Abschluss: Je jünger du bist, desto niedriger der Beitrag.
Beruf / Tätigkeitsprofil: Büroberufe sind meist günstig, körperliche Tätigkeiten teurer. Schon kleine Unterschiede in der Aufgabenbeschreibung können die Einstufung verändern.
Gesundheitszustand: Vorerkrankungen führen häufig zu Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder Ablehnungen.
Versicherte BU-Rente & Endalter: Höhere Renten und längere Laufzeiten (z. B. bis 67) erhöhen den Beitrag, bieten aber besseren Schutz.
Zusatzbausteine: Optionen wie AU-Klausel oder Leistungsdynamik erhöhen den Beitrag leicht, verbessern aber den Leistungsumfang.
Damit du ein Gefühl bekommst, wie unterschiedlich BU-Beiträge ausfallen können, hier einige Beispiele bei ausgewählten Anbietern (30 Jahre alt, 1.500 € BU-Rente, Endalter 67, gesund, Nichtraucher):
LV1871 |
Barmenia Gothaer |
Alte Leipziger |
Allianz |
|
|---|---|---|---|---|
Allgemeinarzt |
ab 55,62€ |
ab 46,00€ |
ab 55,36€ |
ab 54,85€ |
Bankkaufmann/-frau |
ab 70,84€ |
ab 67,90€ |
ab 72,08€ |
ab 75,80€ |
Unternehmensberater |
ab 53,04€ |
ab 67,50€ |
ab 61,48€ |
ab 54,85€ |
Mechatroniker |
ab 90,00€ |
ab 112,30€ |
ab 117,39€ |
105,80€ |
Physiotherapeut |
ab 128,75€ |
ab 126,90€ |
ab 143,45€ |
145,65€ |
*Quelle: Eigene Berechnungen – alle Angaben sind ohne Gewähr (Stand: Dezember 2025)
Es gibt grundsätzlich zwei Wege, sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern:
als selbstständige BU (SBU) oder als Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ), die an einen Sparvertrag gekoppelt wird. Beide schützen dein Einkommen – unterscheiden sich aber deutlich in Struktur, Flexibilität und Zielgruppe.
Damit du die Unterschiede schnell erkennst, findest du die beiden Formen hier direkt gegenübergestellt:
Für die meisten Menschen ist die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) die sinnvollere Wahl, da sie als eigenständiger Vertrag ausschließlich der Absicherung der Arbeitskraft dient und unabhängig von anderen Vorsorgeentscheidungen bleibt. Der BU-Schutz ist transparent, flexibel anpassbar und leicht vergleichbar.
Eine BUZ kann sinnvoll sein, wenn der Abschluss einer Vorsorgelösung – insbesondere einer Rürup-Rente – ohnehin geplant ist und steuerliche Aspekte im Vordergrund stehen, vor allem bei Selbstständigen.
Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgt in mehreren klar definierten Schritten. Ein strukturiertes Vorgehen hilft dir, Risiken im Antrag zu vermeiden und den Vertrag von Anfang an sauber aufzustellen.
Ein BU-Abschluss ist damit kein bloßer Formalakt, sondern ein strukturierter Prozess. Wer diese Schritte einhält, reduziert Risiken im Antrag und schafft die Grundlage für einen verlässlichen BU-Schutz, der im Ernstfall auch trägt.
Beim Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen spielen unabhängige Tests eine wichtige Rolle. Sie helfen dir einzuschätzen, welche BU Anbieter solide Bedingungen bieten und bei den wichtigsten Vertragskriterien überzeugen. Institute wie Stiftung Warentest, Morgen & Morgen oder Franke & Bornberg prüfen regelmäßig, wie klar die BU-Definition formuliert ist, wie gut Nachversicherung, Dynamiken oder Zusatzbausteine geregelt sind und wie stabil die Versicherer wirtschaftlich aufgestellt sind.
Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass ein guter Platz in einem Test nicht automatisch bedeutet, dass dieser Tarif für dich persönlich der beste ist. Entscheidend sind immer deine individuellen Faktoren. Ein Tarif kann hervorragende Bewertungen haben – aber für dein Profil trotzdem unpassend sein, weil er z.B. deine Vorerkrankung ausschließt.
Tests sind daher vor allem ein Qualitätsfilter: Sie helfen dir, Anbieter mit veralteten oder schwachen Bedingungen auszusortieren und dich auf Tarife zu konzentrieren, die in der Praxis zuverlässig funktionieren. Die endgültige Wahl hängt dann davon ab, welcher dieser guten Anbieter deine persönlichen Anforderungen erfüllt und dich zu fairen Konditionen annimmt.
| Allianz | Alte Leipziger | Helvetia Baloise (Basler) | Barmenia Gothaer |
Bayerische | Hannoversche | HDI | LV1871 | Volkswohl Bund | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verzicht auf abstrakte Verweisung | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Prognosezeitraum | 6 Monate | 6 Monate | 6 Monate | 6 Monate | 6 Monate | 6 Monate | 6 Monate | 6 Monate | 6 Monate |
| Rückwirkende Leistung | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| max. BU-Rente | 70% vom Brutto bis 60.000€ | 2/3 des Bruttoeinkommens bis Beitragsbemessungsgrenze + 1/3 des Grenze übersteigenden Bruttos | max. 60% des letzten Bruttoeinkommens | relevant ist durchschnittliches Bruttoeinkommen der letzten 3 Jahre | max. 60% des Bruttojahreseinkommens der letzten 3 Jahre (30% bei Beamten, Richtern & Soldaten) | max. 60% des durchschnittlichen Bruttoeinkommens der letzten 3 Jahre | max. 60% bis 100.000€ Bruttojahreseinkommen, darüber 30% | max. 60% bei bis zu 40.000€ Bruttojahresgehalt, darüber hinaus 80% der ersten 50.000€, darüber hinaus 50% | max. 65% bis zu einem Bruttogehalt von 85.000€, darüber hinaus 35% |
| Mindesteintrittsalter | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre | 15 Jahre | 10 Jahre | 15 Jahre | 10 Jahre | 6 Jahre | 10 Jahre |
| Höchsteintrittsalter | 57 Jahre | gibt es nicht | 55 Jahre | 57 Jahre | 60 Jahre | 55 Jahre | 55 Jahre | 55 Jahre | 55 Jahre |
| Nachversicherung | flexible Anpassung bis max. 1.500€ ohne erneute Risikoprüfung (bis 50 Jahre), auch nach Leistungsfall möglich | flexible Anpassung ohne erneute Risikoprüfung, max. um 2.500€ | sehr gute Erhöhungsoptionen ohne neue Risikoprüfung bis 4.000€ | flexible Anpassung ohne neue Risikoprüfung bis max. 3.000€ (bis 4.000€ mit erneuter Gesundheitsprüfung) | flexible Anpassung ohne neue Risikoprüfung bis max. 4.000€ | flexible Anpassung ohne neue Risikoprüfung bis max. 10.000€ | flexible Anpassung ohne neue Risikoprüfung bis max. 3.000€ | äußerst flexible Anpassung ohne neue Risikoprüfung bis max. 3.700€ (je nach Beruf) | flexible Anpassung ohne neue Risikoprüfung bis zu einer Gesamtgrenze von 1.500€ bis 6.000€ |
| Karrieregarantie | ❌ | ❌ | bis 6.000€, für Kammerberufe bis 7.500€ | bis 6.000€, gilt auch für Selbstständige | bis 6.000€, gilt auch für Selbstständige | bis 6.000€ bei Gehaltserhöhung ab 5%, gilt auch für Selbstständige | ❌ | bis max. 7.800€, gilt auch für Selbstständige | bis 6.000€ ab einer Gehaltserhöhung von 10%, gilt auch für Selbstständige |
| Starter-BU | 3 Jahre Startphase, 5 Jahre Aufbauphase – jedoch keine Dynamik möglich | ❌ | ❌ | Startphase von 5 bis 7 Jahren | Startphase von bis zu 10 Jahren | Startphase von 5 Jahren (Möglichkeit der Verlängerung um weitere 5 Jahre) | Startphase von max. 15 Jahren. Achtung: Muss eigenständig umgewandelt werden! | Startphase von max. 10 Jahren | Startphase von 10 Jahren |
| Dynamik | bis zu 5% Beitragsdynamik, 1–3% Leistungsdynamik | Beitragsdynamik: 3% oder 5%, Leistungsdynamik: bis zu 3% | Beitragsdynamik: 3% oder 5%, Leistungsdynamik: bis zu 3% | Beitragsdynamik: 3% oder 5% (bei BU-Rente bis 3.000€ - darüber nur 3%), Leistungsdynamik: 1–3% | Beitragsdynamik: 2–5%, Leistungsdynamik bis 3% | Beitragsdynamik: 1–5%, Leistungsdynamik: 1–3% | Beitragsdynamik: 3–5%, Leistungsdynamik: 1–3% | Beitragsdynamik: 3% oder 5%, Leistungsdynamik: 1–3% | Beitragsdynamik: analog zum Verbraucherpreisindex (mind. 2,5%) oder 3–5%, Leistungsdynamik: 1–3% |
| AU-Klausel | im Premium-Tarif enthalten, leistet bis zu 36 Monate | optional abschließbar, leistet bis zu 24 Monate | optional abschließbar, "4+2"-Regelung, leistet bis zu 36 Monate | optional abschließbar, "3+3"-Regelung, leistet bis zu 36 Monate | optional abschließbar, "3+3"-Regelung, leistet bis zu 36 Monate | in Tarifen "Premium Plus" und "Premium Exklusiv" enthalten, leistet bis zu 24 Monate | optional abschließbar, leistet bis zu 36 Monate, erforderlich ist jedoch Antrag auf BU | optional abschließbar, leistet bis zu 24 Monate | optional abschließbar (für Schüler bis 20 Jahre kostenfrei enthalten), leistet max. 36 Monate |
| DU-Klausel | echte DU-Klausel, optional abschließbar | ❌ | ❌ | ❌ | echte DU-Klausel und guter Dienstanfänger-Schutz | ❌ | ❌ | ❌ | ❌ |
| Teilzeitklausel | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ❌ | ✅ | gilt nur bei vorübergehendem Wechsel in Teilzeit |
| Umorganisation | Verzicht bei weniger als 10 Mitarbeitern | Verzicht bei akademischen & Bürotätigkeiten oder bei weniger als 5 MA, Umorganisationshilfe von 6 Monatsrenten | Verzicht bei weniger als 10 MA (bei bestimmten Berufen auch ohne MA), bei akademischen & Bürotätigkeiten oder bei Einkommenseinbußen von mehr als 20% | Verzicht bei weniger als 5 MA | Verzicht bei akademischen & Bürotätigkeiten | Verzicht bei weniger als 5 MA, Umorganisationshilfe von bis zu 20 Monatsrenten (jedoch max. 30.000€) | Verzicht bei weniger als 5 MA oder akademischen & Bürotätigkeiten, bestimmte Berufsgruppen sind auch ohne MA ausgenommen; Umorganisationshilfe von 6 Monatsrenten (max. 12.000€) | Verzicht bei weniger als 5 MA | Verzicht bei weniger als 5 MA, Einkommenseinbußen von mind. 20%, akademischen & Bürotätigkeiten |
| Infektionsklausel | Leistet bereits ab hälftigem Tätigkeitsverbot | leistet bereits ab teilweisem Tätigkeitsverbot | leistet bereits ab hälftigem Tätigkeitsverbot | leistet bereits ab hälftigem Tätigkeitsverbot | leistet bereits ab teilweisem Tätigkeitsverbot für alle Berufe | ✅ | leistet bereits ab teilweisem Tätigkeitverbot für alle Berufe | leitest bereits ab teilweisem Tätigkeitsverbot | leistet bei vollständigem oder teilweisen Tätigkeitsverbot |
| weitere Besonderheiten | Soforthilfe bei Krebserkrankung; gute Stundungsoptionen; bei Elternzeit gilt vorher ausgeübter Beruf als Maßstab für Einstufung | kurze Abfragezeiträume in Gesundheitsprüfung, Sofort-Leistung bei Krebs (ohne Mehrbeitrag); Psyche-Klausel; Cash-Back Option | Verzicht auf konkrete Verweisung UND Anrechnung der Leistung vom Versorgungswerk für Kammerberufe; optional: Cash+ für eine hohe Einmalzahlung von 3 Jahresrenten | Arbeitszeit und Rente jederzeit flexibel erhöht oder reduziert werden, Überbrückungsgeld für bis zu 5 Monate im Leistungsfall | Flexibles Baustein-System; schnelle Leistung bei Krebs, Einschränkungen der Herz- und Lungenfunktion oder der Sinne; bietet speziellen Tarif für Bundeswehr-Soldaten | Anwartschaft auf Risikolebensversicherung im "Premium Exklusiv"-Tarif, Besserstellungsoption im "Premium-Exlusiv"-Tarif | viele Aktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen für verschiedenste Berufsgruppen; Verzicht auf konkrete Verweisung | Möglichkeit einer fondsgebundenen BU (Performer Golden BU); Zukunftsgarantie für Schüler, Azubis & Studenten; mehrmalige Besserstellung möglich | Einmalige, steuerfreie Kapitalleistung bei Berufsunfähigkeit von bis zu 12 Monatsrenten (max. 72.000€) |
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt, denn sie schützt das, wovon dein gesamter Lebensstandard abhängt: dein Einkommen. Die große Herausforderung besteht nicht darin, irgendeinen BU-Tarif zu finden, sondern den richtigen. Die Unterschiede zwischen den Versicherern sind groß – sowohl bei den Bedingungen als auch bei der Frage, wie gut ein Tarif zu deiner persönlichen Situation passt.
Ein sorgfältiger BU-Vergleich hilft dir, genau diese Unterschiede sichtbar zu machen. Gute Bedingungen wie der Verzicht auf abstrakte Verweisung, eine starke Nachversicherung und klare Dynamikregelungen sind essenziell, damit dein Vertrag im Ernstfall leistet, wie du es brauchst. Gleichzeitig entscheidet deine individuelle Konstellation – Beruf, Gesundheitszustand, gewünschte Rentenhöhe – darüber, welcher Anbieter für dich konkret infrage kommt.
Wichtig ist, dass du den Abschluss nicht aufschiebst. Wer früh beginnt, sichert sich niedrige Beiträge, bessere Annahmechancen und langfristig stabilere Bedingungen. Mit einer guten Vorbereitung, einer sauberen Beantwortung der Gesundheitsfragen und – falls nötig – einer anonymen Risikovoranfrage erhöhst du zudem die Wahrscheinlichkeit, einen Vertrag ohne Einschränkungen zu erhalten.
Am Ende zählt vor allem eines: Eine BU soll zuverlässig zahlen, wenn du sie brauchst. Wenn du die zentralen Kriterien beachtest und Tarife sorgfältig vergleichst, findest du eine Absicherung, die genau das tut – heute, morgen und im Ernstfall viele Jahre lang.

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Ein BU-Vergleich ist notwendig, weil sich Tarife nicht nur im Preis, sondern vor allem in den Vertragsbedingungen unterscheiden. Erst ein Vergleich zeigt, wie gut ein Tarif bei zentralen Punkten wie Nachversicherung, Dynamiken, Verzicht auf Verweisung oder wichtigen Zusatzklauseln aufgestellt ist. Zudem hilft er, Anbieter zu finden, die zu deinem Beruf, deinem Einkommen und deinem Gesundheitsprofil passen – und bei denen Annahme und Bedingungen realistisch sind. Ohne Vergleich besteht die Gefahr, einen zwar günstigen, aber im Leistungsfall ungeeigneten Vertrag abzuschließen.
Den "besten" Anbieter gibt es pauschal nicht. Testergebnisse von Stiftung Warentest oder Morgen & Morgen können eine erste Orientierung bieten und zeigen, ob ein Tarif grundsätzlich solide aufgebaut ist. Sie sagen jedoch nichts darüber aus, ob ein Versicherer für deinen konkreten Beruf, dein Einkommen oder deine gesundheitliche Vorgeschichte die richtige Wahl ist.
Eine sinnvolle Absicherungshöhe sind etwa 60–80% des Nettoeinkommens. Das ermöglicht laufende Kosten wie z.B. Miete, Kredit- oder Immobilienfinanzierung Altersvorsorge oder deinen alltäglichen Lebensunterhalt auch im Leistungsfall weiterhin finanzieren zu können.
Idealerweise bis zum gesetzlichen Rentenalter. Eine BU, die schon früher endet, spart zwar Kosten, lässt aber eine große Finanzierungslücke in den Jahren bis zur Altersrente entstehen. Wirst du beispielsweise mit Mitte 50 dauerhaft berufsunfähig und dein Vertrag läuft nur bis 63, müsstest du weitere vier Jahre bis zum Rentenbeginn aus eigenen Ersparnissen finanzieren.
Bei der BU gilt die Devise: Je früher, desto besser. Jüngere Menschen haben in der Regel weniger Vorerkrankungen und erhalten deutlich günstigere Beiträge. Der größte Vorteil ist, dass dieser günstige Beitrag dauerhaft gesichert ist – unabhängig davon, wie sich dein Leben entwickelt.
Der Beitrag einer BU hängt vor allem von Eintrittsalter, Beruf, Gesundheitszustand, gewünschter BU-Rente und dem Endalter ab. Besonders stark wirkt sich der Beruf aus: Bürojobs und akademische Tätigkeiten werden von Versicherern meist als risikoarm eingestuft, während körperlich belastende oder soziale Berufe höhere Risiken tragen.
Zur Einordnung der Kosten:
Ein junger Mensch (z. B. Anfang 20) in einem klassischen Büroberuf zahlt für eine BU-Rente von etwa 1.500 € bis 67 Jahre häufig im Bereich von 30–60 € pro Monat. In körperlich oder psychisch belastenden Berufen können die Beiträge bei gleicher Absicherung dagegen schnell bei 80–150 € oder mehr liegen.
Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge deutlich an: Wer erst mit Mitte oder Ende 30 abschließt, zahlt für dieselbe Absicherung oft 30–60 % mehr als beim frühen Einstieg. Hinzu kommen mögliche Zuschläge bei Vorerkrankungen oder risikoreichen Hobbys.
Grundsätzlich ist es auch mit Vorerkrankungen möglich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, allerdings häufig unter erschwerten Bedingungen. Je nach Art und Umfang der Vorerkrankung können Versicherer Risikozuschläge verlangen, bestimmte Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausschließen oder den Antrag ablehnen. Da sich die Annahmepolitik je nach Gesellschaft stark unterscheidet, ist eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll: Dabei werden die Gesundheitsdaten ohne Namensnennung geprüft, sodass sich vorab klären lässt, welcher Versicherer zu welchen Bedingungen akzeptiert – ohne das Risiko einer offiziellen Ablehnung einzugehen.
Ja. Moderne BU-Tarife leisten unabhängig von der Ursache, also auch bei Burn-out, Depression oder Angststörungen – sofern die Berufsunfähigkeit medizinisch bestätigt ist und kein Leistungsausschluss für die Psyche vereinbart wurde.
Tatsächlich sind psychische Erkrankungen mittlerweile die häufigste Ursache von Berufsunfähigkeit.
Ja, eine BU ist steuerlich absetzbar, aber nur in begrenztem Umfang. Und es kommt darauf an, welche Form der BU du hast.
Die selbstständige BU (SBU) zählt zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen, deren Höchstbetrag bei Arbeitnehmern meist schon durch Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft wird. Deshalb wirkt sich die SBU steuerlich oft nur gering aus.
Bei einer BUZ (BU als Zusatz zu einer Rürup- oder Rentenversicherung) kann der Beitrag hingegen deutlich besser absetzbar sein, weil er in den geförderten Vorsorgevertrag eingebettet ist. Dadurch ergeben sich je nach Modell spürbare steuerliche Vorteile.
Im BU-Leistungsfall meldest du die Berufsunfähigkeit beim Versicherer und reichst medizinische Unterlagen sowie eine detaillierte Beschreibung deiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit ein. Auf dieser Grundlage prüft der Versicherer, ob du deinen Beruf voraussichtlich dauerhaft zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kannst. Dabei wird nicht abstrakt bewertet, was du theoretisch noch arbeiten könntest, sondern wie sich deine gesundheitlichen Einschränkungen konkret auf deine beruflichen Aufgaben auswirken. Sind Antrag und Angaben vollständig und korrekt, werden Leistungsanträge in der Praxis in vielen Fällen anerkannt und die vereinbarte BU-Rente ausgezahlt.
Nein, eine Wartezeit in der BU gibt es nicht. Dein Versicherungsschutz beginnt sofort. Wirst du also kurz nach Vertragsbeginn berufsunfähig, leistet die Versicherung – sofern du beim Abschluss alles korrekt angegeben hast und kein Leistungsausschluss greift.
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