BU für Ärzte und Mediziner – Dein umfassender Ratgeber
- BU für Ärzte – sinnvoll?
- Die richtige BU-Strategie für Ärzte und Mediziner
- Praxisabsicherung leicht gemacht
Update: aktualisiert 01.07.2026
Als Arzt oder Ärztin trägst du eine enorme Verantwortung. Schichtdienst, psychischer Stress und das hohe Ansteckungsrisiko gehören zum Alltag. Doch was passiert, wenn du eines Tages diesen Belastungen nicht mehr standhältst?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte ist unverzichtbar! Sie schützt deine Arbeitskraft und sichert dein Einkommen, damit du auch im Ernstfall deinen Lebensstandard halten kannst.
In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du die passende BU-Absicherung findest und auf welche Punkte du dabei als Arzt oder Ärztin unbedingt achten musst.
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Absicherung deiner Arbeitskraft: Eine Private BU leistet bereits ab 50% Berufsunfähigkeit, Versorgungswerke fordern oft 100%
Versorgungswerk allein reicht nicht: Leistungen setzen oft die Rückgabe der Approbation voraus und bieten keinen Inflationsschutz
Berufsrisiko für Ärzte: Jeder 4. bis 5. Arzt wird berufsunfähig – häufig durch Psyche oder schwere Krankheiten
Infektionsklausel: Sichert die Existenz bei behördlichen Tätigkeitsverboten, selbst wenn du symptomfrei bist
Oft günstige Risikoeinstufung: Die Beiträge junger Mediziner starten bei etwa 65€/monatlich für 2.000€ BU-Rente
2‑Vertrags-Lösung: Cleveres Modell für Ärzte, das höhere BU-Renten bei gestreuter Risikoverteilung bringt
Top BU-Anbieter im Test: Die besten Anbieter für Ärzte und Mediziner im Überblick
Ja, denn das Versorgungswerk leistet häufig nur bei vollständiger Berufsunfähigkeit (100%) und bietet keinen Inflationsausgleich, was die Absicherung unzureichend macht.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen garantiert finanzielle Unterstützung bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit und ermöglicht eine bedarfsgerechte Absicherung, um den Lebensstandard auch in schwierigen Zeiten aufrechtzuerhalten.
Eine BU-Rente über das Versorgungswerk erhalten Ärzte nur bei vollständiger Berufsunfähigkeit – und nur, wenn du deine Approbation abgibst!
Im Gegensatz dazu greift eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ab einem BU-Grad von 50 %. Die Leistungshürde beim Versorgungswerk für Ärzte ist also deutlich höher. Aus diesem Grund erhalten nur 0,4 bis 0,8 % der Mitglieder des Versorgungswerkes überhaupt Leistungen wegen BU.
Hinzu kommt: Die Rentenhöhe ist begrenzt. Selbst langjährig versicherte Ärzte erhalten nur maximal 2.500 bis 2.800 Euro monatlich – ohne Inflationsanpassung. Für viele reicht das kaum aus, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern.
Wir empfehlen daher dringend den Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung! Diese Einschätzung teilen auch Verbraucherschützer wie der NDR und Verbraucherzentralen.
Verweise auf Verbraucherschützer

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In der folgenden Tabelle siehst du die wichtigsten Unterschiede zwischen einer BU-Rente vom Versorgungswerk und einer privaten BU-Absicherung. Dadurch wird schnell klar, dass eine private BU eine sinnvolle Wahl ist.
Versorgungswerk |
private BU |
|
|---|---|---|
Leistungsvoraussetzungen |
❌ 100% (vollständige Berufsaufgabe & Rückgabe der Approbation) |
​ 50% |
Wartezeit |
❌ bis zu 5 Jahre |
​ keine |
BU-Rentenhöhe garantiert |
❌ Nein, durchschnittlich 2.000 € (abhängig vom Einkommen/gezahlten Beiträgen) |
​ ja, frei wählbar |
Prognosezeitraum |
❌ je nach Versorgungswerk 6-36 Monate dauerhafte BU erforderlich |
​ 6 Monate |
„abstrakte Verweisung“ auf andere Tätigkeiten |
❌ ja, innerhalb ärztlicher Tätigkeiten |
​ i.d.R. vertraglich ausgeschlossen |
Weitere Berufstätigkeit möglich |
❌ nein (Rückgabe Approbation/Zulassung) |
​ ja (bis 80% Einkommen) |
Risiko- und Gesundheitsfragen |
​ nein |
❌ ja |
Beitrag |
​ in den Beiträgen für das Versorgungswerk enthalten |
❌ je nach Absicherung & Eintrittsalter (je früher, desto günstiger) |
Befristung BU-Rente |
❌ möglich |
​ bei „guten“ Tarifen ausgeschlossen |
medizinische Mitwirkungspflichten |
❌ zumutbare Handlungen oder Reha |
​ nur gefahrlose Maßnahmen mit sicherer Erfolgsaussicht ohne Schmerzen, keine OP |
Infektionsklausel |
❌ nein (keine BU-Rente bei Tätigkeitsverbot) |
​ ja |
Versteuerung |
❌ Ertragsanteilbesteuerung – jährlich steigend bis auf 100% im Jahr 2058 |
❌ Ertragsanteilbesteuerung – jährlich steigend bis auf 100% im Jahr 2058 |
verbindliche Regelungen |
❌ nein, Satzung kann jederzeit geändert werden |
​ ja, Vertrag ist für die gesamte Laufzeit verbindlich |
Jeder vierte bis fünfte Arzt wird im Laufe der Karriere berufsunfähig. Die häufigsten BU-Ursachen sind dabei:
Psychische Erkrankungen (33 %): z.B. Stress, Burn-out, Depression
Krebserkrankungen (28 %): mit langwierigen Ausfällen und Reha
Bewegungsstörungen (13 %): z.B. Rücken- und Gelenkprobleme
Auch wenn das Risiko einer Berufsunfähigkeit bei Ärzten auf den ersten Blick gering erscheinen mag, stehen sie statistisch kaum besser da als andere Berufsgruppen.
Und: das eher geringe Berufsrisiko spiegelt sich bei Ärzten auch in deutlich günstigeren BU Beiträgen wieder! Du zahlst also als Arzt für einen gleichwertigen BU-Schutz deutlich weniger als z.B. ein Handwerker, der großen körperlichen Belastungen ausgesetzt ist.
Hinzu kommt: Im beruflichen Alltag sind Mediziner oft einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt, etwa im OP, auf der Station oder in der Notaufnahme.
Entscheidend für die Bewertung einer Berufsunfähigkeit ist die ärztliche Fachrichtung und die zuletzt ausgeübte ärztliche Tätigkeit – so, wie sie im gesunden Zustand konkret ausgestaltet war:
Berufsunfähig ist ein Arzt, wenn er diese Tätigkeit zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann.
Ein Chirurg, der nach einem Unfall seine Hände nur noch eingeschränkt einsetzen kann, gilt als berufsunfähig bei einer privaten BU – auch wenn er theoretisch andere ärztliche Tätigkeiten übernehmen könnte.
Ein Psychotherapeut hingegen, der überwiegend im Sitzen arbeitet, kann seiner Tätigkeit oft weiterhin nachgehen, selbst bei körperlichen Einschränkungen. Die Hürden eines Leistungsfalls sind damit deutlich höher.
Stell dir vor: deine Arbeitskraft ist im Schnitt ganze 5 Millionen Euro wert! Das Ergebnis basiert auf deinem künftigen, jährlichen Nettoeinkommen, multipliziert mit den Jahren bis zum Ruhestand, plus Zinsen und Gehaltssteigerungen. Diese Summe erreicht man je nach ärztlicher Fachrichtung früher oder später (Bsp. niedergelassener Radiologe vs. angestellter Arzt).
Eine pauschale Antwort über die Kosten einer BU-Versicherung gibt es nicht, denn entscheidend ist (neben Fachrichtung und Alter bei Abschluss) die Höhe der Absicherung. Für Ärzte ist ein monatlicher Beitrag von ca. 20 € je 500 € vereinbarter BU-Rente realistisch.
Annahmen: Alle Tarife beinhalten eine Beitragsdynamik von 3 %, eine AU-Klausel und laufen bis zum 67. Lebensjahr.
Hinweis: Die tatsächlichen Beiträge können je nach Gesundheitszustand, Hobbys, Tarifgestaltung und weiteren individuellen Faktoren abweichen.
Beruf |
Versicherer & Tarif |
BU-Rente |
Nettobeitrag (€) |
Bruttobeitrag (€) |
|---|---|---|---|---|
Anästhesist (28 J.) |
Baloise (BP AU NR) |
2.500 € |
90,75 |
115,00 |
Anästhesist (28 J.) |
Hannoversche (Premium Plus NR) |
2.500 € |
94,33 |
120,00 |
Anästhesist (28 J.) |
HDI (EGO Top AU) |
2.500 € |
97,84 |
125,00 |
Anästhesist (28 J.) |
Volkswohl Bund (SBU AU NR) |
2.500 € |
89,11 |
112,00 |
Chirurg (30 J.) |
Nürnberger (BU 4Future Komfort + AU) |
2.500 € |
93,04 |
145,26 |
Chirurg (30 J.) |
Hannoversche (SBU Premium Plus) |
2.500 € |
98,76 |
131,68 |
HNO-Arzt (28 J.) |
Volkswohl Bund (SBU & AU) |
2.000 € |
66,42 |
102,19 |
HNO-Arzt (28 J.) |
Alte Leipziger (Secur AL mit AU - BV10) |
2.000 € |
77,73 |
99,66 |
Beim Bruttobeitrag handelt es sich um den vertraglich festgelegten Preis, den du zahlst – inklusive aller Kosten und ohne Überschussbeteiligung.
Der Nettobeitrag hingegen wird durch Gewinnausschüttungen und Überschussbeteiligungen der Versicherung gesenkt, ist aber nicht garantiert und kann sich im laufenden Vertrag ändern.
In der Praxis bleiben Nettobeiträge meist stabil, jedoch empfehlen wir für Planungssicherheit, insbesondere bei langfristigen Laufzeiten, den Bruttobeitrag als Vergleichsmaßstab heranzuziehen.
Mehr dazu in unserem Ratgeber "Brutto- vs. Nettobeitrag erklärt".
Dein Tarif muss deinen Arbeitsalltag und Praxisbetrieb berücksichtigen. Hier zeigen wir dir die wichtigsten Punkte, auf die du bei der Auswahl deiner BU achten solltest:
Die Höhe der BU-Rente sollte sich an deinem Nettoeinkommen orientieren, nicht an einem günstigen Beitrag. Denn im Ernstfall zählt, wovon du leben kannst. Versicherer begrenzen die Absicherung meist auf rund 60 % des Bruttoeinkommens.
Warum ist die Höhe der Absicherung für Ärzte besonders wichtig: Dein Einkommen ist überdurchschnittlich – aber damit auch dein Lebensstandard. Eine zu niedrige BU-Rente kann im Ernstfall deine Existenz gefährden.
Ohne Beitragsdynamik verliert deine BU-Rente durch die Teuerung an Wert. Eine jährliche Erhöhung von 5 % ist ideal. So passt sich der Schutz sowohl an die Inflation und dein steigendes Einkommen an.
Warum ist die Beitragsdynamik für Ärzte besonders wichtig: Gerade bei frühem Berufseinstieg droht ohne Dynamik eine schleichende Unterdeckung. Und das, obwohl du dich gut abgesichert glaubst.
Startest du mit 2.000 € BU-Rente, erhöht sich diese bei 5 % Dynamik in 10 Jahren auf ca. 3.258 €. Ohne Dynamik bleibt sie bei 2.000 € und reicht im Ernstfall womöglich nicht mehr aus.
Diese greift, wenn du bereits berufsunfähig bist – und sorgt für eine steigende BU-Rente im Leistungsbezug.
Warum ist die Leistungsdynamik für Ärzte besonders wichtig: Ohne Leistungsdynamik bleibt deine Rente auf dem Niveau des Eintritts der Berufsunfähigkeit stehen – und reicht nach einigen Jahren oft nicht mehr für deinen Lebensunterhalt aus.
Erhältst du 2.500 € BU-Rente und bist 20 Jahre berufsunfähig, verliert deine Rente bei 2 % Inflation rund ein Drittel an Wert – außer du hast eine Leistungsdynamik vereinbart.
Du kannst deine BU-Rente später anpassen, z. B. bei Heirat, Gehaltserhöhung oder Niederlassung – ganz ohne neue Gesundheitsprüfung.
Warum sind Nachversicherungsgarantien in der BU für Ärzte besonders wichtig: Karrieresprünge und steigendes Einkommen sind bei Ärzten typisch. Ohne Nachversicherung entsteht schnell eine gefährliche Versorgungslücke. Zudem bietet sich eine zusätzliche Karriereoption an. Sie ermöglicht es dir deine BU-Rente über die "normale" Nachversicherung hinaus zu erhöhen.
Als Assistenzarzt startest du mit 2.000 € BU-Rente. Nach der Facharztprüfung verdienst du deutlich mehr.
Dank Nachversicherungsgarantie kannst du deine BU-Rente z. B. auf 3.000 € anpassen – ohne Gesundheitsfragen, auch wenn du inzwischen Rückenprobleme hast.
Ohne Garantie müsstest du einen komplett neuen Antrag stellen, eine neue Gesundheitsprüfung durchlaufen und möglicher Ablehnung oder Zuschläge kassieren.
Viele sichern sich mit ihrer BU nur bis 60 ab. Aber das ist riskant, denn deine BU-Rente muss auch deine Altersvorsorge finanzieren, wenn du früh ausfällst.
Warum ist ein Endalter bis 67 für Ärzte besonders wichtig: Wer früh ausfällt, hat seine Altersvorsorge kaum aufgebaut. Eine Absicherung bis 67 ist daher essenziell.
Ein Arzt wird mit 55 berufsunfähig und erhält seine BU-Rente nur bis 60.
Danach hat er kein Einkommen mehr – weder durch Arbeit noch durch BU-Rente. Seine gesetzliche Rente beginnt aber erst mit 67.
Er muss also sieben Jahre überbrücken, ohne Einkommen und ohne Chance, zusätzlich fürs Alter vorzusorgen.
Schon mit einer Krankschreibung von 4–6 Wochen kannst du mit einer AU-Klausel Leistungen erhalten – ohne aufwendige BU-Prüfung.
Warum ist die AU-Klausel für Ärzte besonders wichtig: Ärztliche Tätigkeiten sind körperlich wie psychisch belastend. Die AU-Klausel schafft schnell Entlastung und greift oft noch vor der BU.
Ein Arzt ist seit vier Monaten wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben. Die Ärzte prognostizieren, dass er mindestens weitere zwei Monate nicht arbeiten kann.
Dank AU-Klausel mit 4+2-Regel beginnt die BU-Versicherung nach dem 4. Monat zu leisten – obwohl noch keine formelle Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.
Ohne AU-Klausel müsste er erst eine ärztlich nachgewiesene Berufsunfähigkeit abwarten, was deutlich länger dauern kann.
Selbstständige Ärzte sollten auf einen Verzicht der Umorganisationsprüfung achten. Sie prüft sonst im Leistungsfall, ob eine Umorganisation des Arbeitsplatzes und des Tätigkeitsbereichs zumutbar ist. Sie sollte idealerweise für bis zu 5 Mitarbeiter gelten.
Warum ist die Umorganisationsklausel für Ärzte besonders wichtig: Ein Zwang zur Umstrukturierung kann dich im Leistungsfall zwingen, trotz Einschränkung weiterzuarbeiten. Gute Verträge vermeiden das.
Eine Orthopädin mit vier angestellten MFA kann wegen eines chronischen Rückenleidens nicht mehr operieren. Ohne Verzicht auf die Umorganisationsprüfung müsste geprüft werden, ob sie ihre Praxis durch Delegation und geänderte Abläufe weiterführen könnte – trotz körperlicher Einschränkung.
Wenn du wegen einer meldepflichtigen Infektionskrankheit nicht mehr praktizieren darfst, greift die Infektionsklausel in deiner BU und sichert dir Leistungen zu – auch ohne Symptome.
Warum ist die Infektionsklausel für Ärzte besonders wichtig: Ein Tätigkeitsverbot kann bei Ärzten existenzbedrohend sein – auch ohne Erkrankung. Mit der Infektionsklausel bist du hier abgesichert.
Ein Zahnarzt wird positiv auf Hepatitis B getestet. Obwohl symptomfrei, untersagt ihm das Gesundheitsamt jeglichen Patientenkontakt. Ohne Infektionsklausel hätte er keinen Anspruch auf BU-Leistungen – trotz Berufsverbot.
Tipp: Gerade bei zahnärztlichen Tätigkeiten können Infektionsrisiken, feinmotorische Einschränkungen und die Praxisführung eine besondere Rolle spielen. Worauf es dabei ankommt, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zur BU für Zahnärzte.
Bei Pflegebedürftigkeit verdoppelt sich deine BU-Rente oder du erhältst eine Einmalzahlung.
Auch gut verdienende Ärzte sind im Pflegefall auf Zusatzleistungen angewiesen. Der Pflegebaustein sichert dich hier gezielt ab.
Viele Versicherer gewähren Rabatte bis zu 4,7 %, wenn du jährlich zahlst. Im Studium reicht oft eine monatliche Zahlung.
Bei hohem Einkommen kannst du mit Jahreszahlung langfristig sparen und das übrig gebliebene Geld effizienter investieren.
BU-Beiträge sind vorsichtig kalkuliert. Bleibt am Ende doch mehr übrig, als der Versicherer kalkuliert hat, entstehen sogenannte "Überschüsse". Du profitierst von Überschüssen – je nachdem welche Variante, dein Tarif enthält:
Hohe Beiträge bedeuten auch mehr Überschusspotenzial. Das lässt sich nutzen, um Beitragskosten zu senken oder die Leistung zu erhöhen.
Die Frage, welche Versicherung die beste für Ärzte und Medizinstudenten ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Zu viele Faktoren wie Gesundheitszustand, Hobbys oder individuelle Absicherungswünsche spielen bei der Wahl eines BU Anbieters eine Rolle.
Aber folgende Versicherungen bieten BU-Tarife, die am besten auf die Gruppe der Ärzte, Mediziner und Medizinstudenten zugeschnitten sind (Stand 07/2026):
Gesellschaft |
Infektionsklausel |
Umorganisation |
Nachversicherungsfrist |
Vereinfachte Gesundheitsfragen |
Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
Alte Leipziger |
Teil- & Voll-Leistung |
ja (ab 3 MA) |
unbegrenzt |
​ ja |
Bonus für junge Mediziner |
HDI |
Erweiterter Erregerkatalog |
ja (ab 3 MA) |
bis 5 Jahre |
​ ja |
Online-Tarifrechner für Ärzte |
Condor |
nur Voll-Verbot |
ja (ab 10 MA) |
3 Jahre |
❌ nein |
Hohe Transparenz bei Gesundheitsfragen |
LV 1871 |
inkl. MRSA, COVID-19 |
ja (ab 5 MA) |
unbegrenzt |
​ ja |
Flexible Tarifvarianten |
Helvetia Baloise |
Teil-Verbot, max. 6 Monate |
nein |
2 Jahre |
❌ nein |
Option auf Pflege-BU-Zusatz |
Allianz |
nur bei vollständigem Tätigkeitsverbot |
ja (ab 10 MA) |
2 Jahre |
​ ja |
Starke Dynamik, guter Kundenservice, eingeschränkte Infektionsdeckung |
Nürnberger |
inkl. COVID-19, Teil-Verbot, min. 6 Monate |
ja (ab 10 MA) |
unbegrenzt |
​ ja |
Günstige Beiträge bei jungem Einstieg, starke Erhöhungsoptionen |
Swiss Life |
auch bei Teil-Verbot |
ja (ab 5 MA) |
5 Jahre |
❌ nein |
Stabile Überschüsse, kundenfreundliche Leistungsprüfung |
Continentale |
Voll-Leistung bei behördlichem Verbot |
ja (ab 3 MA) |
3 Jahre |
❌ nein |
Gute Leistungen bei Arztberufen, modernes Antragsverfahren |
Eine zweite BU abzuschließen ist eine clevere Strategie für gutverdienende Ärzte. Damit kannst du deine Berufsunfähigkeitsrente höher ansetzen, ohne dass die Gesundheitsprüfung übermäßig strenger wird. Statt einer großen Einzelpolice nutzt du zwei kleine Verträge, um dein Risiko und deine Beitragslast optimal zu verteilen.
Bedarf ermitteln: Berechne deine gewünschte Gesamtrente, zum Beispiel 5.000 €.
Aufteilung wählen: Teile den Gesamtbetrag in zwei Policen, z. B. 2 × 2.500 €.
Gesellschaften auswählen: Entscheide dich für zwei verschiedene Anbieter, z. B. Gothaer und LV 1871.
Gesundheitsprüfung durchführen: Jeder Vertrag geht durch eine eigene Risikoprüfung – tendenziell weniger streng als bei einer großen Police.
Beitrag vergleichen: Beispiel:
Zukünftige Anpassung: Nutze bei wichtigen Lebensereignissen zweimal die Nachversicherungsgarantie, um beide Verträge zu erhöhen.
Dr. S., Facharzt für Chirurgie, entschied sich für die Kombination zweier Policen. Er profitierte von leichteren Gesundheitsfragen und spart trotz höherer Gesamtrente 20 % Beitrag.
Der Markt bietet einige Versicherer, die Ihre Berufsunfähigkeitsversicherungen speziell auf die Bedürfnisse von Ärzten ausgerichtet haben.
In einer Studie aus dem Jahr 2020 hat das Deutsche Finanz-Service Institut (kurz DFSI) die Berufsunfähigkeits-Policen an Hand von rund 60 Leistungsmerkmalen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) analysiert.
Dabei wurden die BU-Tarife in fünf Berufsgruppen mit insgesamt 10 Berufsbildern, darunter auch für Allgemeinmediziner, unterschieden.
Neben Preis-Leistung, das mit 50% die höchste Gewichtung hatte, wurde auch die Unternehmensqualität (20%), die Flexibilität (20%) und die Transparenz, sowie der Service (10%) der Versicherer bewertet.
Gesellschaft |
Tarif |
Gesamtbewertung |
|---|---|---|
PremiumBU (PBU) |
Hervorragend |
|
EGO Top |
Hervorragend |
|
SecurAL (BV10) |
Sehr gut |
|
SBU (OBUU) |
Sehr gut |
|
GoldenBU (SBU) |
Sehr gut |
|
SBU2910DP |
Sehr gut |
|
SBU (OBUU) |
Sehr gut |
Den vollständigen Test findest du hier: DFSI
Das dir wohl bekannteste Test-Institut "Stiftung Warentest" hat im Jahr 2021 zwar ebenfalls BU-Tarife getestet. Allerdings war dieser Test nicht speziell auf die medizinischen Berufe ausgelegt.
Wir empfehlen dir daher trotzdem einen individuellen Tarifvergleich, der auf deine speziellen Bedürfnisse angepasst ist.
Die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung gehören zu den Vorsorgeaufwendungen und sind grundsätzlich steuerlich absetzbar – allerdings nur innerhalb gesetzlicher Höchstgrenzen.
Wenn du später eine BU-Rente erhältst, ist diese mit dem sogenannten Ertragsanteil zu versteuern. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt vom Alter beim Beginn der Auszahlung ab (z. B. ca. 29 % bei Rentenbeginn mit 40 Jahren).
Weitere Details findest du auch im Ratgeber BU & Steuer.
Die private BU ist für dich als Arzt oder Ärztin unverzichtbar, weil sie deine Arbeitskraft bereits ab einem BU-Grad von 50 % absichert und damit deutlich früher greift als berufsständische Versorgungswerke.
Mit speziellen Klauseln wie Infektionsschutz und Umorganisationsrecht stellst du sicher, dass du auch bei Infektionsrisiken oder Praxisumstrukturierungen ohne Leistungseinschränkung abgesichert bleibst. Die Dynamikklausel schützt deine Rente vor Inflation, während die Nachversicherungsgarantie dir erlaubt, deine Absicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung an veränderte Lebensumstände anzupassen.
Zudem bietet die 2‑Vertrags-Lösung eine attraktive Möglichkeit, deine BU-Rente zu erhöhen und dein Risiko auf zwei starke Anbieter zu verteilen, gleichzeitig profitierst du oft von einer vereinfachten Gesundheitsprüfung.
Mit unserer Hilfe findest du schnell und unkompliziert die passenden BU-Tarife, die genau auf deinen Berufsalltag und deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind – damit du dich voll und ganz auf die Versorgung deiner Patienten konzentrieren kannst.

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Je früher, desto günstiger. Bereits während des Studiums oder in der PJ-Phase sind die Beiträge niedrig, und du sicherst dir Gesundheitsvorteile für spätere Policen ab. Was du dabei konkret beachten solltest, erklären wir dir in unserem Ratgeber zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Medizinstudenten.
Ab 20 € Monatsbeitrag pro 500 € Rente, abhängig von Alter und Tarif.
Du musst Vorerkrankungen, Operationen, Medikation, gefährliche Hobbys (z. B. Tauchen) und aktuelle Arbeitsbedingungen (Schichtdienst, Laborrisiken) angeben.
Ärzte können jedoch häufig von Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen profitieren. Das kann besonders bei Vorerkrankungen ein echter Vorteil für dich sein.
Wähle deinen Wunsch-Rentenbetrag, fülle den Antrag aus, reiche Gehaltsnachweise und Ärztezeugnisse ein und beantworte die Gesundheitsfragen. Nach positiver Prüfung erhälst du die Police.
Bereits ab 50 % BU-Grad, um Teilberufsunfähigkeit abzudecken.
Sie zahlt bei Berufsunfähigkeit durch meldepflichtige Infektionskrankheiten (z. B. COVID-19), meist ab Krankenhauseinweisung oder ab 14 Tagen Ausfall. Manche Tarife leisten schon früher.
Sie erlaubt ab 3 MA Praxisumstrukturierungen ohne Leistungsverlust.
Ab einem Absicherungsbedarf über 3.500 € Monatsrente, um höhere Summen ohne zusätzliche Prüfungen zu sichern.
Du kannst deine Rentenhöhe bei wichtigen Lebensereignissen (Gehaltssteigerung, Heirat, Kind) innerhalb der Frist erhöhen – zum ursprünglichen Tarif, ohne neue Gesundheitsprüfung.
Das kommt auf den Tarif an. Heutzutage haben aber praktisch alle guten BU-Tarife einen weltweiten Versicherungsschutz. Achte jedoch auf die jeweiligen Vertragsdetails.
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