Dread Disease Versicherung oder BU: Das musst du wissen

    •  Dread Disease/Schwere Erkrankungen – für wen sinnvoll?
    •  Welche Krankheiten sind versichert?
    •  Wie sehen die Gesundheitsfragen aus?
Autor: Maximilian Waizmann - Experte Zahnzusatzversicherung

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

Update: aktualisiert 10.06.2026

Wenn eine schwere Krankheit das Leben auf den Kopf stellt, gerät oft auch die finanzielle Existenz ins Wanken. Eine Dread Disease Versicherung, auch Schwere Krankheiten Versicherung genannt, bietet dir in solchen Momenten wichtige Unterstützung. Sie zahlt dir bei bestimmten Krankheitsdiagnosen eine einmalige Summe aus – ganz unabhängig davon, ob du noch arbeiten kannst oder nicht.

Vielleicht kennst du selbst jemanden, der durch ein plötzliche Erkrankung beruflich kürzertreten musste. Plötzlich standen nicht nur gesundheitliche, sondern auch finanzielle Sorgen im Raum. Genau hier setzt die Dread Disease Versicherung an und sorgt für finazielle Sicherheit, wenn du sie am dringendsten brauchst.

 

Das Wichtigste in Kürze

​ Die Dread Disease Versicherung zahlt eine Einmalleistung bei bestimmten schweren Krankheiten

​ Versichert sind u. a. Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Organversagen

​ Sie leistet unabhängig von der Berufsfähigkeit

​ Sinnvoll bei fehlendem BU-Schutz, als Ergänzung oder für Selbstständige

​ Gesundheitsprüfung notwendig, aber oft kulanter als bei der BU

​ Versicherungssumme frei wählbar, z. B. 100.000 bis 300.000 €

Was ist eine Dread Disease Versicherung?

Die Dread Disease Versicherung ist eine Kapitalversicherung, die eine vorab definierte Summe auszahlt, wenn eine bestimmte schwere Krankheit diagnostiziert wird. Das Besondere: Du bekommst das Geld sofort nach Diagnosestellung, unabhängig davon, ob du beruflich eingeschränkt bist.

Du erhältst die Summe steuerfrei und kannst selbst entscheiden, wofür du sie einsetzen möchtest – für Therapien, Umbauten, Kreditrückzahlung oder einfach, um finanziell durchatmen zu können. In der Regel endet der Vertrag nach der Auszahlung.

Dread Disease vs. Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

 

Dread Disease

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Leistungsart

Einmalzahlung

Monatliche Rente

Kriterium

Schwere Krankheit laut Liste

Mind. 50 % Berufsunfähigkeit

Psychische Leiden

Nicht versichert

Ja, voll versichert

Nach der Leistung

Vertrag endet

Rente bis max. Endalter

Kosten

Abhängig von Summe

Abhängig von Rente, Beruf, Gesundheit

Fazit: Wenn möglich, solltest du immer zuerst eine BU abschließen. Die Dread Disease kann eine sinnvolle Ergänzung oder Notlösung sein, wenn BU nicht machbar ist. Wenn dir eine schnelle Hilfe bei Diagnose einer schweren Krankheit wichtig ist, kann auch ein Dread-Disease-Baustein in der BU sinnvoll sein. Mit ihm erhältst du eine zusätzliche Einmalzahlung von bis zu 18 Monatsrenten ohne, dass eine Berufsunfähigkeit bereits festgestellt worden sein muss.

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Anbieter & Kosten im Vergleich

Anbieter

Krankheiten

Wartezeit

Kinder mitversichert?

Canada Life

55 + Zusatzoption

6 Monate

Ja, bis 25 J.

Nürnberger

ca. 50

3 Monate

Ja, bis 18 J.

Zurich

63

3 Monate

Ja, bis 18 J.

Bayerische

38

6 Monate

Ja, bis 17 J.

BarmeniaGothaer

>50

3 Monate

Ja, bis 17 J.

Beispielhafte Monatsbeiträge:

  • 100.000 € für 35-jährigen Nichtraucher: ca. 60 €/Monat
  • 200.000 € für 35-jährigen Nichtraucher: ca. 110–120 €/Monat

Beachte: Beiträge variieren je nach Anbieter, Laufzeit, Summe und Gesundheitszustand. Lass dir daher ein individuelles Angebot berechnen.

Gesundheitsprüfung: Was wird gefragt?

Auch bei der Dread Disease musst du Gesundheitsfragen beantworten. Diese Prüfung dient dem Versicherer dazu, dein individuelles Krankheitsrisiko einzuschätzen. Anders als bei der BU spielen bestimmte Vorerkrankungen – etwa psychische Leiden – eine geringere Rolle, da sie im Leistungsfall ohnehin nicht versichert sind.

Typischerweise wirst du nach folgenden Punkten gefragt:
  • Krebserkrankungen oder -vorstufen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden (z. B. Herzinfarkt, Bluthochdruck, Bypass)
  • Stoffwechselkrankheiten (z. B. Diabetes, Fettstoffwechselstörungen)
  • Autoimmunerkrankungen und chronische Entzündungen
  • Neurologische Auffälligkeiten (z. B. Sehstörungen, Schwindel, MS-Verdacht)
  • Schwere Operationen oder stationäre Krankenhausaufenthalte
  • Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Alkohol, BMI, gefährliche Hobbys

Wie sieht das konkret aus? Hier ein paar Originalfragen aus echten Anträgen (vereinfacht dargestellt):

Beispiel Zurich (Tarif „Krankheits-Schutzbrief“):
  • Besteht aktuell oder bestand jemals eine Krebserkrankung, Leukämie oder ein Tumor?
  • Hattest du in den letzten 3 Jahren eine stationäre Behandlung?
  • Gibt oder gab es Beschwerden der Atemwege (z. B. chronische Bronchitis, Asthma)?
  • Bestehen Auffälligkeiten beim EKG, MRT oder CT?
Beispiel Nürnberger (Tarif „ErnstfallSchutz“):
  • Warst du in den letzten 10 Jahren länger als 14 Tage in ärztlicher Behandlung?
  • Gab es in den letzten 5 Jahren ärztlich abgeklärte Beschwerden an inneren Organen?
  • Wurde bei dir jemals ein erhöhter Blutzucker oder Diabetes festgestellt?
  • Hast du in den letzten 5 Jahren Drogen konsumiert?
Beispiel Canada Life (Tarif „Schwere Krankheiten Vorsorge“):
  • Wurde jemals bei dir eine Krebserkrankung oder ein Tumor festgestellt?
  • Hattest du in den letzten 5 Jahren Beschwerden im Bereich Herz oder Kreislauf?
  • Bestehen oder bestanden bei dir Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark oder Nervensystem (z. B. Multiple Sklerose)?
  • Nimmst du regelmäßig Medikamente ein? Wenn ja, welche und warum?

Wichtig zu wissen: Die Fragen unterscheiden sich je nach Anbieter – sowohl im Abfragezeitraum (3, 5 oder 10 Jahre) als auch in der Tiefe. Einige fragen sehr detailliert (z. B. nach jeder einzelnen Körperregion), andere fassen Krankheiten thematisch zusammen.

Beispiel: Du hattest vor sieben Jahren eine diagnostizierte, aber harmlose Zyste an der Schilddrüse. Da die Zyste nicht entfernt wurde, aber regelmäßig kontrolliert wird, möchte der Versicherer einen aktuellen Ultraschallbefund – und nimmt dich nun nur mit Ausschluss der Schilddrüse an.

Anderer Fall: Eine Kundin hatte eine Lumbalpunktion zur Abklärung von Kopfschmerzen – MS wurde ausgeschlossen, es blieb bei der Diagnose Spannungskopfschmerz. Dennoch fragte ein Versicherer nach dem neurologischen Befundbericht und verzögerte die Annahme um vier Wochen.

Tipp aus der Praxis: Lass vorab eine anonyme Risikovoranfrage über uns durchführen. Dabei prüfen wir für dich bei mehreren Versicherern, ob und zu welchen Bedingungen du versicherbar bist – ohne dass deine Daten in der Hinweis- und Informationsdatei (HIS) landen. So vermeidest du unnötige Ablehnungen und sicherst dir die besten Chancen auf Annahme.

Fazit:

Die Gesundheitsprüfung bei der Dread Disease ist verpflichtend, fällt aber in vielen Fällen moderater aus als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung – insbesondere dann, wenn deine Vorerkrankungen nicht zu den versicherten Krankheiten zählen.

Trotzdem solltest du die Gesundheitsfragen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Eine sorgfältige Vorbereitung mit vollständigen Arztunterlagen, Diagnosen und – falls nötig – ergänzenden Attesten ist entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden und die bestmögliche Annahme zu erreichen.

Für wen ist die Dread Disease Versicherung sinnvoll?

Eine Dread Disease Versicherung ist nicht für jeden zwingend notwendig, aber in bestimmten Situationen kann sie sehr sinnvoll sein:

Wenn du keine BU-Versicherung bekommst (z. B. wegen psychischer Vorerkrankung oder riskantem Beruf), kann sie eine wertvolle Alternative sein. Auch als Ergänzung zur BU, um im Krankheitsfall eine Kapitalleistung zur freien Verfügung zu erhalten, ist sie interessant.

Besonders für Selbstständige oder kleine Firmen kann eine Dread Disease Versicherung sinnvoll sein – etwa als Absicherung für den Fall, dass eine zentrale Person wie der Inhaber oder ein wichtiger Mitarbeiter krankheitsbedingt länger ausfällt.

Für Familien-Hauptverdiener mit Immobilienkredit oder hohem Einkommensbedarf stellt sie ebenfalls eine sinnvolle Absicherung dar. Ebenso für Personen mit familiärer Vorbelastung für bestimmte Krankheiten.

Viele Tarife bieten zudem die Mitversicherung von Kindern oder Partnern an – ein Pluspunkt für Familien.

Welche Krankheiten sind versichert?

Typischerweise versichert sind rund 40 bis 60 schwere Krankheiten, darunter:
  • Krebs (meist nur bei invasiven, bösartigen Tumoren)
  • Herzinfarkt, Schlaganfall, Bypass-Operationen
  • Multiple Sklerose, ALS, Parkinson (fortgeschritten)
  • Organversagen (z. B. Nieren, Leber, Lunge)
  • Koma, Blindheit, Taubheit, Gliedmaßenverlust

Nicht versichert sind beispielsweise psychische Erkrankungen (z. B. Depression, Burn-out), Rückenleiden, Bandscheibenvorfälle oder chronische Schmerzen. Erkrankungen ohne klar definierte Schweregrade fallen ebenfalls heraus.

Je nach Anbieter gibt es deutliche Unterschiede im Umfang:
  • Zurich versichert aktuell 63 Krankheiten im erweiterten Schutzbrief, darunter auch Erkrankungen wie Alzheimer, fortgeschrittene Demenz und bestimmte Herzklappenerkrankungen.
  • Canada Life bietet in der Basisversion 55 Krankheiten und ermöglicht die Absicherung weiterer 25 Krankheiten mit reduzierter Leistung (z. B. bei Früherkennung von Brustkrebs oder Carcinoma in situ).
  • Nürnberger versichert etwa 50 Krankheiten und bietet zusätzlich Teilzahlungen für leichtere Diagnosen.
  • Die Bayerische deckt 38 Krankheiten ab und fokussiert sich auf die häufigsten Krankheitsbilder.

Achte unbedingt auf die medizinischen Definitionen im Tarif: Viele Krankheiten sind nur ab einem bestimmten Stadium versichert.

Zum Beispiel wird ein Herzinfarkt nur dann anerkannt, wenn bestimmte Laborwerte erfüllt sind oder ein dauerhafter Schaden vorliegt. Bei Krebs wird meist nur bei invasiven, bösartigen Tumoren geleistet – Frühstadien wie ein Carcinoma in situ lösen oft nur Teilzahlungen oder gar keine Leistung aus.

Vertragsdetails: Laufzeit, Karenzzeit, Auszahlung

Die Wartezeit beträgt meist drei bis sechs Monate. Das bedeutet: Erst danach besteht voller Versicherungsschutz.

Karenzzeit: Ist die Diagnose ärztlich bestätigt, musst du mit einer Wartefrist rechnen, bis das Geld ausgezahlt wird. Diese beträgt meist 14 oder 28 Tage. Bei einigen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Koma kann sie auch bis zu drei Monate dauern – denn oft lässt sich erst nach dieser Zeit abschätzen, ob bleibende Schäden wie Lähmungen oder Sehverlust bestehen.

Die Versicherungssumme ist frei wählbar, etwa 100.000 €, 200.000 € oder 300.000 € und mehr. Sie wird steuerfrei und zur freien Verwendung ausgezahlt.

Beispiel: Du schließt eine Dread Disease Versicherung mit einer Summe von 200.000€ ab. Nach Ablauf der dreimonatigen Wartezeit hast du vollen Versicherungsschutz. Ein paar Jahre später wird eine Krebserkrankung diagnostiziert. Mit einer ärztlichen Bestätigung beantragst du deine Leistung. Diese erhälst du nach Ablauf deiner vertraglich definierten Karenzzeit von 28 Tagen.

Doch was ist eigentlich eine realistische Versicherungssumme? Unsere Empfehlung: In rund 9 von 10 Leistungsfällen sind es drei Diagnosen, die zur Auszahlung führen: Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine realistische Wahl der Versicherungssumme sollte sich daher an den finanziellen Folgen genau dieser Erkrankungen orientieren.

Mit der Auszahlung endet der Vertrag – es sei denn, du hast einen Tarif mit sogenannter Multi-Claim-Option abgeschlossen. Diese Option ermöglicht es dir, auch bei einer zweiten, unabhängigen schweren Krankheit erneut eine (anteilige) Leistung zu erhalten.

Wenn du beispielsweise zunächst wegen eines Herzinfarkts eine Zahlung erhältst und Jahre später zusätzlich an Krebs erkrankst, kann die Versicherung – je nach Tarif – nochmals eine Summe auszahlen, etwa 50 % der ursprünglichen Versicherungssumme.

Dynamik und Nachversicherung

Bei vielen Anbietern kannst du eine Beitragsdynamik vereinbaren. Das bedeutet: Die Versicherungssumme erhöht sich jährlich automatisch, z. B. um 3 %, damit dein Schutz mit der Inflation Schritt hält. Dadurch bleibt deine Absicherung auch in Zukunft realistisch. Besonders bei langen Laufzeiten ist diese Option sinnvoll.

Auch Nachversicherungsgarantien sind bei guten Tarifen enthalten. Du kannst bei bestimmten Lebensereignissen – z. B. Heirat, Geburt eines Kindes, Immobilienerwerb oder beruflichem Aufstieg – deine Versicherungssumme erhöhen, ohne eine neue Gesundheitsprüfung ablegen zu müssen.

Beispielhafte Anbieter:
  • Canada Life: bietet sowohl Dynamik als auch Nachversicherung an, z. B. bei Gehaltssteigerung, Familienzuwachs oder Hauskauf.
  • Nürnberger: Dynamik bis zu 5 % jährlich möglich, Nachversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung bei vordefinierten Ereignissen.
  • Zurich: Dynamik standardmäßig im erweiterten Schutzbrief enthalten, Nachversicherung auf bis zu 150 % der Ursprungssumme möglich.

Tipp: Achte auf die genauen Bedingungen und Grenzen. Manche Anbieter setzen eine Frist nach dem Ereignis (z. B. sechs Monate) und verlangen einen Nachweis.

Dynamik und Nachversicherung erhöhen deine Flexibilität – du kannst deinen Schutz mit deinem Leben mitwachsen lassen, ohne dafür jedes Mal einen neuen Vertrag abschließen zu müssen.

Empfehlenswerte Anbieter & Testsieger

Canada Life: umfangreicher Katalog, gute Zusatzleistungen, Multi-Claim-Option
  • Anzahl versicherter Krankheiten: 55 (+25 optionale Zusatzdiagnosen)
  • Eintrittsalter: 15–70 Jahre (bei verkürzter Laufzeit auch bis 74 Jahre)
  • Höchstendalter: bis 100 Jahre möglich (wahlweise)
  • ndestversicherungssumme: 10.000 €
  • Höchstversicherungssumme: bis 1.000.000 € (nach Risikoprüfung)
  • Kinder mitversichert: Ja, bis 25 Jahre (50 % der VS, max. 25.000 €)
  • Annahmerichtlinien: Gesundheitsprüfung mit Schwerpunkt auf Herz, Krebs, neurologische Vorerkrankungen, Rauchstatus wichtig, keine Leistung bei psychischen Erkrankungen
Nürnberger: starker Tarif mit Teilzahlungen und Keyperson-Option
  • Anzahl versicherter Krankheiten: ca. 50
  • Eintrittsalter: ab 10 Jahre (je nach Tarifvariante)
  • Höchstendalter: bis 75 Jahre
  • Mindestversicherungssumme: 25.000 €
  • Höchstversicherungssumme: individuell je nach Beruf, Alter und Einkommen
  • Kinder mitversichert: Ja, bis 18 Jahre (⅓ der VS, max. 25.000 €)
  • Annahmerichtlinien: Detaillierte Gesundheitsfragen zu organischen Erkrankungen, Krankenhausaufenthalten, Blutwerten und familiärer Vorbelastung. Abfragezeitraum meist 5–10 Jahre.
Zurich: gute Kombi-Tarife mit Todesfallschutz
  • Anzahl versicherter Krankheiten: 63
  • Eintrittsalter: 18–65 Jahre
  • Höchstendalter: bis 75 Jahre
  • Mindestversicherungssumme: 10.000 €
  • Höchstversicherungssumme: bis 600.000 € (je nach Beruf und Alter)
  • Kinder mitversichert: Ja, bis 18 Jahre (bis zu 50 % der VS, max. 30.000 €)
  • Annahmerichtlinien: Umfangreiche Risikofragen u. a. zu Atemwegserkrankungen, onkologischen Vorerkrankungen, stationären Behandlungen und neurologischen Auffälligkeiten. Abfragezeitraum meist 3–5 Jahre.

Laut Maklerumfrage der VEMA 2024:

  1. Canada Life
  2. Nürnberger
  3. Zurich

Auch das DFSI bewertet Canada Life und Nürnberger regelmäßig mit sehr gut.

Vor- und Nachteile der Dread Disease Versicherung

Vorteile:
  • hohe Einmalzahlung bei schweren Krankheiten
  • kein Nachweis von Berufsunfähigkeit nötig
  • steuerfreies Kapital, schnell verfügbar
  • oft bessere Annahmechancen als bei BU
  • auch für Kinder und Familien kombinierbar
Nachteile:
  • kein Schutz bei psychischen Erkrankungen oder Rückenleiden
  • nur bestimmte Krankheiten versichert
  • Vertrag endet nach einer Leistung
  • Kapital reicht ggf. nicht für eine dauerhafte Einkommenssicherung

Praxisbeispiele: Wann lohnt sich die Dread Disease?

Ein selbstständiger Malermeister erleidet einen Herzinfarkt. Er erhält aus seiner Dread-Disease-Versicherung 200.000 €, mit denen er laufende Kosten deckt und einen Vertreter einstellt – sein Betrieb überlebt die Krise.

Eine 35-jährige Angestellte mit Vorerkrankungen (Depressionen in der Jugend) bekommt keine BU, aber eine Dread Disease über 150.000 €. Bei Brustkrebs erfolgt die Auszahlung und sie kann sich auf ihre Genesung konzentrieren.

Ein Bauarbeiter mit Bandscheibenvorfall ist berufsunfähig, aber seine Dread Disease greift nicht – Rückenleiden sind nicht versichert. Eine BU hätte hier geholfen.

Eine Frau erhält eine Krebsdiagnose im Frühstadium (Carcinoma in situ). Der Tarif zahlt nicht, da die Krankheit die geforderte Schwere nicht erreicht.

fazitLogo

Helden-Fazit: Ist die Dread Disease Versicherung für dich sinnvoll?

Wenn du keine BU bekommst oder deine Familie im Ernstfall schnell Kapital benötigt, kann die Dread Disease ein wertvoller Schutz sein. Auch als Ergänzung zur BU macht sie Sinn.

Unser Tipp aus der Praxis:

  • erst BU prüfen
  • dann Dread Disease als sinnvolle Ergänzung oder Plan B

Lass uns gemeinsam prüfen, welcher Schutz für dich Sinn macht.

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FAQ - Häufige Fragen zur Dread Disease Versicherung

Ist Dread Disease eine Alternative zur BU?

Nein, nur eine Notlösung oder Ergänzung

Was kostet eine Dread Disease Versicherung?

Ab ca. 30 €/Monat, je nach Summe, Alter, Laufzeit und Gesundheit

Welche Krankheiten sind mitversichert?

Meist: Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Bypass etc.

Was ist eine Karenzzeit – und wann wird ausgezahlt?

Die Karenzzeit ist der Zeitraum zwischen der Diagnose einer versicherten Krankheit und der Auszahlung. In der Regel beträgt sie 14 oder 28 Tage. Bei bestimmten Krankheiten wie Schlaganfall oder Koma kann sie bis zu 3 Monate betragen.

Gibt es eine Nachversicherungsmöglichkeit bei der Dread Disease Versicherung?

Ja, viele Tarife erlauben eine Erhöhung der Versicherungssumme bei bestimmten Anlässen – etwa Heirat, Geburt oder Immobilienkauf – ohne erneute Gesundheitsprüfung, dafür aber mit Frist (meist 6 Monate) und entsprechenden Nachweisen.

Kann ich meine Kinder mitversichern?

Ja, bei vielen Tarifen bis 17–25 Jahre beitragsfrei

Was ist eine Multi-Claim-Option?

Eine Multi-Claim-Option ermöglicht es dir, auch bei einer zweiten, unabhängigen schweren Krankheit erneut eine (anteilige) Leistung aus der Dread Disease Versicherung zu erhalten. Beispiel: Nach einem Herzinfarkt erhältst du die volle Summe. Tritt Jahre später zusätzlich Krebs auf, zahlt die Versicherung erneut, z. B. 50 % der ursprünglichen Versicherungssumme.

Was ist der Unterschied zur Grundfähigkeitsversicherung?

Dread Disease zahlt bei Krankheit, Grundfähigkeit bei Verlust von Alltagsfunktionen (z. B. Gehen, Hören)

Was ist eine Multi-Risk-Absicherung?

Dabei handelt es sich um einen Kombi-Tarif, der mehrere biometrische Risiken in einem Produkt abdeckt – z. B. Dread Disease, Grundfähigkeiten und Pflege. Der Vorteil: Du musst nur einmal Gesundheitsfragen beantworten und bekommst eine breitere Absicherung.

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