Die Hannoversche BU - Gesundheitsfragen
- Gesundheitsfragen - Pro & Contra
- Bewertung risikoreicher Hobbys
- Wie läuft die Risikovoranfrage ab
Update: aktualisiert 12.08.2026
Die Gesundheitsfragen und die Risikoprüfung sind das Herzstück jeder Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie entscheiden darüber, ob und zu welchen Bedingungen du abgesichert werden kannst.
Die Hannoversche BU punktet hier mit umfassenden, klar formulierten Gesundheitsfragen und einer strukturierten Risikoprüfung.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche Gesundheitsfragen im Antrag der Hannoverschen auf dich zukommen, wie gefährliche Hobbys bewertet werden und warum eine anonyme Risikovoranfrage in vielen Fällen die beste Lösung ist, um sich optimal abzusichern.
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Klare, detaillierte Gesundheitsfragen
Abfragezeitraum meist 5 und 3 Jahre (ambulant, stationär und Psyche)
Individuelle Prüfung privater Risiken, gewöhnliche Sport- und Freizeitaktivitäten meist unproblematisch.
BU-Aktion für junge Leute
Anonyme Risikovoranfrage möglich
So sehen die Gesundheitsfragen der Hannoverschen BU aus:
Die Antragsfragen der Hannoverschen sind zwar weiterhin umfangreich, seit dem Update Anfang 2026 aber etwas differenzierter aufgebaut. Positiv ist, dass nicht mehr alle Krankheitsbilder pauschal über 5 Jahre abgefragt werden. Stattdessen arbeitet der Antrag nun stärker mit unterschiedlichen Abfragezeiträumen je nach Gesundheitsbereich. Ebenfalls hilfreich ist, dass bei bejahten Gesundheitsfragen direkt Platz für ergänzende Angaben vorgesehen ist.
Viele Gesundheitsfragen beziehen sich weiterhin auf die letzten 5 Jahre, etwa zu Herz, Kreislauf, Lunge, Psyche, Nervensystem, Rücken, Gelenken, Medikamenteneinnahme sowie Kontroll- und Nachsorgeuntersuchungen.
Für einige andere Gesundheitsbereiche gilt dagegen nur noch ein Zeitraum von 3 Jahren. Das betrifft vor allem Niere, Blase, Unterleibsorgane, Brust, Stoffwechsel, Infektionen, Haut, Allergien, Augen und Ohren.
Positiv werten wir, dass sich die „offene Frage“ der Hannoverschen nur auf die letzten 3 Monate bezieht. Gemeint sind bestimmte Beschwerden, auch wenn deswegen noch kein Arzt oder Therapeut aufgesucht wurde.
Erfreulich ist außerdem, dass die Abfrage nach stationären Aufenthalten, Operationen, Kuren, Reha-, Entzugs-, Strahlen- oder Chemobehandlungen nur die letzten 5 Jahre betrifft. Zusätzlich möchte die Hannoversche wissen, ob eine solche Behandlung in den nächsten 12 Monaten vorgesehen oder empfohlen ist.

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Eine separate Frage nach früher abgelehnten oder erschwert angenommenen Anträgen enthält der aktuelle reguläre BU-Antrag der Hannoverschen zum Glück nicht mehr.
Vor 6 Jahren wurdest du wegen einer schwierigen privaten oder beruflichen Situation für ein paar Wochen krankgeschrieben. Der Arzt stellte mangels anderweitiger Symptome eine "F-Diagnose" (z.B. leichte depressive Episode) – danach warst du wieder gesund. In einem BU-Antrag einer anderen Gesellschaft musstest du das angeben (wegen der 10-Jahres-Abfrage), und der Antrag wurde abgelehnt.
Weil bei der Hannoverschen nur 5 Jahre nach psychischen Erkrankungen gefragt wird, musst du diese Erkrankung nicht angeben.
Würde die Hannoversche allerdings nach abgelehnten Voranträgen fragen, würde auch dieses Thema wieder eine Rolle spielen, weil der Versicherer die Information quasi "durch die Hintertür" bekommt und vermutlich auch verwerten würde.
Dieses Beispiel zeigt gut, wie wichtig es ist, beim Thema BU mit einem Profi zusammenzuarbeiten, der auch die Annahmerichtlinien der vielen Gesellschaften bestens kennt - so lassen sich gewisse "Fehler" bei der Antragstellung vermeiden!
Bei der Hannoversche spielt die Einschätzung möglicher Risiken ebenfalls eine entscheidende Rolle. Besonders im Fokus stehen dabei sogenannte „private Gefahren“ – also gefährliche Hobbys und Aktivitäten, die das Risiko einer Berufsunfähigkeit erhöhen könnten. Damit sind z. B. folgende Sportarten gemeint:
Normale Sportarten (z. B. Fußball, Tennis, Skifahren im Urlaub, Joggen, Mountainbiken) gelten i. d. R. nicht als hochriskant und sind entweder gar nicht anzugeben oder führen zu keiner Erschwernis.
Hast du aber mehr Risikosportarten im Repertoire, kann die Hannoversche einen Beitragszuschlag oder einen Ausschluss bestimmter Leistungen vorschlagen. Mit Einschränkungen musst du z. B. rechnen, bei Karate, Triathlon oder Boxen.
Hier einige Hobbys, die bei der Hannoversche ohne Einschränkung angenommen werden:
| Motorradfahren (Freizeit/Hobby) | Schnorcheln | Reiten (Dressur ohne Wettbewerbe) |
| Basketball | Hockey | Schießsport |
| Bergwandern bis 4.000 m | Yoga | Ski Alpin |
| Golfen | Bouldern | Tanzen |
| Tennis | Langlauf | Volleyball |
| Bogenschießen | Mountainbiking (ohne Rennen) | Wasserball |
| Fußball | Radsport (Rennrad ohne Rennen) | Wing-Tsun |
(Annahmeliste Freizeitsportarten wird von der Hannoverschen derzeit überarbeitet)
Ja, die Hannoversche bietet tatsächlich eine BU-Aktion für junge Leute bis 35 Jahre an (z. T. ist ein Hochschulabschluss oder eine bestimmte berufliche Situation Voraussetzung).
Es können bis zu 2.000 € monatliche BU-Rente abgesichert werden, alle weiteren Optionen der anderen Tarife sowie sämtliche Dynamiken und Erhöhungsoptionen, einschließlich der Karrieregarantie, stehen in vollem Umfang zur Verfügung.
Diese attraktiven Bedingungen sind jedoch nicht ohne Anforderungen. Es gibt zwar nur drei Gesundheitsfragen, aber keine davon darf mit „Ja“ beantwortet werden! Demzufolge ist auch keine Risikovoranfrage möglich.
Die Gesundheitsfragen der Aktion für junge Leute sehen wie folgt aus:
Frage 1
Sind Sie aktuell oder waren Sie in den letzten drei Jahren länger als 3 Wochen ununterbrochen nicht in der Lage, aus gesundheitlichen Gründen Ihrer schulischen, studentischen oder beruflichen Tätigkeit nachzugehen (z. B. durch Arbeitsunfähigkeit)?
Nur für Studierende: Bestand in den letzten 3 Jahren eine Prüfungsunfähigkeit (wegen Krankheit)?
Frage 2
Wurden Sie in den letzten drei Jahren zu folgenden Erkrankungen durch Ärzte, andere Heilbehandler oder Therapeuten untersucht, beraten oder behandelt?
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Schlaganfall, Leber-/Nierenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, chronische Erkrankungen (z. B. Rheuma, Multiple Sklerose, Epilepsie), Diabetes, Asthma, psychische oder neurologische Erkrankungen, HIV-Infektion/Aids, Erkrankungen oder Beschwerden des Bewegungsapparates (z. B. Rücken, Knie, Hüfte) oder der Sinnesorgane (z. B. Augen, Ohren, Haut). Wichtig: Als Behandlung zählt bei der Hannoverschen auch jede medikamentöse Therapie – mit Ausnahme von Verhütungsmitteln – sowie Kontroll- und Nachsorgeuntersuchungen.
Frage 3
Bestehen oder bestanden darüber hinaus bei Ihnen in den letzten drei Monaten eine der folgenden Gesundheitsstörungen oder Beschwerden?
Bitte machen Sie auch eine Angabe, wenn Sie wegen der u. g. Gesundheitsstörungen oder Beschwerden weder beraten, untersucht oder behandelt wurden.
Jede Versicherung hat eigene Kriterien zur Risikoprüfung, was bedeutet, dass sie Gesundheitsfragen, Vorerkrankungen und Einträge im Hinweis- und Informationssystem (HIS) unterschiedlich bewertet. Deshalb kann es sein, dass ein Interessent mit Vorerkrankungen bei einem Versicherer abgelehnt und bei einem anderen angenommen wird.
Eine Risikovoranfrage hilft dir, schon vor der Antragstellung eine verbindliche Einschätzung zu deinem BU-Antrag zu erhalten, besonders bei Vorerkrankungen oder risikoreichen Hobbys.
Das ist wichtig, weil du sonst Äpfel mit Birnen vergleichst – es bringt dir ja herzlich wenig, wenn im Vergleichsportal die Pfefferminzia mit dem günstigsten Beitrag ganz oben steht und die dich dann aber aufgrund einer Erkrankung gar nicht versichern wollen - oder nur mit 50% Risikozuschlag.
Der Vorteil einer Risikovoranfrage: Du bleibst anonym, und eine mögliche Ablehnung müsste bei zukünftigen Anträgen nicht angegeben werden. So kannst du verschiedene Anbieter vergleichen und am Ende den optimalsten auswählen.
Für die anonyme Risikoprüfung ist jedoch deine aktive Mitarbeit gefordert. Eine Voranfrage kann nur erfolgreich sein, wenn alle relevanten Informationen zu Gesundheit, Vorerkrankungen und Risikofaktoren vollständig und innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens bereitgestellt werden.
Wir führen keine Voranfrage durch, wenn wir erwarten, dass sie keine positiven Ergebnisse liefern wird. Wir haben viel Erfahrung auf dem Gebiet der Risikoprüfung und können auch schon im Vorfeld häufig recht gut einschätzen, ob eine Antragstellung erfolgsversprechend ist oder nicht.
Formular ausfüllen: Zunächst füllst du ein Formular mit persönlichen Daten, beruflichen Informationen, deinem Gesundheitszustand und deinen Versicherungswünschen aus.
Wichtige Informationen sind dabei:
Genaue Diagnose
Ursprung der Erkrankung
Zeitraum
Behandlungsmethoden
Seit wann die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist
Erste Einschätzung: Anhand dieser Angaben prüfen wir deinen Fall und informieren dich, ob weitere Unterlagen wie z.B. ärztliche Befunde benötigt werden.
Sei besonders vorsichtig bei versicherungsspezifischen Fragebögen mit Ja/Nein-Antworten! Solche Fragebögen sind oft zu standardisiert und wenig individuell, was häufig zu ungenauen oder schlechten Ergebnissen führt.
Schreib deshalb alle relevanten Details so genau und lückenlos wie möglich auf, damit der Risikoprüfer keine offenen Fragen mehr hat und auf die Idee kommt einen solchen Fragebogen nachzufordern.
Anonyme Anfrage: Mit allen gesammelten Informationen stellen wir dann eine anonymisierte Risikovoranfrage (z.B. bei der Hannoverschen und bei zwei bis drei weiteren passenden Versicherern). Da die Risikobewertung je nach Gesellschaft variiert, erhöht dies deine Chancen auf ein passendes Angebot.
Ergebnisbesprechung: Nach Erhalt der Rückmeldungen besprechen wir gemeinsam deine BU Optionen und wählen das optimale Angebot aus.
Antragstellung: Passen die Annahmekonditionen, stellen wir zusammen den offiziellen BU Antrag. Dank der vorherigen Risikovoranfrage sind meist keine weiteren Rückfragen zu erwarten.
Bei einer gewünschten Absicherung von mehr als 3.000 € pro Monat ist in der Regel eine ärztliche Untersuchung erforderlich. Um mögliche Risiken zu minimieren, empfehlen wir oft, die Absicherung auf zwei Versicherer aufzuteilen. So kannst du unerwartete Befunde und ausführlichere Nachfragen vermeiden.

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Die Hannoversche stellt zwar umfangreiche Gesundheitsfragen, doch das muss nicht zwangsläufig ein Nachteil sein. Wer gesund ist oder lediglich kleinere gesundheitliche Einschränkungen hatte, kann sich in der Regel mit einer guten Dokumentation problemlos versichern.
Bei komplexeren Vorerkrankungen empfiehlt es sich, vorab eine Risikovoranfrage zu stellen, um herauszufinden, wie die Hannoversche – und gegebenenfalls andere Versicherer – damit umgehen.
Gefährliche Hobbys werden, wie bei den meisten Versicherungsgesellschaften, individuell geprüft.
Zudem bietet die Hannoversche eine BU-Aktion mit deutlich vereinfachten Gesundheitsfragen an. Diese ist jedoch an strenge Bedingungen geknüpft, wie ein Höchsteintrittsalter und die Voraussetzung, dass alle Gesundheitsfragen mit „Nein“ beantwortet werden müssen.
Eine anonyme Risikovoranfrage ist ideal, um frühzeitig zu klären, ob ein Abschluss zu normalen Konditionen möglich ist, ohne direkt einen offiziellen Antrag stellen zu müssen.
Anhand dieser beispielhaften Tendenzliste möchten wir dir zeigen, wie die Hannoversche bestimmte Krankheiten bewertet:
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