Krankentagegeldversicherung: Dein Schutz bei längerer Krankheit
- Finanzielle Sicherheit bei längerer Krankheit
- Damit du in Ruhe wieder gesund werden kannst
- Ergänzt optimal das gesetzliche Krankengeld
Update: aktualisiert 23.05.2025
Ein optimaler Versicherungsschutz bei Krankheit sorgt dafür, dass du auch im Fall einer längeren Arbeitsunfähigkeitfinanziell abgesichert bist. Die Krankentagegeldversicherung spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie springt ein, wenn du aufgrund einer Krankheit nicht arbeiten kannst und dein Einkommen ausbleibt – egal ob als Angestellter oder Selbstständiger.
Leistungen wie die Zahlung eines täglichen Krankengeldes ab dem vereinbarten Zeitpunkt helfen, laufende Kosten wie Miete, Kredite oder Lebenshaltung zu decken. Gerade bei längeren Krankheitsphasen schützt dich die Versicherung vor finanziellen Engpässen und sorgt für mehr Stabilität in einer ohnehin belastenden Zeit.
Eine individuelle Gestaltung der Krankentagegeldversicherung – z. B. hinsichtlich Höhe des Tagessatzes oder Karenzzeit – ermöglicht es, den Schutz an deine berufliche und persönliche Situation anzupassen.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum die Krankentagegeldversicherung so wichtig ist, wie du den passenden Tariffindest und worauf du bei der Auswahl besonders achten solltest.
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Krankentagegeldversicherung (KTG): Schützt dein Einkommen bei längerer Krankheit und hilft, finanzielle Engpässe zu vermeiden
Individuelle Absicherung: Ergänzt die Lücken, die durch das gesetzliche Krankengeld entstehen, insbesondere für Selbstständige und privat Versicherte
Flexibilität: Wählbare Höhe und Dauer der Leistungen, die optimal zu deinem Bedarf passen
Privat Krankenversicherte können sich hier umfassend absichern, da sie keine gesetzlichen Krankengeldansprüche haben
Planbare Sicherheit: Ideale Lösung für Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige, die sich vor finanziellen Einbußen schützen möchten
Die Krankentagegeldversicherung (KTG) bietet finanzielle Unterstützung, wenn du krankheitsbedingt länger ausfällst und dein Einkommen wegfällt. Sie ergänzt entweder die gesetzlichen Krankengeldleistungen oder ersetzt sie vollständig bei privat Versicherten. Besonders für Selbstständige, Beamte und privat Krankenversicherte ist diese Absicherung unverzichtbar.
Das Krankentagegeld ist flexibel gestaltbar: Du entscheidest, wie hoch dein Krankentagegeld ausfallen soll und ab wann es gezahlt wird (z. B. ab dem 43. Tag nach Wegfall der Lohnfortzahlung). Dadurch lässt sich die Versicherung optimal an deine individuelle Lebenssituation anpassen.
Gesetzlich Versicherte erhalten nach Ablauf der 6-wöchigen Lohnfortzahlung von ihrer Krankenkasse ein Krankengeld, das jedoch nur 70 % des Bruttogehalts (max. 90 % des Nettos) beträgt. Das bedeutet, dass eine spürbare finanzielle Lücke entsteht, die gerade bei längeren Ausfallzeiten problematisch werden kann.
Insbesondere Fixkosten wie Miete, Kredite oder Versicherungsbeiträge können dadurch unter Umständen nicht mehr vollständig gedeckt werden. Diese Lücke lässt sich mit einer Krankentagegeldversicherung schließen.
Arbeitnehmer, die gesetzlich versichert sind, können mit einer Krankentagegeldversicherung die Differenz zwischen Krankengeld und ihrem Nettogehalt ausgleichen. Dies sorgt für weniger finanzielle Sorgen und eine bessere Genesung ohne Druck. Sinnvoll ist ein Kranktagegeld ab dem 43. Tag (also genau nach 6 Wochen, in denen der Arbeitgeber den Lohn weiter bezahlt).
In der privaten Krankenversicherung (PKV) ist ein Krankentagegeld nicht automatisch versichert. Wer sich für den Krankheitsfall absichern möchte, muss also selbst vorsorgen. Privat Versicherte können ihre Leistungshöhe individuell wählen und so passgenau absichern. Dadurch haben sie volle Kontrolle über ihren Schutz bei längerer Krankheit. Auch hier empfiehlt sich die Absicherung ab dem 43. Tag, da auch bei privat Krankenversicherten Arbeitnehmern zunächst der Arbeitgeber 6 Wochen die Lohnfortzahlung übernimmt.
Selbstständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, erhalten im Regelfall kein Krankengeld – außer sie haben es extra mit ihrer gesetzlichen Kasse vereinbart.
Je nachdem, ob mit der GKV Krankengeld vereinbart ist oder nicht, kann über ein Krankentagegeld entweder die entstehende Differenz oder die volle benötigte Summe abgesichert werden. Selbstständige, die privat krankenversichert sind, sollten ihren Verdienstausfall über eine private Krankentagegeldversicherung abdecken.
Da es bei Selbstständigen keine Lohnfortzahlung gibt (wie bei Arbeitnehmern), macht ein KTG bereits ab dem 1. Tag Sinn (oder vielleicht nach wenigen Tagen Karenzzeit).
Beamte erhalten im Falle einer Erkrankung von ihrem Dienstherrn die vollen Bezüge weiter bezahlt – und das sogar ohne zeitliche Begrenzung. Für Beamte ist eine Krankentagegeldversicherung daher nicht notwendig oder sinnvoll.

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Die Wahl der richtigen privaten Krankentagegeldversicherung erfordert sorgfältige Überlegungen. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die du beachten solltest:
Höhe des Krankentagegeldes: Die vereinbarte Summe sollte deinem Nettoeinkommen entsprechen, um finanzielle Einbußen während der Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden. Regelmäßige Überprüfung und Anpassung des Tagessatzes sind wichtig, insbesondere nach Gehaltserhöhungen.
Karenzzeit: Die Zeitspanne zwischen Beginn der Arbeitsunfähigkeit und dem Start der KTG-Zahlungen ist entscheidend. Für Angestellte sind oft 43 Tage sinnvoll, da diese Zeit durch die Lohnfortzahlung abgedeckt wird. Selbstständige sollten eine kürzere Karenzzeit wählen, da sie keine Lohnfortzahlung erhalten.
Leistungsdauer: Generell leistet eine Krankentagegeldversicherung zeitlich unbegrenzt. Die Leistung endet, wenn die versicherte Person wieder genesen ist - oder wenn die versicherte Person voraussichtlich auf Dauer erwerbsunfähig ist. In letzterem Fall wird zur weiteren Absicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung benötigt.
Anpassungsfähigkeit: Ein flexibler Tarif sollte es ermöglichen, die Leistungshöhe an veränderte Einkommenssituationen anzupassen, wie Gehaltserhöhungen oder Einkommensverluste.
Beitragsstabilität: Manche Versicherungen erhöhen die Beiträge mit steigendem Alter, während andere stabile Beiträge bieten. Wähle einen Tarif, der langfristig bezahlbar bleibt.
Versicherungsbedingungen: Achte auf klare Regelungen zu Nachweispflichten, Karenzzeiten und möglichen Ausschlüssen. Einige Versicherer schließen bestimmte Diagnosen oder Krankheitsbilder aus (oft werden derartige Tarife dann ohne Gesundheitsfragen angeboten).
Weltweiter Schutz: Wenn du viel reist oder im Ausland arbeitest, solltest du sicherstellen, dass der Versicherungsschutz weltweit gilt.
Die optimale Höhe der Krankentagegeldversicherung richtet sich nach deinem Nettoeinkommen und deinen monatlichen Fixkosten. Als Faustregel gilt:
Angestellte: Ergänzung zum gesetzlichen Krankengeld auf Höhe des Nettolohns, um den Lebensstandard zu sichern.
Selbstständige: Absicherung der laufenden Betriebskosten (z. B. Miete, Kredite, Versicherungen) und des privaten Lebensunterhalts.
Beamte: keine Absicherung benötigt
Zu hohe Absicherungen führen zu unnötig hohen Beiträgen, während zu niedrige Leistungen finanzielle Lücken hinterlassen können. Eine individuelle Beratung hilft, die richtige Balance zu finden.
Die Krankentagegeldversicherung leistet, wenn die versicherte Person arbeitsunfähig ist und eine Krankschreibung vorliegt – die Leistung wird in diesem Fall nach der vereinbarten Karenzzeit erbracht. Voraussetzung ist ein aktueller Nachweis durch einen Arzt.
Es ist wichtig, alle Anforderungen deines Versicherungsvertrags zu kennen, um Verzögerungen bei der Auszahlung zu vermeiden.
Die Krankentagegeldversicherung ist ein unverzichtbarer Schutz, um finanzielle Engpässe bei längeren Krankheitsphasen zu vermeiden. Sie bietet Arbeitnehmern und Selbstständigen individuell anpassbare Lösungen, die den Lebensstandard sichern und ermöglichen, sorgenfrei wieder gesund zu werden.
Insbesondere ist sie für Selbstständige, Freiberufler und privatversicherte Arbeitnehmer wichtig, da diese Personengruppen im Regelfall nicht bei längerer Krankheit abgesichert sind.
Aber auch für normal gesetzlich versicherte Arbeitnehmer macht eine KTG-Versicherung als Ergänzung Sinn, um die Lücke zum Krankengeld der gesetzlichen Kasse zu schließen.

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Nein, die Krankentagegeldversicherung greift erst ab dem Abschlussdatum und nach der vereinbarten Karenzzeit. Im Regelfall wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt.
Ja, Krankentagegeld ist grundsätzlich steuerfrei.
Ja, bei den meisten Versicherern kannst du die Leistungshöhe flexibel anpassen, z. B. bei Gehaltserhöhungen oder Einkommensverlusten. Oft ist das mit einer neuen Gesundheitsprüfung verbunden.
In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Krankentagegeld, da die Karenzzeit nicht abgelaufen ist.
Eher weniger, da die Karenzzeit meist 14 Tage oder länger beträgt. Sie ist primär für längere Krankheitsausfälle gedacht.
In der Regel ja, sofern diese durch ein ärztliches Attest belegt sind. Einige Tarife schließen jedoch bestimmte Diagnosen aus, daher ist es wichtig, die Bedingungen zu prüfen.
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