Krebsversicherung Vergleich: Dein Schutz bei Krebs

Krebsversicherung im Vergleich

    •  Diagnose Krebs: Sofortige finanzielle Hilfe
    •  Wann lohnt sich ein Abschluss?
    •  Leistungen, Kosten & Alternativen
Autor: Maximilian Waizmann - Experte Zahnzusatzversicherung

Maximilian Waizmann | Versicherungsfachmann BWV

Update: aktualisiert 26.03.2025

Die Diagnose Krebs trifft jedes Jahr rund 500.000 Menschen in Deutschland – etwa jeden Zweiten im Laufe seines Lebens. Auch wenn niemand gern darüber nachdenkt: Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Doch nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell ist eine Krebserkrankung eine enorme Belastung. Selbst auf gesetzlich Versicherte kommen oft hohe Zuzahlungen für Medikamente, Therapien und Reha-Maßnahmen zu, die schnell mehrere Tausend Euro erreichen können. Hinzu kommen Einkommensverluste, weil du möglicherweise über Monate oder sogar Jahre nicht arbeiten kannst.

Eine Krebsversicherung springt genau hier ein. Sie sorgt dafür, dass du im Ernstfall finanziell abgesichert bist und dich voll und ganz auf deine Genesung konzentrieren kannst.

Doch für wen lohnt sich diese Versicherung wirklich – und was solltest du unbedingt beachten? Diese Fragen beantworten wir in unserem Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

​  Einmalige Kapitalzahlung: Zahlt dir einen festgelegten Betrag bei einer Krebsdiagnose

​  Bestimmte Krebsarten: Nur bösartige Tumore sind versichert – kein Schutz bei Vorstufen oder gutartigen Tumoren

​  Zweckungebunden: Freie Verwendung der Auszahlung, z.B. für Therapien oder Verdienstausfall

​  Günstiger als andere Versicherungen: Günstige Tarife ab etwa 20-30€ pro Monat

Was ist eine Krebsversicherung?

Die Krebsversicherung ist eine spezielle Form der Risikoversicherung. Sie zahlt dir einen zuvor vereinbarten Betrag (einmalige Kapitalzahlung) aus, sobald eine versicherte Krebsart diagnostiziert wird. Die gewünschte Versicherungssumme kann bei Vertragsabschluss frei gewählt werden. Typisch sind Absicherungen zwischen 10.000 bis 100.000€ – manche Anbieter ermöglichen auch Summen bis 150.000€.

Die Auszahlung erfolgt einmalig und steht dir frei zur Verfügung. Das bedeutet: Du kannst das Geld für medizinische Zusatzkosten (z.B. Zuzahlungen oder spezielle Therapien), deinen Lebensunterhalt oder persönliche Wünscheeinsetzen.

Sie ergänzt somit die Leistungen der regulären Krankenversicherung und schließt finanzielle Lücken. Einige Tarife bieten darüber hinaus noch Zusatzleistungen an, wie Beratungen, psychologische Betreuungen oder Assistance-Leistungen.

Leistungen der Krebsversicherung

Die Versicherung leistet dann, wenn eine Krebserkrankung eindeutig festgestellt und histologisch belegt wird. Aber nur, wenn sie im Vertrag definiert wird. Die genauen Kriterien kannst du immer den Vertragsbedingungen des jeweiligen Anbieters entnehmen.

Wurde eine Krebserkrankung diagnostiziert zahlt die Versicherung die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme als Einmalzahlung aus.

Je nach Vertragsgestaltung kommen neben der Auszahlung weitere Zusatzleistungen hinzu. Das können beispielsweisesein:

  • Unterbringung in Ein- oder Zweibettzimmern

  • Freie Klinikwahl & privatärztliche Behandlung

  • Zahlungen des Eigenanteils bei Fahrten zum und vom Krankenhaus

  • Tagegeldzahlung während Chemo

  • psychologisch-onkologische Betreuung

  • medizinische Beratung & Zweitmeinung

  • Assistance-Leistungen

  • Stilberatung zur Verbesserung des äußerlichen Auftretens (z.B. Perücken)

Achtung

Jede Krebsversicherung hat eine Wartezeit von typischerweise 3 bis 6 Monaten. Das heißt, dass in diesem Zeitraum kein Versicherungsschutz besteht. Wird bei dir dann eine Krebserkrankung diagnostiziert, besteht kein Anspruch auf Leistung.

Einige Versicherer erstatten in so einem Fall immerhin die bereits gezahlten Beiträge zurück, aber der Vertrag selbst erlischt dann in der Regel. 

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Welche Krebsarten sind versichert?

Grundsätzlich zahlt die Krebsversicherung nur bei bösartigen Tumoren, die eine Tendenz zur Metastasenbildungaufweisen. Gute Krebsversicherungen haben dabei eine möglichst umfassende Definition und schließen über 300 Krebsarten ein – denn Krebs kann in nahezu jedem Organ auftreten.

Häufige Krebsarten sind fast immer abgesichert – oft auch ohne Ausnahmen. Dazu zählen insbesondere:

  • Brustkrebs sowie alle Krebserkrankungen der weiblichen Reproduktionsorgane

  • Prostatakrebs sowie alle Krebserkrankungen der männlichen Reproduktionsorgane

  • Darmkrebs

  • Lungenkrebs

  • Hautkrebs (jedoch meist nur schwarzer Hautkrebs bzw. malignes Melanom)

  • Leukämie

  • Lymphdrüsenkrebs

Nicht versichert sind jedoch Krebsvorstufen und frühe Krebsformen (z.B. Carcinoma in situ oder Zervixdyslapsie) sowie gutartige Tumore. Je nach Tarif sind auch frühe Stadien des Haut-, Prostata- oder Harnblasenkrebses nicht eingeschlossen. Manche Versicherer schließen zudem bestimmte Leukämieformen mit geringem Schweregrad aus.

Für wen ist eine Krebsversicherung sinnvoll?

Theoretisch ist eine Krebsversicherung für fast alle sinnvoll, denn das Risiko an Krebs zu erkranken ist sehr hoch.Jedes Jahr trifft es etwa 500.000 Menschen in Deutschland.

Zudem bedeutet Krebs noch immer ein erhöhtes Armutsrisiko. Viele Betroffene werden berufsunfähig oder können nur mehr in Teilzeit arbeiten. Hinzu kommen steigende Ausgaben für spezielle Therapien. Eine rechtzeitige Absicherung kann also deutliche Abhilfe schaffen.

Aber braucht es dafür unbedingt eine extra Versicherung? In vielen Fällen eher nicht.

Wenn du z.B. eine BU und/oder eine Krankentagegeldversicherung hast, bist du oft schon ausreichend abgesichert.Dennoch gibt es durchaus Situationen, in denen sich eine Krebsversicherung lohnt.

Besonders sinnvoll ist eine Krebsversicherung für Menschen, die aufgrund ihrer familiären Vorgeschichte oder anderer Risikofaktoren ein erhöhtes Krebsrisiko haben. Gab es beispielsweise in der engen Verwandschaft bereits Krankheitsfälle oder hast du als Raucher ein höheres Risiko, lohnt sich ein Abschluss allemal.

Aber Vorsicht

riskante Lebensgewohnheiten, wie Rauchen, führen zu höheren Beiträgen. Auch die familiäre Historie kann von manchen Versicherungen zu strengeren Aufnahmekriterien führen.

Neben diesen Gruppen macht eine Krebsversicherung ggf. auch für Selbstständige oder Freiberufler Sinn – vor allem wenn sie keine andere Absicherung, wie ein Krankentagegeld oder eine BU, haben. So ist immerhin der Einkommensausfalls während einer Krebserkrankung abgedeckt.

Wenn du aufgrund einer Vorerkrankung keine BU bekommen kannst, kann eine Krebsversicherung zumindest einen Teil-Schutz bieten. Denn sie hat eine weniger strenge Gesundheitsprüfung, sodass der Abschluss auch mit Vorerkrankungen deutlich einfacher ist – zumindest solange es sich nicht um Krebs handelt.

Insgesamt macht eine Absicherung zudem erst in einem mittleren Alter Sinn, denn statistisch gesehen steigt das Risiko einer Krebserkrankung mit zunehmendem Alter. Wichtig zu beachten ist aber, dass die meisten Neuabschlüsse nur bis etwa 60-65 Jahre möglich sind und der Schutz mit 70-75 Jahren endet. Für jüngere Menschen sind i.d.R. andere Versicherungen wichtiger.

Vorteile einer Krebsversicherung

Vorteile

Finanzielle Soforthilfe bei Krebsdiagnose

Freie Verwendung der Kapitalauszahlung

Vorsorgeuntersuchungen sind meist beinhaltet

Oft können Kinder mitversichert werden

Einfachere Gesundheitsprüfung

Günstige Prämien oft auch für Ältere oder risikoreiche Berufsgruppen

Nachteile einer Krebsversicherung

❌ Nur für Krebserkrankungen

❌ Ausschlüsse & Einschränkungen bei gutartigen Tumoren oder Vorstufen

❌ Kein Ersatz für Einkommensabsicherung

❌ Wartezeiten nach Vertragsabschluss

❌ Alterseinschränkungen

❌ Manche Versicherungen fragen familiäre Vorbelastungen ab

Was kostet eine Krebsversicherung?

Die Kosten einer Krebsversicherung sind sehr individuell und hängen von mehreren Faktoren ab. Allgemein gilt: Die Beiträge richten sich im Wesentlichen nach der vereinbarten Versicherungssumme, dem Eintrittsalter, der Vertragslaufzeit und dem individuellen Gesundheitsrisiko. Folgendes ist zu beachten:

  • Versicherungssumme: Sie hat direkten Einfluss auf den monatlichen Beitrag. Je mehr du absichert, desto teurer wird auch die Prämie. Typisch sind Summen von 10.000-100.000€.  

  • Alter & Laufzeit: Je jünger du bei Vertragsabschluss bist, desto günstiger sind die Beiträge. Denn mit höherem Alter steigt auch das Krebsrisiko, was sich in den Preisen widerspiegelt. Auch deshalb lassen Anbieter die Verträge nur bis zu einem bestimmten Alter laufen (max. bis 70 oder 75 Jahre). Auch hierbei gilt: je kürzer die Laufzeit, desto günstiger die Beiträge.

  • Gesundheitszustand: Hier spielen vor allem Raucherstatus, BMI und Vorerkrankungen eine Rolle – denn sie haben direkte Auswirkungen auf das individuelle Krebsrisiko. So erheben Versicherungen meist einen erhöhten Beitrag bei Rauchern, Übergewichtigen und bei bestimmten Erkrankungen.

Generell sind die Kosten der Krebsversicherung gering, besonders im Vergleich zu anderen Versicherungen, da sie nur einen bestimmten Risikofall (Krebs) absichern. So zahlt beispielsweise ein 40-jähriger Nichtraucher nur rund 20-30€ monatlich (für eine Versicherungssumme von 50.000€).

Somit sind die Kosten für eine Krebsversicherung überschaubar. Dennoch kommen bei mehrjähriger Vertragslaufzeit beträchtliche Summen zusammen. Daher solltest du immer abwägen, ob dir die Absicherung wert ist.

Wir empfehlen deshalb unbedingt einen Preis-Leistungs-Vergleich mehrerer Anbieter zu machen – dabei unterstützen wir dich natürlich gerne.

Darauf solltest du bei einer guten Krebsversicherung achten

Bevor du eine Krebsversicherung abschließt, solltest du verschiedene Angebote vergleichen und genau prüfen, welcher Tarif das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet. Hier sind einige wichtige Kriterien, auf die du unbedingt achten solltest:

  • Versicherte Krebsarten & Definition: Das A und O der Krebsversicherung – welche Erkrankungen genau als Krebs gelten und im Versicherungsschutz abgedeckt sind. Prüfe genau, wie Krebs definiert wird (zählen z.B. auch Leukämie und Lymphome dazu), ob und in welchem Umfang häufige oder auch geschlechtsspezifische Krebsarten enthalten sind. Grundsätzlich gilt, dass der Krebsbegriff möglichst umfassend und ohne viele Ausnahmen sein muss.

  • Höhe der Versicherungssumme: Überlege dir, wie viel Geld du im Ernstfall benötigen würdest. Summen zwischen 10.000 € und 100.000 € sind üblich. Wähle am besten einen Betrag, der deinen individuellen Bedürfnissen entspricht, z.B. genug, um ein Jahr Einkommensausfall zu decken oder besondere Therapiekosten zu finanzieren. Bedenke, dass einige Anbieter Mindest- und Höchstsummen (z.B. mindestens 5.000 €, maximal 150.000 €) setzen. Achte auch darauf, ob du die Summe flexibel anpassen kannst oder ob sie fix für die Vertragsdauer festgelegt ist.

  • Wartezeit: Erkundige dich nach der Länge der Wartezeit und den geltenden Bedingungen. Üblich sind 3 bis 6 Monate Wartezeit, in denen du keine Leistungen beziehen kannst. Kurze Wartezeiten sind deshalb natürlich vorteilhafter. Wichtig ist auch, ob der Tarif eine Kulanz bietet – also z.B. eine Beitragsrückerstattung, falls es während der Wartezeit doch zu einer Diagnose kommt.

  • Gesundheitsprüfung: Je nach Versicherer fallen die Gesundheitsfragen mehr oder weniger umfangreich aus. Manche fragen auch nach der familiären Krankheitsgeschichte, was in einigen Fällen zu Ausschlüssen oder Risikozuschlägen führen kann. Deshalb ist es wichtig zu prüfen, welche Tarife Abschlüsse einfachen Gesundheitsfragen bieten. Aber: Du solltest niemals Vorerkrankungen beschönigen und immer wahrheitsgemäß antworten.

  • Regelung bei Rückfällen: Gerade bei bestimmten Krebserkrankungen ist die Rückfallquote hoch. Daher macht es Sinn zu prüfen, ob dein Vertrag nach einer Leistung endet oder fortbesteht. Manche Tarife bieten spezielle Klauseln für Rückfälle. In den meisten Fällen muss man aber für einen weiteren Schutz einen neuen Vertrag abschließen.

  • Zusatzleistungen: Viele Tarife bieten neben der Einmalzahlung weitere Zusatzleistungen an, die im Vertrag vereinbart werden können. Beispiele dafür sind: Kostenübernahme für Vorsorgeuntersuchungen, Tagegeldzahlungen während Chemo, Organisation von Spezialisten, psychologische Betreuung oder auch Assistance-Leistungen. Manches ist sinnvoll, anderes weniger. Überlege daher gut, welche Leistungen du unbedingt brauchst.

  • Kinder-Mitversicherung: Falls du Kinder hast, könnte ein Tarif infrage kommen, der Kinder kostenlos mitversichert. So bieten manche Versicherungen einen kleinen Krebsdiagnose-Schutz für minderjährige Kinder an, der oft einen Teil der Versicherungssumme ausmacht.

  • Beitragsstabilität: Achte darauf, ob dein Vertrag die gesamte Laufzeit über garantiert stabil bleibt oder angepasst werden kann. Ideal ist ein Vertrag mit einem festen Beitrag ohne Alters- oder Risikosteigerungen.

  • Vertragslaufzeit & Kündigungsoptionen: Überlege dir, wie lange du den Schutz brauchst und willst. Die meisten Verträge laufen bis zu einem gewissen Endalter (z.B. 70 Jahre) oder für eine feste Dauer (z.B. 5, 10 oder 15 Jahre). Längere Laufzeiten bieten mehr Schutz, binden aber natürlich auch länger. Prüfe deshalb auch, ob du den Vertrag vorzeitig kündigen oder verlängern kannst. Bei den meisten Anbietern ist eine jährliche Kündigung möglich. Eine Verlängerung ist aber oft nur mit erneuter Risikoprüfung machbar.

Alternativen zur Krebsversicherung

Weil die Krebsversicherung nur einen begrenzten Schutz bietet, solltest du immer auch mögliche Alternativen in Betracht ziehen, die eine breitere Sicherheit ermöglichen. Die wichtigsten Optionen möchten wir dir kurz vorstellen:

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

 Die BU-Versicherung gilt als Goldstandard, um das Einkommen gegen die Folgen schwerer Erkrankungen oder Unfälle abzusichern. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn du berufsunfähig wirst.

Somit deckt sie nicht nur Krebs, sondern auch andere Krankheiten ab, die oft dauerhaft zu einer Beeinträchtigungführen, wie z.B. psychische Krankheiten, Rückenleiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Da weniger als jeder fünfte Fall von Berufsunfähigkeit durch Krebs verursacht wird, ist es deutlich sinnvoller, mit einer BU umfassend vorzusorgen, anstatt nur das Krebsrisiko abzusichern. Viele BU-Tarife beinhalten inzwischen sogar eine Krebsklausel als Zusatzfeature – das heißt, sie leisten neben der Rente eine Sofortzahlung, wenn eine schwere Krebserkrankung diagnostiziert wird.

Damit bekommt man quasi den Effekt einer Krebsversicherung innerhalb der BU. Zwar ist die BU deutlich teurer und erfordert eine umfangreiche Gesundheitsprüfung, aber wer sie bekommen kann, sollte sie der Krebsversicherung in der Regel vorziehen.

 

Dread-Disease-Versicherung

Diese Variante ist der Krebsversicherung sehr ähnlich, aber weiter gefasst. Eine Dread-Disease-Police leistet eine Einmalzahlung bei Eintritt bestimmter schwerer Krankheiten. Neben Krebs sind meist Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Bypass-Operation, Nierenversagen oder schwere Organtransplantationen inbegriffen.

Je nach Tarif sind etwa 30 oder mehr definierte Krankheiten abgedeckt.

Vorteil: Man erhält auch eine Leistung, wenn eine andere kritische Krankheit eintritt. Dafür sind die Beiträge in der Regel höher als bei einer reinen Krebsversicherung, da mehr Risiken versichert werden.

Außerdem umfasst selbst die beste Dread-Disease-Versicherung nicht alle möglichen Krankheiten, sondern eine definierte Liste – es bleibt also ein Restrisiko für nicht aufgeführte Fälle.

 

Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe im Todesfall der versicherten Person an die Hinterbliebenen. Sie sichert also nicht den Erkrankten selbst, sondern die Familie/Angehörigen finanziell ab, falls man an Krebs (oder einer anderen Ursache) stirbt. Eine Krebsversicherung zahlt dagegen bereits bei Diagnose, unabhängig vom weiteren Krankheitsverlauf.

Insofern ist die Risikolebensversicherung eher als Ergänzung zu sehen. Sie sichert das Todesfallrisiko ab, während die Krebsversicherung die Krebsdiagnose selbst abfedert.

Unsere Empfehlung

Betrachte eine Krebsversicherung eher als Zusatzoption und fokussiere dich auf andere Versicherungen – besonders in jungen Jahren. Vor allem ein BU-Schutz ist aus unserer Sicht zentral. Sie bietet die umfassendste Absicherung deines Einkommens und deiner Arbeitskraft. Je nach persönlicher Situation können weitere Bausteine sinnvoll sein, z.B. ein Krankentagegeld oder eine Risikolebensversicherung.

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Helden-Fazit: Brauchst du wirklich eine Krebsversicherung?

Eine Krebsversicherung kann eine sinnvolle und vergleichsweise günstige Absicherung sein. Gerade wenn du dir Sorgen vor den finanziellen Folgen einer Erkrankung machst oder keine ausreichende Absicherung hast. Hast du zudem ein erhöhtes Risiko für eine Krebserkrankung ist ein Abschluss sicher eine Überlegung wert.

Letztlich entscheidet deine individuelle Situation und dein Sicherheitsbedürfnis darüber ob du eine Krebsversicherung benötigst. In vielen Fällen sind andere Versicherungen jedoch wichtiger – denn sie bieten dir einen umfassenderen Schutz.

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FAQ –Häufige Fragen zur Krebsversicherung

Gibt es Gesundheitsfragen?

Ja, für den Abschluss einer Krebsversicherung müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden. Wichtig: wahrheitsgemäß und vollständig beantworten, damit es später nicht zu Problemen kommt. Die gestellten Gesundheitsfragen sind aber von Versicherer zu Versicherer sehr unterschiedlich. Manche stellen nur grundlegende Fragen, andere gehen tiefer ins Detail und erfragen auch die familiäre Krankengeschichte.

Was passiert, wenn ich an Krebs erkranke?

Sobald du eine Krebsdiagnose erhalten hast, kannst du die Leistungen beantragen. Dafür ist in der Regel ein ärztlicher Nachweis notwendig, den du sobald wie möglich an die Versicherung leiten solltest.

Was ist der Unterschied zur allgemeinen Krankenversicherung?

Eine allgemeine Krankenversicherung deckt ein breites Spektrum an Krankheiten ab, während sich die Krebsversicherung ausschließlich auf Krebserkrankungen fokussiert.

Kann ich trotz Krebserkrankung noch eine Krebsversicherung abschließen?

Nein, wurde bereits eine Krebserkrankung diagnostiziert, ist der Abschluss einer Krebsversicherung nicht mehr möglich. Bist du bereits an Krebs erkrankt stehen dir andere Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, wie staatliche Hilfen, spezielle Krankenversicherungsleistungen oder Unterstützungsprogramme für Krebspatienten.

Können Familienmitglieder mitversichert werden?

Das kommt auf die jeweilige Versicherung an. Manche Anbieter erlauben es Familienmitglieder bzw. Kinder kostenfrei mitzuversichern. Dazu gehören z.B. die Nürnberger oder Getsurance.

Sind die Auszahlungen der Krebsversicherung steuerpflichtig?

Nein, die Auszahlung ist einkommenssteuerfrei.

Was passiert wenn ich an einer Krebsart erkranke, die nicht im Vertrag aufgeführt wird?

Wenn die Krebserkrankung nicht explizit im Vertrag aufgeführt ist, leistet die Versicherung nicht. Deshalb ist es wichtig bereits vor Vertragsabschluss genau zu prüfen, bei welchen Krankheiten geleistet wird und einen Tarif mit einer möglichst breiten Krebs-Definition zu wählen.

Gibt es Wartezeiten?

Ja, meist gilt eine Wartezeit von 3 bis 6 Monaten.

Muss ich angeben, dass ich rauche?

Ja, denn Rauchen stellt einen erheblichen Risikofaktor für bestimmte Krebserkrankungen dar. In der Regel wird dann ein Beitragszuschlag fällig.

Bekomme ich mein Geld zurückerstattet, wenn ich nie an Krebs erkranke?

Nein. Die Krebsversicherung ist eine reine Risikoversicherung, d.h. sie versichert nur das Risiko einer Krebserkrankung.

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