Die LV 1871 BU - Gesundheitsfragen
- Gesundheitsfragen - Pro & Contra
- Bewertung risikoreicher Hobbys
- Wie läuft die Risikovoranfrage ab
Update: aktualisiert 12.08.2026
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung spielen die Gesundheitsfragen und die Risikovoranfrage eine entscheidende Rolle. Sie bestimmen, ob und zu welchen Konditionen du versichert wirst.
Die LV 1871 BU setzt dabei auf eine faire und transparente Gestaltung – auch wenn die Abfragezeiträume nicht zu den kürzesten am Markt gehören, überzeugt der Anbieter mit einer klaren Struktur und nachvollziehbaren Bedingungen.
In diesem Artikel erfährst du, welche Gesundheitsfragen die LV 1871 stellt, wie bestimmte Hobbys in der Risikobewertung berücksichtigt werden und warum eine anonyme Risikovoranfrage wichtig sein kann, um optimalen Versicherungsschutz zu erhalten.
Beratung auf Augenhöhe
Anonyme Risikovoranfrage
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Detaillierte Gesundheitsfragen
Abfragezeiträume: 5 und 10 Jahre
Keine Abfrage abgelehnter Voranträge
Online-Rechner für Freizeit-Risiken (für eine erste Einschätzung sinnvoll)
Für riskante Sportarten sind meist genauere Angaben nötig. (Fragebögen, individuelle Rückfragen)
Vereinfachte Risikoprüfung für bestimmte Zielgruppen
So sehen die Gesundheitsfragen der LV 1871 BU aus:
Bei der LV 1871 sind die Gesundheitsfragen in einem eigenen Abschnitt des Antrags gebündelt. Wichtige Kernpunkte daraus sind:
Ambulante Behandlungen: In den letzten fünf Jahren werden konkrete Beschwerden, Krankheiten und ärztliche Beratungen/Behandlungen abgefragt, z. B. des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege, des Bewegungsapparats, psychische Leiden etc. Die LV1871 hat ihre Drogenfragen überarbeitet. Im Alter von 16 bis 35 Jahren musst du angeben, ob du innerhalb der letzten drei Monate Cannabis konsumiert hast. Generell wurde die Frage nach Heroin, Kokain, Ecstasy unw. von 10 auf fünf Jahre reduziert.
Stationäre Aufenthalte & Operationen: Diese werden – wie bei vielen Gesellschaften – üblicherweise bis zu zehn Jahre rückwirkend erfragt. Zusätzlich möchte die LV 1871 wissen, ob in den kommenden zwölf Monaten etwas (z. B. OP) ärztlich angeraten ist.
Psychische Erkrankungen: Auch hier ist der Zeitrahmen in der Regel fünf Jahre. Darunter fallen z. B. Depressionen, Burn-out, ADHS, Angststörungen usw.
Offene Fragen: Anders als manche Versicherer hat die LV 1871 teilweise positiv-geschlossene oder konkretisierte Fragestellungen (z. B. nur bei ärztlicher Diagnose/Therapie). Jedoch ist bei manchen Punkten noch ein kurzer offener Teil enthalten, der sich glücklicherweise nur auf die letzten drei Monate bezieht (etwa ob Beschwerden vorlagen, ohne dass du beim Arzt warst).
Für Grundschüler zwischen sechs und zehn Jahren gibt es spezielle Gesundheitsfragen, auf die wir an dieser Stelle nur ganz kurz eingehen möchten:
Die LV 1871 möchte wissen, ob dein Kind in den letzten 5 Jahren von Ärzten, Heilpraktikern, Physio-, Psychotherapeuten oder sonstigen nichtärtzlichen Therapeuten untersucht, beraten oder behandelt wurde.
Aber keine Angst: Die normalen Erkältungskrankheiten, akute Magen-, Darm-, oder Harnwegsinfekte, unauffällige Vorsorgeuntersuchungen, zahnärztliche Behandlungen oder Impfungen brauchen nicht angegeben werden.
Selbst leichtere, längst ausgestandene psychische Episoden sind unproblematisch. Du kannst sie im Antrag genau angeben, und die Risikoprüfung entscheidet individuell über mögliche Zuschläge oder Ausschlüsse.
Falls du diese Frage mit "Ja" beantworten musst, folgen noch vier weitere Fragen, die hier noch klarer differenzieren sollen.
Ansonsten wird logischerweise auch nach den stationären Aufenthalten gefragt. Desweiteren möchte die LV 1871 wissen, ob die U9 durchgeführt wurde, ob in einem sonderpädagogischen Gutachten ein Förderbedarf festgestellt wurde, ob Einschränkungen oder Störungen des Nervensystems, des Gehirns, des Bewegungsapparates oder der Sinnesorgange festgestellt wurden, und ob ein Grad der Behinderung besteht.

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Für die Beantwortung der meisten allgemeinen Gesundheitsfragen musst du bei einem Arzt oder anderem medizinischen Behandler gewesen sein.
Der Abfragezeitraum beträgt in den vielen Fällen 3 Jahre. Viele Krankheiten werden konkret benannt. Banale Erkältungsgeschichten müssen nicht angegeben werden.
Bei stationären Aufenthalten sind die letzten 10 Jahre relevant.
Im Gegensatz zu einigen anderen Versicherern stellt die LV 1871 im Antrag selbst keine direkte Frage zu abgelehnten Voranträgen oder Erschwernissen bei anderen Gesellschaften.
Was bedeutet das?
Viele Versicherer fragen im Antrag, ob du in den letzten 5 Jahren einen BU-Antrag gestellt hast, der abgelehnt oder nur mit Erschwernissen angenommen wurde.
Diese Information wird oft negativ gewertet und kann dazu führen, dass Gesundheitsangaben auf den Tisch kommen, die im Rahmen der Gesundheitsfragen vielleicht gar nicht abgefragt worden sind. Die LV 1871 verzichtet auf diese Frage.
Vor 6 Jahren wurdest du wegen einer schwierigen privaten oder beruflichen Situation für ein paar Wochen krankgeschrieben. Der Arzt stellte mangels anderweitiger Symptome eine "F-Diagnose" (z.B. leichte depressive Episode) – danach warst du wieder gesund. In einem BU-Antrag einer anderen Gesellschaft musstest du das angeben (wegen der 10-Jahres-Abfrage), und der Antrag wurde abgelehnt.
Weil bei der LV 1871 nur 5 Jahre nach psychischen Erkrankungen gefragt wird, musst du diese Erkrankung nicht angeben.
Würde die LV 1871 allerdings nach abgelehnten Voranträgen fragen, würde auch dieses Thema wieder eine Rolle spielen, weil der Versicherer die Information quasi "durch die Hintertür" bekommen und vermutlich auch verwertenwürde.
Dieses Beispiel zeigt gut, wie wichtig es ist, beim Thema BU mit einem Profi zusammenzuarbeiten, der auch die Annahmerichtlinien der vielen Gesellschaften bestens kennt - so lassen sich gewisse "Fehler" bei der Antragstellung vermeiden!
Wie auch bei anderen Versicherern (z. B. Volkswohl Bund BU) gibt es bei der LV 1871 eine Liste gefährlicher Hobbys. Die bekanntesten Kategorien sind:
Motorsport (z. B. Motocross, Rallye, Kart-Rennen, Speedway)
Flugsport (Fallschirmspringen, Hänge-/Paragliding, Segel- oder Ultraleichtflug, Base-Jumping)
Bergsport (Bergsteigen, Klettern, Downhill)
Kampfsport (z. B. Boxen, Karate, MMA)
Wassersport mit erhöhtem Risiko (z. B. Kitesurfen, Kajak-Wildwasserfahrten)
Reitsport (z. B. Springreiten, Vielseitigkeit)
Team- und Kontaktsportarten (Eishockey, American Football, Rugby)
Sofern du eines oder mehrere dieser Hobbys ausübst, möchte die LV 1871 mit einem entsprechenden Zusatzfragebogen wissen: Wie oft? In welcher Intensität? Nimmst du an Wettkämpfen teil? Daraus resultieren entweder Annahme zu normalen Bedingungen, Zuschläge, Ausschluss bestimmter Risiken oder in seltenen Fällen eine Ablehnung.
Die gefährlichen Hobbys kannst du bei der LV 1871 ebenfalls über Quick Risk prüfen lassen.
Viele „harmlosere“ Freizeitaktivitäten (z. B. gelegentlich Skifahren ohne Rennen, normales Radfahren, Fitnessstudio) sind völlig unproblematisch.
Die LV 1871 stuft gewisse Hobbys (z. B. Indoor-Klettern ohne Wettkampf, Ski Alpin im Urlaub) in der Praxis meist ohne Zuschlag ein.
Hier einige Beispiele, die bei der LV 1871 ohne Einschränkung angenommen werden:
| Aikido | Handball | Reiten (Dressur ohne Wettbewerbe) |
| Basketball | Hockey | Schießsport |
| Bergwandern bis 4.000 m | Karate | Ski Alpin (Urlaub, Hobby) |
| Bodybuilding (ohne Wettbewerbe) | Klettern (Indoor bis Grad 7) | Triathlon |
| Go-Kart (Freizeit ohne Rennen) | Langlauf | Volleyball |
| Flagfootball | Mountainbike (ohne Wettbewerbe) | Wasserball |
| Fußball | Radsport (Rennrad) | Wing-Tsun |
Mit Einschränkungen musst du rechnen, bei z. B. American Football, Eishockey oder Skitouren.
Viele Versicherer bieten BU-Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen oder verkürzten Abfragezeiträumen für bestimmte Zielgruppen an. So auch die LV 1871.
Die LV 1871 bietet vereinfachte Gesundheitsfragen für junge Menschen unter 35 Jahren (je nach Beruf/Schulform/Studiengang) an:
Max. monatl. BU-Rente 1.500 €, bzw. 2.000 € und teilweise sogar bis zu 2.500 € für viele Ingenieure und MINT-Berufe. Gymnasiasten ohne Oberstufe können maximal 1.100 € absichern. Einschluss AU-Klausel und zusätzliches Pflegepaket möglich.
möglich für viele Berufe im kaufmännischen & akademischen Bereich, Studenten und Schülern am Gymnasium
Max. Eintrittsalter 34 Jahre
Der Antrag enthält insgesamt 5 Fragen. Frage 1 hat außerdem 4 Unterpunkte. Diese Unterpunkte müssen nicht beantwortet werden, wenn Frage 1 mit „Nein“ beantwortet wird.
Schüler, die ein Gymnasium besuchen und Personen zwischen 30 und 35 Jahren müssen zusätzlich noch folgende Fragen beantworten:
Gymnasium: "Wurden Sie in den letzten 5 Jahren untersucht oder behandelt wegen Erkrankungen oder Beschwerden der Atemwege, der Haut oder wegen Allergien? Dazu gehören z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, berufsbedingte Atemwegsprobleme, Neurodermitis, Schuppenpflechte, Ekzeme."
Personen zwischen 30 und 35 Jahren: "Wurden Sie in den letzten 5 Jahren untersucht oder behandelt wegen Erkrankungen oder Beschwerden des Rückens, der Wirbelsäule, der Bandscheiben, der Knochen oder Gelenke?"
In diesem vereinfachten Antragsprozess sind die Gesundheitsfragen kompakt gehalten, erfordern jedoch bestimmte Voraussetzungen (z. B. keine gravierenden Vorerkrankungen, BMI im Normalbereich). Bei ausschließlich „Nein“-Angaben erfolgt die Annahme schnell, bei „Ja“ können weitere Details nötig sein.
Die Beitragsdynamik ist bis 3 % möglich und kann bei Berufseintritt erhöht werden, ebenso die Leistungsdynamik. Der Vertrag kann mit AU-Klausel und bis zum 67. Lebensjahr abgeschlossen werden, und die Nachversicherungsgarantien stehen regulär zur Verfügung.
Von dieser Aktion können bspw. folgende Berufsgruppen/Studiengänge profitieren:
Agrarbiologe/-biologin
Anlagenmechaniker/in
Architekt
Automobilkaufmann/-frau
Bauingenieurwesen
Biotechnologie
Chemiwissenschaften
Computermathematiker
Druck- und Medientechnik
Energietechnik
Elektrotechnik
Finanz- und Wirtschatsinformatik
Humanmediziner/in
Immobilienkaufmann/-frau
Innenarchitekt
Industriekaufmann/-frau
Lebensmittelchemiker
Maschinenbau
Mechatronik
Mikrobiologe
Medienkaufmann/-frau
Orthopädie-, Rehatechnik
Pharmazeut
Technischer Redakteur/in
Umweltwissenschaften
Veranstaltungstechnik
Wirtschaftsingenieurwesen
Jede Versicherung hat eigene Kriterien zur Risikoprüfung, was bedeutet, dass sie Gesundheitsfragen, Vorerkrankungen und Einträge im Hinweis- und Informationssystem (HIS) unterschiedlich bewertet. Deshalb kann es sein, dass ein Interessent mit Vorerkrankungen bei einem Versicherer abgelehnt und bei einem anderen angenommen wird.
Eine Risikovoranfrage hilft dir, schon vor der Antragstellung eine verbindliche Einschätzung zu deinem BU-Antrag zu erhalten, besonders bei Vorerkrankungen oder risikoreichen Hobbys.
Das ist wichtig, weil du sonst Äpfel mit Birnen vergleichst - es bringt dir ja herzlich wenig, wenn im Vergleichsportal die Pfefferminzia mit dem günstigsten Beitrag ganz oben steht und die dich dann aber aufgrund einer Erkrankung gar nicht versichern wollen - oder nur mit 50% Risikozuschlag.
Der Vorteil einer Risikovoranfrage: Du bleibst anonym, und eine mögliche Ablehnung müsste bei zukünftigen Anträgen nicht angegeben werden. So kannst du verschiedene Anbieter vergleichen und am Ende den optimalsten auswählen.
Für die anonyme Risikoprüfung ist jedoch deine aktive Mitarbeit gefordert. Eine Voranfrage kann nur erfolgreich sein, wenn alle relevanten Informationen zu Gesundheit, Vorerkrankungen und Risikofaktoren vollständig und innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens bereitgestellt werden.
Wir führen keine Voranfrage durch, wenn wir erwarten, dass sie keine positiven Ergebnisse liefern wird. Wir haben viel Erfahrung auf dem Gebiet der Risikoprüfung und können auch schon im Vorfeld häufig recht gut einschätzen, ob eine Antragstellung erfolgsversprechend ist oder nicht.
Formular ausfüllen: Zunächst füllst du ein Formular mit persönlichen Daten, beruflichen Informationen, deinem Gesundheitszustand und deinen Versicherungswünschen aus.
Wichtige Informationen sind dabei:
Erste Einschätzung: Anhand dieser Angaben prüfen wir deinen Fall und informieren dich, ob weitere Unterlagen wie z.B. ärztliche Befunde benötigt werden.
Sei besonders vorsichtig bei versicherungsspezifischen Fragebögen mit Ja/Nein-Antworten! Solche Fragebögen sind oft zu standardisiert und wenig individuell, was häufig zu ungenauen oder schlechten Ergebnissen führt.
Schreib deshalb alle relevanten Details so genau und lückenlos wie möglich auf, damit der Risikoprüfer keine offenen Fragen mehr hat und auf die Idee kommt einen solchen Fragebogen nachzufordern.
Anonyme Anfrage: Mit allen gesammelten Informationen stellen wir dann eine anonymisierte Risikovoranfrage (z.B. bei der LV 1871 und bei zwei bis drei weiteren passenden Versicherern). Da die Risikobewertung je nach Gesellschaft variiert, erhöht dies deine Chancen auf ein passendes Angebot.
Ergebnisbesprechung: Nach Erhalt der Rückmeldungen besprechen wir gemeinsam deine BU Optionen und wählen das optimale Angebot aus.
Antragstellung: Passen die Annahmekonditionen, stellen wir zusammen den offiziellen BU Antrag. Dank der vorherigen Risikovoranfrage sind meist keine weiteren Rückfragen zu erwarten.
Bei einer gewünschten Absicherung von mehr als 3.000 € pro Monat ist in der Regel eine ärztliche Untersuchungerforderlich. Um mögliche Risiken zu minimieren, empfehlen wir oft, die Absicherung auf zwei Versicherer aufzuteilen. So kannst du unerwartete Befunde und ausführlichere Nachfragen vermeiden.

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mit vielen Spezial-Tipps
Die LV 1871 stellt ausführliche, aber klar strukturierte Gesundheitsfragen, vergleichbar mit anderen hochwertigen Anbietern.
Der Abfragezeitraum beträgt fünf Jahre für ambulante und psychische Behandlungen, für stationäre Aufenthalte zehn Jahre.
Riskante Hobbys werden individuell nach Intensität und Wettkampfteilnahme bewertet – viele sind unproblematisch, bei höherem Risiko sind jedoch Zuschläge oder Ausschlüsse möglich.
Für eine erste Einschätzung deiner Risiken bietet die LV 1871 mit QuickRisk ein praktisches Online-Tool, das dir eine grobe Orientierung zur Versicherbarkeit gibt. Im Zweifel ist es jedoch immer besser, sich von einem erfahrenen Berater unterstützen zu lassen – gerne auch von uns –, um die beste Lösung für deine individuelle Situation zu finden.
Für junge Leute bis 35 in bestimmten Berufsgruppen, wie z. B. MINT-Berufe gibt es vereinfachte Gesundheitsfragen,die einen schnellen Abschluss ermöglichen.
Besonders bei Vorerkrankungen oder Risikosportarten ist eine anonyme Risikovoranfrage ratsam, um spätere Ablehnungen zu vermeiden.
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